Keine Angst, das wird hier kein Reiseblog werden. Aber so eine kleine Reisebeschreibung unseres Urlaubs kann ich mir nicht verkneifen. Ich schildere die einzelnen Stationen unserer Reise ganz kurz, aber mit ganz vielen Links zu meinem Picasa-Alben. Nicht alle auf einmal anschauen, das wird höllisch langweilig.
Tel Aviv, eine moderne, junge und lebendige Stadt. Slalomlaufen zwischen Hundekacke, Radfahrerrüpel auf dem Gehweg gegen die Fahrtrichtung und ohne Licht, Kampfgeschwader an Kinderwagenrambos, zwangloses Schlendern mit 'ner Flasche Bier in der Hand. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Obwohl diese Schilderung sich jetzt eher negativ anhört, wir haben uns da sehr wohl gefühlt. ;-)
Nach drei Tagen ging es weiter nach
Jerusalem. Ich will jetzt nicht unbedingt sagen, dass Jerusalem das Gegenteil davon ist, aber mir ging nach zwei Tagen dieser religiöse Schmelztiegel etwas auf den Keks. Ist aber trotz allem eine sehr schöne und interessante Stadt.
(Aus Jerusalem habe ich auch noch Geschichten vom dortigen Taxifahren zu erzählen.)
Weiter ging es dann über das Kibbuz Sde Boqer
Wikipedia (Begräbnisstätte von Ben Gurion und seiner Frau), weil es da schon schöne Blicke auf die Negev Wüste geben soll.
Gab es auch.
Noch am gleichen Tag weiter nach Mizpe Ramon, unsere nächste Übernachtung. Dort am "
Großen Krater" wieder
wie wild fotografiert. Ach, ich liebe die Wüste!
Über eine
atemberaubend schöne Strecke durch die Negev Wüste (habe ich schon mal erwähnt, dass ich die Wüste liebe?) zur südlichsten Stadt Israels.
Eilat am Roten Meer. Ist
schnell abgehandelt. Sowas wie das Mallorca für Israelis. Wir haben uns einen Tag lang im
Unterwasser Observatorium herumgetrieben, abends eine leckere Portion Shawarma gegessen und das war's dann auch schon.
Nach einem Abstecher in den Timna-Nationalpark, ein weiteres wunderschönes Stück Wüste, dann ...
Meereswechsel. Vom Rotem zum
Toten Meer. Einen Tag lang bei 35°C sonnen (Schatten) und faulenzen. Und
auf dem Meer rumliegen.
Nächste und zugleich letzte Station,
Arbel bei Tiberias am See Genezareth.
Von dort aus haben wir Tagesausflüge gestartet. Eine
Tour rund um den See, einen Ausflug nach
Akko (Acre), einen Besuch in
Haifa und eine Tour zu den
Grotten von Rosh Hanikra. Alles wieder am Mittelmeer.
Kleines Resumé:
Obwohl es manchmal ein bisschen nervig ist, ständig seinen Pass zur Hand haben zu müssen und ständig Menschen zu begegnen, die schwerbewaffnet auf der Straße schlendern, möchte ich betonen, dass Israel ein sehr, sehr schönes Land ist. Und natürlich wirkt es gerade für Berliner etwas befremdlich immer wieder Grenzen innerhalb des Landes passieren zu müssen (z.B. von Jerusalem nach Bethlehem 5km). Wir sind ja froh, das inzwischen nicht mehr zu müssen. Als Tourist kommt man da zwar ohne Probleme durch, als Palästinenser nur mit besonderer Reisegenehmigung.
Warum Menschen unsere Reise als gefährlich eingestuft haben, ist für uns nicht nachvollziehbar. Okay, der Aufenthalt in der Nähe des Gaza-Streifens ist nicht empfehlenswert und auch nicht der in den Siedlungen um Hebron und im Golan bzw. den Bussen dahin. Aber wo das Problem mit Rest Israel sein soll, das hat schon was von Desinformiertheit.
Individual-Reisende wie uns haben wir übrigens nur ganz selten getroffen. Das Gros des Tourismus findet durch Reisegruppen statt.
Jedenfalls kann ich Israel als Reiseziel nur sehr empfehlen.