Der Aro schreibt ja, Berlin sei für ihn langweilig geworden, da er nun ALLE Ecken (und Kanten) kennen würde. Soweit ist es bei mir noch lange nicht.
Am Sonnenwendetag war ich mal wieder auf Tour und weiss einmal mehr die Vielfälltigkeit Berlins zu schätzen.
Angefangen haben wir mit dem "
Global Stone Project" im Tiergarten. Da waren wir schonmal und hatten ein
paar Bilder gemacht. Am 21.06. sollte dann der große Tag sein.
"Die Steine in den fuenf Kontinenten liegen mit ihrer Spiegelflaeche in einem Winkel zur Sonne, so dass sie am 21. Juni das Licht zurueck zur Sonne reflektieren und es in einer Frequenz von 16 Minuten um die Erde zu ihren Schwestersteinen nach Berlin senden."
Wolfgang von Schwarzenfeld
Und das sah dann so aus:
Ringelpietz mit Anfassen (hier Meditation genannt) kann meiner Ansicht nach NICHTS in der Welt verändern.
Also nichts wie weg da. Es gibt ausserhalb der ausgetrampelten Touristenpfade so viel zu sehen. Zu einem Ort, zu dem ich schon lange mal wollte. Dem
Schillerpark im
Wedding.
Noch ein paar Details der Statue
Diese Siedlung wurde vom Architekten Bruno Taut gebaut und ist nach dem 2. Weltkrieg von dessen
Sohn Bruder Max Taut wieder aufgebaut worden.
Rumm um's Eck fanden wir einen kleinen Kiosk mit großem Angebot. Pizza, handgemacht und lecker.
Und mit romantischer Ausstattung.
Und während wir da so saßen, Pizza und Cappucino genossen... hmmm, eigentlich eine nette Ecke für den Alterswohnsitz? Bis dahin ist dann ja wohl auch dieser Lärm verschwunden.
Flugzeug im Landeanflug auf Tegel.
Aber man munkelt ja schon über erhebliche Steigerungen der Immobilienpreise dort in der Ecke in ungefähr einem Jahr. Dahin können dann die etwas besser Situierten aus Lichtenrade etc. hinziehen.
Nach diesem beschaulichen Ausflug in eine "Alterswohnsitzgegend" von Berlin, zurück in den eigenen Kiez.
Fête de la Musique ist angesagt. Buntes Treiben auf den Straßen. Nein - auf das könnte ich nie und nimmer verzichten.
Und am Samstag ist ja der
CSD angesagt. Und was gibt es gleich umme Ecke zu essen?
Gay-müse
Und gleich nebenan? Einen Bücherturm im Grünen
Man ist hier halt tolerant. :D
Nein, für mich ist Berlin nicht langweilig geworden. Es gibt immer was Neues zu entdecken, und wenn es im eigenen Kiez ist. Etwas, das gestern noch nicht da war und morgen vielleicht schon wieder weg sein wird. Berlin verändert sich. Nicht immer zum Guten, aber Stagnation ist hier (noch) nicht zu befürchten.
Für mich bietet Berlin Abwechslung und Vielfalt, wie ich es mir in keiner anderen Stadt vorstellen kann.
q.e.d.