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Montag, 2. Juni 2014

Aus dem Taxi heraus (6)

Muss ich als Kehrwochenasylant mir das gefallen lassen?
Ja, leider muss ich das. Diese Eigenwerbung aus dem Land, da wo se älles kenned, bloß koi Deidsch schwätze ist auf etlichen BVG Bussen angebracht. 

Aha, soo nett ist es bei euch also.

Mittwoch, 26. Februar 2014

Über Touris lästern (1)


"Dees isch abber scho luschdig bei eich dohanne, mit dem icke ond dem wa." 

Man zeigt nicht mit dem Finger auf andere, alter Schwabe.
Die 7 Schwaben am Hohenzollerndamm in Berlin-Wilmersdorf.


Montag, 9. September 2013

Was Grundsätzliches zu Demos

Zum ersten Mal in meiner langjährigen Taxifahrertätigkeit habe ich am Samstag eine Schicht früher beendet als vorgesehen. Und das kam so:

Kreuzberg:
Um 16:00 Uhr beginnt am Kottbusser Tor eine Demonstration via Gitschiner Straße, Böcklerstraße, Erkelenzdamm, Kohlfurter Straße, Mariannenstraße, Oranienstraße, Adalbertstraße und Kottbusser Tor zur Admiralstraße. Bitte rechnen Sie bis ca. 19:00 Uhr mit kurzzeitigen Sperrungen in diesem Bereich.

Mitte:
Aufgrund einer Veranstaltung kommt es bis 24:00 Uhr im Bereich Straße des 17.Juni, Großer Stern, Brandenburger Tor und im Regierungsviertel zu mehreren Sperrungen. Ab 06:00 Uhr ist die Straße des 17.Juni ab Yitzhak-Rabin-Straße in Richtung Brandenburger Tor, die Ebertstraße zwischen Dorotheenstraße und Behrenstraße und die Dorotheenstraße ab Wilhelmstraße in Richtung Reichstag gesperrt. Ab 12:00 Uhr kommen folgende Sperrungen hinzu bzw. werden ausgeweitet: Straße des 17.Juni in beiden Richtungen zwischen Brandenburger Tor und Großer Stern, John-Foster-Dulles-Allee ab Haus der Kulturen in Richtung Reichstag, Kronprinzenbrücke in Richtung Reichstag und Moltkebrücke in Richtung Kanzleramt. Des Weiteren kann es aufgrund eines Umzugs von 14:00 bis 17:00 Uhr zu weiteren kurzzeitigen Sperrungen kommen. Wir empfehlen Ihnen diesem Bereich weiträumig zu umfahren.

 Mitte:
Um ca. 12:00 Uhr beginnt im Kreuzungsbereich Karl-Marx-Allee/Otto-Braun-Straße eine Demonstration mit bis zu 30.000 erwarteten Teilnehmern. Die Strecke führt via Alexanderstraße, Stralauer Straße, Spandauer Straße, An der Spandauer Brücke, Rosenthaler Straße, Weinmeisterstraße, Münzstraße, Memhardstraße, Alexanderstraße und Alexanderplatz zurück zur Karl-Marx-Allee/Otto-Braun-Straße. Bis ca. 20:00 Uhr kommt es in diesem Bereich zu Behinderungen. Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich weiträumig umfahren.

 Mitte:
Um 13:30 Uhr beginnt an der Kreuzung Reinhardtstraße/Albrechtstraße ein Umzug via Friedrichstraße, Torstraße, Rosenthaler Platz, Torstraße, Mollstraße, Platz der Vereinten Nationen, Lichtenberger Straße, Strausberger Platz, Karl-Marx-Allee, Frankfurter Tor, Warschauer Straße, Revaler Straße, Modersohnstraße, Stralauer Allee und Alt-Stralau zur Kynaststraße. Bis voraussichtlich 22:00 Uhr ist mit Behinderungen zu rechnen.

Neukölln:
Ab 13:00 Uhr kommt es aufgrund einer Demonstration im Streckenverlauf Hermannplatz, Karl-Marx-Straße, Erkstraße, Sonnenallee, Pannierstraße, Glogauerstraße, Reichenbergerstraße, Ohlauer Straße, Wienerstraße und Oranienstraße zum Oranienplatz bis ca. 21:00 Uhr zu kurzzeitigen Sperrungen.

Prenzlauer Berg:
Ab 14:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr kann es wegen einer Demonstration in der Gleimstraße in Höhe Mauerpark zu Sperrungen kommen.
Berliner Zeitung

Auch die Abendschau berichtete. (Keine Ahnung wie lange der Link gültig ist.)

Vorsicht Werbung. Unbezahlt natürlich.
(Die Seite "Verkehrsvorschau für den...", zu finden unter der Rubrik Verkehr der Berliner Zeitung ist Pflicht für jeden, egal ob ÖPNV-Nutzer oder sonstiger Teilnehmer am öffentlichen Straßenverkehr.)

Nein, es machte keinen Spaß, seine Fahrgäste die letzten Meter zum Hauptbahnhof zu Fuß gehen lassen zu müssen, wie mir der hilfsbereite Polizist an der Absperrung zum Kapelle-Ufer empfahl.
Und mit viel Trickserei schaffte ich es anschließend, das Taxi vor der Zeit nach Hause zu bringen.

Das mit den Demos ist für mich eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits ein grundgesetzlich verbrieftes Recht, andererseits sorgen sie für ein Umsatzdefizit in meiner Kasse und dadurch zu Mindereinnahmen.

Aber völlig auf dem falschen Dampfer sind Menschen, wie der ältere Schwabe, dem ich mein Leid am Sonntag schilderte. Ich übersetze gleich:

"Da lief gestern doch ein kleines Grüppchen Menschen am HBF vorbei, die hatten syrische und ägyptische Flaggen dabei. Ich verstehe nicht, wie man so etwas genehmigen kann, wenn DIE hier bei uns ihr Mütchen kühlen wollen."

Lieber Fahrgast, da hast du unser demokratisches System nicht verstanden. Demonstrationen müssen nicht genehmigt ,sondern nur angemeldet werden. 

Und ich frage mich, ob solche Menschen noch mit beiden Beinen auf dem Boden unseres Grundgesetzes stehen.
Vielleicht sollte man mal über Abschiebung solcher Personengruppen nachdenken? Aber wohin damit?

Davon mal abgesehen, der Sonntag dann, der ohne nennswerte Verkehrsbeeinträchtigungen auskam, war traumhaft und das Defizit vom Vortag konnte ich locker wieder rausholen.
 

Dienstag, 12. Februar 2013

Ohne Fahrgast

Dieses Fahrzeug zur Personenbeförderung ist jetzt erstmal ohne Fahrgast.


Dienstag, 22. Januar 2013

Waren Sie schon mal dort?

Ich fahre eine Dame im besten Alter zum Flughafen nach Tegel. Wir unterhalten uns ausgezeichnet und ich kann ihr eine Menge für sie Neues über Berlin erzählen. Beim Aussteigen direkt an ihrem Gate - sie steht schon neben dem Wagen:

"Eines müssen Sie mir aber noch erklären. Was hat Sie als Schwabe nach Berlin verschlagen?" (Ja, dieses Idiom kriege ich einfach nicht los.)


"Waren Sie schon mal dort?"

"ICH BIN GEBORENE SCHWÄBIN"

"Und warum fragen Sie dann?"

Ihr Unterkiefer klappte herunter, sie riss die Augen weit auf - sie rang nach einer schlagfertigen Antwort. Sie hob den Zeigefinger und nickte vor sich hin:

"So eine gute Antwort habe ich jetzt nicht erwartet." 

Drehte sich um und ging zum Gate.

Ihr Flieger ging übrigens nach München.


(Auf das Thierse-Weckle-Schwaben-Free-Schwabylon-Spätzle-Kollwitz-Attentat Drama und seine Folgen gehe ich bewusst nicht ein. Ist mir zu albern.)

Dienstag, 6. November 2012

Realo auf dem Rücksitz

Als dieser Fahrgast neben meinem Taxi stand und mich fragend anschaute nach dem Motto: Sind Sie frei? konnte ich tatsächlich mal sagen:

"Nach Hause, Herr Nachbar?"

Er wohnt ja bei mir umme Ecke.
Er hat es aber auch nicht leicht. Als schwäbisch-türkischer Politiker vereint er die drei in Berlin unbeliebtesten Bevölkerungsgruppen. ;-) Aber wir in Kreuzberg sind tolerant.

An den Pariser Platz verschlug es ihn als Talkgast bei Peter Hahne, wo er zusammen mit dem Neuköllner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky ein "Streitgespräch" über Jugendgewalt führte. Und da sagte er einige ganz vernünftige Sachen.

Die ganze Sendung in der ZDF-Mediathek.

Donnerstag, 12. Juli 2012

A bissle

Diese Schwaben sind schon ein putziges Völkchen.
Die zwei Fahrgäste hatte ich schon nach dem ersten Satz als solche erkannt, sagte aber nichts weiter dazu. Als wir hinter einem dieser BVG Busse herzuckelten mit der Baden-Württembergischen Tourismuswerbung

"Wir können alles, ausser Hochdeutsch."

machte ich sie darauf aufmerksam:

"Sehen Sie, so wirbt ihre Landesregierung hier in Berlin."
"Ach, des hennse glei erkannt?"
"War nicht soo schwer."

Die beiden waren ein nettes Pärchen und als ich mich dann als ehemaligen Landsmann geoutet hatte, kam sogar eine gute Atmosphäre auf.

Wir waren auf dem Weg nach Prenzlauer Berg und ich versuchte ihnen die dortige Unbeliebtheit ihrer Landsleute zu erklären. [bla, bla, bla...] Und irgendwann habe ich wohl ein Stichwort für ihn geliefert:

"Ja ja, Der Schwabe isch halt a bissle weltoffen."

Mir war nicht ganz klar, ob er sich der Komik dieser Formulierung eigentlich bewusst war, auf jeden Fall habe ich beinahe ins Lenkrad gebissen vor Lachen. Weltoffen. Aber wohlgemerkt, bloß a bissle.

Aber da nun endgültig gute Stimmung im Auto war, legte er noch einen nach:

"Wissen Sie, warum eine Schwäbin nie einen Tanga tragen würde?"
"Äh nö"
"Weil man aus dem keinen Putzlappen machen kann."

Über a bissle Selbstironie verfügen sie ja.





Freitag, 28. Oktober 2011

Ich steh' auf RAL 1015

Böser Rückfall in die 60er Jahre.
Ein schwarzes Taxi. 
Ja, in Deutschland!

Montag, 10. Oktober 2011

Koi Kehrwoche mehr mache müsse

Diesmal nur die kleine
Die Schwaben sind schon ein komisches Völkchen. Wenn jemand das Recht hat, so etwas zu sagen, dann ich. Dort unten aufgewachsen und zur Schule gegangen (ich würde gerne heute mal einen meiner Lehrer, die den Unterricht im Dialekt abgehalten haben, wiedersehen), ist man ja, was die Sprache anbelangt, für's Leben gestraft. Und auch sonst, das Leben dort ist hart.

Und angeblich sollen die Schwaben in Berlin nicht besonders beliebt sein. Das hat der Mittvierziger Fahrgast, der mich schon mit den Worten "Grüß Gott" (diese Begrüßung grenzt für mich an Blasphemie) begrüßte, wohl während seines kurzen Berlin-Aufenthalts schon erfahren.
Das "Grüß Gott" alleine ist ja eigentlich nur ein Hinweis auf die Herkunft aus allgemein südlichen Regionen, aber sein erster richtiger Satz entlarvte ihn als absoluten Hardcore-Schwaben. Sogar für mich war sein Dialekt nur sehr schwer zu verstehen. Aber "dieses" Berlin faszinierte ihn doch. Aber eher so wie ein Kind mit großen Augen vor dem Weihnachtsbaum steht.

Nach meinem Outing als ungefährer Landsmann stellte er die unvermeidliche Frage:

"Ja, was hat Sie denn hierher verschlagen?"

Manchmal, je nach Laune, erzähle ich dann meinen halben Lebenslauf, in diesem Fall gab es aber nur die Kurzversion:

"Ich hatte halt keine Lust mehr, die Kehrwoche machen zu müssen. Jeden Samstag um halb sechs (kurz vor der Sportschau) mit dem Besen auf der Straße, nee das war nichts mehr für mich."

"Ja wia, gibt's dees hier net?"

Ich erzählte ihm von meinem Versuch, einer Berlinerin das Prinzip der Kehrwoche zu erläutern. Bei der Differenzierung von kleiner und großer Kehrwoche angelangt, betrachtete sie mich misstrauisch von der Seite, unter dem Motto, seltsame Menschen diese Taxifahrer. Und weiter erklärte ich ihm das System der Mietersolidarität, dass halt jeder in den Nebenkosten der Miete einen Betrag für die Hausreinigung abführt.
Ungläubig starrte er mich an:

"Ja abber, des koschd doch a Geld."

Frage:
Auf welchen Betrag hat er den Fahrpreis von 18,80 € aufgerundet?
Zusatzfrage:
Wie lautete sein Abschiedsgruß?

Noch eine Bemerkung meinerseits:
Demnächst muss ich mal wieder in die alte Heimat. Und werde jede Menge 5-Euro-Scheine mitnehmen, um jeden auszubezahlen, der mich auf den Länderfinanzausgleich anspricht.


Dienstag, 26. April 2011

Ostern 2011

Im Schwäbischen gibt es eine Redewendung:

"Doa isch dr joa dr Rotz dr Berg nuff g'laufa."

Diesen Ausdruck verwendet man, wenn man sagen will, dass da jemand aussergewöhnlich viel Glück hatte.
So erging es mir am Ostersonntag. Schon vor Arbeitsbeginn ging es los. Ich war noch am Einrichten und Anmelden, da klopfte es an die Seitenscheibe. Ein schüchterner junger Mann fragte in einer englischähnlichen Sprache, ob ich zu haben zu sei (als Taxifahrer natürlich) und hatte eine 15 Euro Fahrt zu bieten.
Das ging den ganzen Tag so weiter. Egal wo ich mich hinstellte, ich war in Nullkommanichts wieder unterwegs. Gegen meine Gewohnheiten war ich um 9 Uhr noch am Ostbahnhof anzutreffen und kriegte eine Fahrt nach SXF (30€). Sogar mein anschließendes Anstellen am O-Bhf war nach 10 Minuten von Erfolg gekrönt. Eine verirrte spanische Reisegruppe mit ca. 40- 50 Personen mischte da den Taxistand auf. Die nahmen sich alle eine Taxe in ein Hostel in der Lehrter Str., das sich nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt befindet. Eigentlich hätten die alle mit der S-Bahn bequem dorthin finden können. Aber über sowas diskutiert man als Taxler natürlich nicht.
Endergebnis dieser Schicht war ein sehr erfreulicher Gesamtumsatz.

Was aber den Ostermontag anbelangt, da muss ich mal rauskriegen, wie der schwäbische Ausdruck für "Pechvogel des Tages" lautet.
Vor und hinter mir sind die Kollegen nach Schönefeld und Tegel gefahren. Für mich blieb nur der Kleinscheiss.

Sonntag, 20. Februar 2011

Sonniger Tag, aber a....kalt

Sonnenuntergang am Brandenburger Tor heute
Man beachte den Aufkleber am rechten Bildrand. Zufall, ehrlich.

Mittwoch, 24. November 2010

Integrationsunwillig

Sogar in der Berliner Abendschau ist es schon angekommen. Jede Menge integrationsunwillige Menschen leben in Parallelgesellschaften in Berlin.

Donnerstag, 11. November 2010

Wie jetzt?

Da haben wir einen neuen Vermittler bei uns im Funk. Und er macht das richtig gut und souverän - obwohl er ein Schwabe ist. Man hört es nur gelegentlich mal ganz kurz durch und es fällt nur demjenigen auf, dem die Materie vertraut ist. Also jemandem wie mir. Ein kleines Problem ist ihm aber geblieben. Lieber Kollege vom Funk, es heißt: Größer als, schneller als und gleich wie. Oder auch: Doppelt so viel wie.
Also: "Er ist so genauso groß wie sie", aber "Er ist größer als sie".

Mir hat ein Arbeitskollege und Freund seinerzeit das ganz schnell abgewöhnt. Er hatte mich schon immer verbessert mit: ALS, wenn ich das mal wieder falsch verwendet hatte. Es ergab sich eine Situation, als wir dabei waren, gemeinsam ein ziemlich unhandliches Teil zu transportieren. Ich sage mal wieder ein "wie" statt "als" und er lässt einfach los und sagt: "ALS!" Ich stehe da mit diesem Teil, schwanke, balanciere - und habe mir es für den Rest meines Lebens gemerkt. Mehr noch, ich verbessere andere seither selbst. Und es tut mir in den Ohren weh, wenn ich es falsch hören muss.

Der Kollege vom Funk sagte zu einem anderen Kollegen: "Das ist doch aber immer noch besser wie nichts."  Ich konnte einfach nicht widerstehen. Kurz die Funktaste gedrückt: "ALS".
Dann war wieder Ruhe im Funk. Ich hoffe, er hat sich meine Konzessionsnummer nicht gemerkt.

Aber dieser Fehler ist ja auch unter Berlinern sehr weit verbreitet und sogar in der Tagesschau habe ich es schon gehört.
Und komme jetzt bloß keiner mit als wie.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Vor lauter Dankbarkeit

Am Feierabend an der Ablöse. Ich war gerade dabei, mich am System abzumelden und die diversen persönlichen Dinge, die man so während der Schicht im Auto verteilt wieder einzusammeln. Da trat ein jungscher Typ Marke Rucksacktourist an's Auto:

"Wissed Sie, wo die §zweiStraßenweiterStraße§ isch?"
"Ja."
Kurze Pause, erwartungsvoller Gesichtsausdruck.
"Äh, dädet'se ons des ao verroade?"
"Klar, immer da lang und dann die dritte links."
"Viele härzliche Dangg. Wenn mer moal a Daxi brauched uond Sie sähe däded, fahre mer au mit Ihne."

Also darauf freue ich mich ja jetzt schon wie doll und verrückt.

Dienstag, 20. Juli 2010

Kurzurlaub

Im Blog war es ja die letzten Tage ziemlich ruhig. Das lag daran, dass ich seit langer Zeit mal wieder in der alten Heimat war.

Hier ein paar Impressionen aus der Schwaben-Idylle:

Abendessen mit romantischer Aussicht.
Für die, die sowas noch nie gesehen haben, das Grüne in der Mitte ist ein Weinberg. ;-)

Ein Ausflug in die Kaiserpfalz Bad Wimpfen


Ein schwäbischer Hinterhof
Ein paar Tage lang finde ich es da ja ganz nett, genieße den guten schwäbischen Wurstsalat und das Laugeweckle mit Leberkäs, bin dann aber heilfroh, wenn ich wieder in der (Berliner) Realität bin. Und wenn mal jemand richtig Ärger haben möchte, der muss nur in einer Runde mit Schwaben (wahlweise Bayern) das Wort "Länderfinanzausgleich" fallen lassen.


Donnerstag, 25. März 2010

Auflösung Bilderrätsel (15)

lou9 hat den Jackpot geknackt.
LKW war die richtige Antwort.
Leberkäsweckle.
Und mit dem Zusatz ABS hat sie sich den Preis redlich verdient.

Der Schwabenwitz ging ihr, wie gewünscht, per Mail zu.

Montag, 22. März 2010

Bilderrätsel (15)

Von der nach Jahren endlich eingerichteten "Rücke" am Pariser Platz habe ich ja schon berichtet. Nun habe aber ich persönlich ein neues Problem: Ganz hinten auf der Rücke anstehen und den Kopf nach links drehen, dann fällt der Blick unweigerlich auf diesen Aufsteller.


Ich meine, der Grog kann mir bei +15°C gestohlen bleiben, aber immer einen frisch gebackenen, saftigen Leberkäse, mit etwas Senf bestrichen, zwischen einem knusprigen Brötchen (vielleicht sogar einem salzigen Laugenbrötchen) eingebettet vor'm inneren Auge... Mir läuft immer *sabber trief* das Wasser im Mund zusammen. Ich bin dann froh, wenn es vorne wieder weiter geht.

Meine Frage: Wie heißt die schwäbische Kurzform für diesen leckeren Snack?
Zu gewinnen gibt es den besten Schwabenwitz aller Zeiten.
(Schwaben sind von der Teilnahme ausgeschlossen.) :-D

Mittwoch, 13. Mai 2009

Auto des Tages (4)

Zum vergrößern klicken
Streicheleinheiten für die Augen!

Der Mercedes-Benz 300 SL.

Ist zur Zeit in den Potsdamer-Platz-Arkaden zu sehen, zusammen mit weiteren Mercedes Oldtimer Modellen


Donnerstag, 7. Mai 2009

Schwaben-Bashing


Ich will mich eigentlich an dem in Berlin so verbreiteten Schwaben-Bashing nicht beteiligen, aber diesen Artikel auf www.freitag.de will ich hier trotzdem mal verlinken. Anlass ist ein SMS-Austausch mit meinem Vater von gestern Abend.
Da ist die Eishockeymannschaft meiner Heimatstadt Meister in der 2. Liga geworden und hätte die Berechtigung in die 1. Liga aufzusteigen. Ja, wenn sie denn genügend Geld hätte! Denn der Hauptsponsor dieser Mannschaft ist Porsche. Nach den gestrigen Nachrichten ist es wohl mehr als fraglich, ob Porsche sein Engagement als Sport-Sponsor auch noch erhöhen wird.
Meine SMS:
Na, dann wird das nichts mit Steelers gegen die Eisbären.

Seine Antwort:
Schade, dass die nicht schwäbische Kultur kennenlernen.
Und obwohl mein Vater ein humorvoller Mensch ist, er meint das ernst!
Noch vor kurzem war Herr Wiedeking, der beliebteste Bürger meiner Heimatstadt, noch der:
"Fähigste Auto-Manager Deutschlands"
Natürlich ist der Artikel des Schriftstellers und Journalisten Mathias Wedel ein ziemlich hingerotzter Rundumschlag, zeugt aber doch ein bisschen davon, wie beliebt die Bevölkerungsgruppe der Schwaben in der Welt so ist.

An meine Landsleute auf der ganzen Welt:

Kommt runter von eurem hohen Ross!





Montag, 27. April 2009

Haut und Haare

An Sonntag war an der Halte Anhalter Bahnhof reger "Einsteiger"-Betrieb. Im Tempo/Liquidrom hatte eine Kosmetik- und Wellnessfirma ihre Produkte präsentiert. Oder ihre Kunden eingeladen? Auf jeden Fall war so ab 16:00 Uhr 'ne Menge los.

Mein erster Fahrgast war ein älterer Herr mit Fahrziel Westin Grand. Ein geborener Franke, der inzwischen im Badischen lebt. Von ihm stammt die Information, dass Pforzheim inzwischen die Stadt mit der höchsten Arbeitslosenquote (pdf) in Baden-Württemberg sei. Früher sei das immer Mannheim gewesen. Für mich war Pforzheim eigentlich immer die "Goldstadt" -Zentrum der Uhren und Schmuckindustrie. Wie auch immer. Ich habe ihm dann erzählt, dass ich ja eigentlich geborener Badenser sei. Worauf er mir eine Geschichte aus seiner Anfangszeit in Baden erzählte. Er hätte einen Vortrag gehalten und den Begriff Badenser verwendet. Nach Ende des Vortrages wäre ein Herr auf ihn zugekommen, der sich beschwert hätte: "Warum beleidigen Sie uns?" Der Begriff Badenser ist in Baden ein Schimpfwort! Sogar schlimmer als Gelbfüßler.

Die nächsten Fahrgäste waren dann ein Herr Mitte/Ende 30 und eine Dame desselben Alters. Auch sie kamen aus dem Tempodrom. Von ihnen erfuhr ich dann, dass diese Veranstaltung sich um Haare, Haut, Kosmetik und Wellness drehte. Der Herr mit rasierter Glatze, die Dame gepflegt in teurem Outfit. Fahrziel Hotel Hilton. Der Herr sprach mit starkem schwäbischen Akzent, der mich an den Slang meiner Jugend errinnerte. Und so war es. Die Dame hat einen Friseur-Salon in Bietigheim-Bissingen, die Stadt, in der ich aufgewachsen bin und bis zu meinem 30-ten Lebensjahr gelebt habe.
Da habe ich es dann vorgezogen, nicht mehr zum Anhalter zurückzufahren. Irgendwann reicht's.

Ich habe nach 25 Jahren Kreuzberg ein sehr distanziertes Verhältnis zu meinen Landsleuten in Berlin. So ein bißchen kann ich sogar das Schwaben-Bashing in Prenzlauer-Berg verstehen.