Freitag, 22. Oktober 2010

Raser (1)

Da habe ich vor kurzem einen Kollegen getroffen, den ich schon längere Zeit nicht mehr gesehen hatte. Der übliche Smalltalk, bis wir zum Thema letzter Sommer kamen.

"Habe ich Dir das eigentlich schon erzählt? Mein "Zwangsurlaub" im Sommer?"

Ich konnte schon ahnen, worum es ging.

Er habe im Frühjahr eine Tour mit Fahrgästen gehabt, die es sehr, sehr eilig hatten, zum Flughafen Schönefeld zu kommen. Ständig hätten sie ihn gedrängelt, doch ein bisschen schneller zu fahren, ihr Flugzeug ginge doch in wenigen Minuten. Er sei ja eigentlich ein sehr zurückhaltender Fahrer (was ich ihm durchaus abnehme) und er kenne ja auch die vielen Radarkontrollen, die auf dem Weg zum Flughafen lauern. Aber jeder Taxifahrer kennt das ja: diese drängelnden Kunden und auch das Gefühl, da irgendwie mit in der Verantwortung zu stehen. Nicht wirklich zu sein. Aber doch, man leidet da schon mit, ob man will oder nicht.
Er habe dann nach der Brücke, hinter der SIE immer stehen und das Tempolimit auf 50 Km/h runtergeschraubt wird, nochmal geschaut und dann, ja, halt richtig Gas gegeben. Sein Pech, dass am frühen Sonntagmorgen zwar keine Radarfalle aufgebaut war, aber Polizisten im Zivilwagen hinter ihm diese Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 40 Km/h auf Video aufgezeichnet hatten. Und kurz vorm Fahrziel hätten sie ihn rechts rangewunken. Die Fahrgäste seien dann ganz hektisch in ein anderes Taxi umgestiegen und hätten wohl ihren Flug noch gekriegt, während er mit einer richtig satten Geldstrafe und einem 4-wöchigen Fahrverbot bedacht wurde.

Ich möchte den Kollegen jetzt nicht in Schutz nehmen, er hat diese Strafe verdient, aber bevor man jetzt vorschnell in die Tasten haut "Selber schuld." -natürlich selber schuld, aber habt ihr schon mal Leute im Auto gehabt, die sich vor lauter Nervosität die Fingernägel abbeissen? Die sich vom Rücksitz bis beinahe auf den Vordersitz vorbeugen und jedes Fahrmanöver mit Sprüchen wie "Da hätten Sie jetzt aber kurz links rechts überholen können" begleiten? Taxifahrer sind von dieser "Umfrage" natürlich ausgeschlossen,

Ich hasse solche Fahrten!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Rassistische Kollegen??

Der Aro hat in seinem Taxi-Blog gerade eine Geschichte veröffentlicht, in der er meiner Meinug nach von ein paar jugendlichen Schwarzen verscheissert wird. Zu diesem Thema habe ich auch eine Geschichte vom letzten frühen Sonntagmorgen zu erzählen. Weniger witzig.

Es war noch dunkel, als ich in Mitte über die Jannowitzbrücke Richtung Kreuzberg fuhr. Die Ampel Brücken Ecke Köpenicker zeigte Rot. An der Ecke Köpenicker/Heinrich-Heine stand ein Winker mit schwarzer Hautfarbe. Schade, dachte ich noch, den krieg ich nicht mehr, da, und das kann jeder Nachtfahrer bestätigen, an dieser Ecke jede Menge Taxiverkehr herrscht. Und tatsächlich kamen aus allen Ecke jede Menge leerer Taxen dahergefahren, erkennbar an ihren erleuchteten Dachschildern. Doch zu meiner Überraschung, jeder dieser sonst doch eher "umsatzorientierten" Kollegen fuhren während meiner Rotphase an ihm vorbei. Bestimmt so 5 -6. Ich habe ihn dann natürlich eingesammelt. Kurz war ich irritiert: Gab es etwa eine Warnung über Funk, die ich nicht mitgekriegt hatte? Alles Quatsch:

"Bitte einmal zum Bäcker in der Wienerstraße und dann zur Ecke Eisenbahn/Köpenicker. Ich muss noch Brötchen für das Frühstück meiner Familie holen."

Darüber denke ich seit diesem Ereignis nach - nicht über den Bäcker - nein, darüber, dass man es in Berlin als Schwarzer tatsächlich schwer haben kann ein Taxi zu bekommen. Die Beweggründe der Kollegen, die ihn da einfach ignoriert haben bleiben mir ein Rätsel.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Sarrazin unterstützt Türkiyemspor

Beinahe wäre ich ja darauf reingefallen.

thilo-sarrazin-unterstutzt-turkiyemspor-berlin

Sender freies Neukölln.

Taxifahrer haben ausgedient

Nach den ganzen Flops der Taxi-Bestell-Apps von iPhone und Co nun der nächste Knaller.


Irgendwie müssen sie aber noch am Bezahlsystem arbeiten. Und wen quatsche ich da voll, mit meinen Sorgen und Nöten?

Falsche Taxifahrer für einen guten Zweck

"Steglitz ist gegenwärtig ein heißes Pflaster für Taxifahrer. Fast täglich wird dort ein Chauffeur überfallen und ausgeraubt. Die Polizei hat aber außer einer vagen Personenbeschreibung noch keine Spur zum Täter. Um ihn zu finden, setzt sie jetzt auf ungewöhnliche Methoden"
Weiterlesen  (Berliner Zeitung)

Der Aro hat einen Fahndungsteilerfolg zu vermelden.

UPDATE:
Auch die Morgenpost meldet eine Festnahme

Museumsöffnungszeiten aufgepasst

Am Samstagmorgen fuhr ich ein Paar vom Pariser Platz zum Hamburger Bahnhof, der ja kein Bahnhof sondern ein Museum für Gegenwartskunst ist. Eine der nicht unüblichen 6 - 7€ Touren. Wir sind um 10:45 Uhr dort eingetroffen - und standen vor verschlossener Tür. Samstag u. Sonntag geöffnet ab 11:00 Uhr. Ich habe meine zwei Fahrgäste dann weiter zum Hauptbahnhof gefahren, sie wollten sich dort noch eine Viertelstunde um die Ohren schlagen.

Am Sonntagmorgen um 10:30 Uhr stiegen dann wieder am Pariser Platz vier Amerikaner aus New York bei mir ein. Fahrziel wieder der Hamburger Bahnhof. Ich erklärte ihnen, dass dort erst um 11:00 Uhr geöffnet wird, was sie mit "Das hätten die an der Reception uns aber sagen können." quittierten. Und eine der vier ging nochmal zurück in's Hotel um nachzufragen. Sie kam zurück mit einem erhobenen Daumen in meine Richtung und meinte: "Thank you very, very much." Das neue Fahrziel wurde dann die Sammlung Berggruen, draussen am Schloss. (15€)

So kann man also auf völlig legitime Art und Weise seinen Umsatz mehr als verdoppeln. Wenn man aufpasst und mitdenkt.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Wieder mal eine Stunde in den Sand gesetzt

Da stand ich mal wieder an der Halte Bhf-Friedrichstr. und hoffte auf einen Funkauftrag zum berüchtigten Hotel Melia. Seit die Ansprechhalte dort wieder aktiviert wurde, klappt das mit diesem Hotel wesentlich besser.
Es trat aber ein älterer Herr mit deutlichem österreichischen Dialekt an mein Auto.
"Was kostet es denn von hier zum Eichborndamm?"
"Hm, grobe Schätzung aus dem Kopf, das kann schon so um die 20 € kosten."
"Danke, ich frage mal den Kollegen hinter Ihnen noch. Es kann sein, dass ich auf Sie zurückkomme."
Diese Fragen hasse ich ja. Es kostet, was es kostet. Wozu haben wir geeichte Taxameter. Und auf dieser Strecke kann man ja gar keine Umwege oder Abkürzungen fahren. Ist ja immer geradeaus und einmal rechtsabbiegen. Ich kann so eine Frage noch verstehen, wenn man eine grobe Hausnummer wissen will, mit welcher Größenordnung man zu rechnen hat. Und man sich dann evt. für die Öffentlichen entscheidet oder aber dieses Geld investiert. Aber was erwartet man da für Alternativen? Etwa einen verbotenen Festpreis? Wir sind doch hier nicht mitten in der Nacht am Ostbahnhof, wo solch ein Gefeilsche ja gang und gäbe ist.
Na sei's drum.
Mit dem Kollegen hat er ausführlich diskutiert und der hat, wie ich im Rückspiegel erkennen konnte, die Strecke dann im Navi eingegeben, um die Kilometerzahl rauszukriegen. Aber damit nicht genug, er fragte tatsächlich bei unserer Zentrale nach. Antwort der Zentrale: "So um die 20 - 21 €."  Na sag ich doch. Daraufhin stieg der Österreicher bei meinem Kollegen ein. Ich wollte gerade mein Zähneknirschen laut hörbar artikulieren, als es tatsächlich einen Funkauftrag zum Melia gab. Ich meldete mich natürlich und drückte sofort auf die Tube. Am Hotel angekommen, teilte mir die Zentrale mit, dass das Hotel gerade storniert hätte.
Ja, danke schön. Insgesamt wieder eine Stunde in den Sand gesetzt.

Montag, 18. Oktober 2010

Berlin - Nizza

Gerade an der Ritz-Carlton-Halte als sechster oder siebenter angekommen, sah ich wie der netteste Doorman Berlins von Taxi zu Taxi ging und jeweils kurz mit den Fahrern sprach. Spannend, was das jetzt wieder wird. Bei mir angekommen:
"Kennen Sie den Flughafen GAT in Schönefeld?" 
Unglücklich formuliert, aber:
"Das GAT vom Flughafen Schönefeld? Na klar, das kennt man doch."
"Dann fahren Sie mal vor."

Schön, nicht mal eine Minute gewartet und schon eine sehr gute Fahrt mit über 30 €.
Meine Fahrgäste waren ein älteres Ehepaar. Ein Herr, Marke Patriarch mit sehr bestimmtem Auftreten und eine zierliche Frau, die seine Anweisungen ausführte.
Sie kommen ursprünglich aus §StadthateinengroßenFlughafen§, würden jetzt aber in Nizza leben. Und ab und zu kämen sie für ein Wochenende nach Berlin geflogen, mit dem eigenen Flugzeug wohlgemerkt.
Okay, da ist wohl sehr, sehr viel Geld im Spiel.
Wegen Baumaßnahmen und einer größeren Demo war ich gezwungen über Kreuzberg und Neukölln zu fahren, was für eine gewisse Irritation beim männlichen Fahrgast sorgte.
"Das ist jetzt aber schon noch Richtung Schönefeld?" meinte er mehr im Scherz.

"Schönefeld? Ich dachte, sie wollen zum GAT Tegel." und beobachtete ihn im Innenspiegel.
"NEEIIN. SCHÖNEFELD." mit einem völlig entsetzten Blick Richtung meine Wenigkeit.
"War doch nur ein kleiner Scherz von mir. Wir sind schon richtig."
Ich weiß ja aus Erfahrung, dass meine "kleinen Scherze" nicht immer gleich verstanden werden und so war es schon ein gewisses Risiko gewesen, so einen Spaß  mit einem mir unbekannten Menschen zu machen. Das kann ja manchmal auch schief gehen. Nicht in diesem Fall. Nach meinem Outing als makaberer Witzemacher konnte ich in seinem Gesicht Entspannung und sogar so ein gewisses Schmunzeln um die Mundwinkel erkennen. Sollte ich da tatsächlich einen Fahrgast haben, der auf Anhieb meinen Humor versteht?
"Das hier ist Neukölln, der Stadtbezirk, den manche Menschen als Problembezirk bezechnen. Sogar der eigene Bürgermeister."
"Das hier soll ein Problembezirk sein?" Und schaute sich interessiert die Gegend an. "Die müssten mal nach Marseille kommen, DA gibt es Problembezirke. Was dieser Seehofer da wieder von sich gegeben hat, völliger Blödsinn. Deutschland braucht viel mehr Einwanderer. Es wandern doch viel mehr Menschen aus Deutschland aus als ein. Diese Deutschtümelei ist völlig unerträglich."
"Haben Sie die Thesen dieses Herrn Sarrazin mitgekriegt?" Und fasste noch kurz die krudesten Theorien aus dessen Buch zusammen.
"Der sollte mal nach Südspanien reisen. Da kann er betrachten, was die Mauren schon vor hunderten von Jahren für Häuser gebaut haben. Und vererbbare Intelligenz, was ist das denn für ein Schwachsinn."

Wir kamen ohne weitere Verzögerung am GAT an und beide verabschiedeten sich mit Handschlag von mir, was ich immer eine nette Geste finde.
Trotzdem passte das alles für mich nicht so richtig zusammen. Geld, sehr viel Geld, Wohnort Nizza, eigenes Flugzeug, mit dem man öfter mal zu einem Berlin Ausflug startet. Und dann diese liberale (nicht im Sinne von FDP, sondern wirklich) politische Einstellung. Und jemand, der meinen Humor versteht!

Ich glaube, ich habe seit gestern ein Vorurteil weniger. Man lernt eben doch nie aus. Und das ist auch gut so.

Sonntag, 17. Oktober 2010

"Ich bin zwar kein Taxifahrer..."

"Hier müssen wir rechts"
"Aber die Berolinastraße liegt links"
"Hören Sie mal, ich bin zwar kein Taxifahrer, aber ich werde doch noch wissen, wo ich wohne."

Ich bin dann zweimal links (für Besserwisser: Da gibt es einen breeiiten Mittelstreifen ;-)) gefahren und er war zu Hause.

"Ja, genau, hier muss ich hin." Kurze Pause. "Mann bin ich besoffen."

Freitag, 15. Oktober 2010

F o L

Eigentlich wollte ich ja zu diesem Thema nichts machen. 
Zwei Bilder des Festival of Lights will ich aber nun doch einstellen. Gestern Nacht war ich auf Fotosafari und wollte nach meinem Ausflug vor zwei Jahren in Mitte nun mal im Westen der Stadt ein paar nette Bilder machen. Aber entweder die machen aus Stromspargründen dieses Jahr gar nicht mit oder sie fangen später an. Oder sie denken, sie haben es nicht nötig.

Waren aber schon geschlossen, die Toiletten
(im Hintergrund das neue 5 Sterne Hotel Waldorf Astoria)

Und am Potsdamer Platz - oh, Fahrräder - bei Nacht - mit Licht.

Mehr mache ich aber wirklich nicht. Versprochen. Die Medien und Blogs sind voll davon.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Top-Hundert der Berliner Blogs

Uups, das cab-log hat es diesmal knapp verpasst unter die Top-Hundert der Berliner Blogs zu kommen.
Wie konnte das passieren?

(Kleiner Scherz am Rande)

Realstadt


Kleiner Rundflug über Berlin gefällig?


Dieses etwas verwackelte Video habe ich gestern in der Ausstellung Realstadt im Kratftwerk Mitte aufgenommen. Ein toller Veranstaltungs- und Ausstellungsort. Eine richtige Herausforderung an die Kreativität von Ausstellungsgestaltern. Schon im "Foyer" ein echtes Highlight. Eine kleine Cafeteria, erstellt aus lauter Getränkekisten.

 

Kurz hatte ich mal überlegt, aus manchen Exponaten Bilderrätsel zu machen. Wer erkennt seine Heimatstadt anhand der Modelle? Zum Beipiel dies hier:

 
 Oder dieses:

 Dieses?
Na ja, das ist einfach

Aber lassen wir das. Die Auflösungen gibt es in meinem Picasa-Album. Dort habe ich ganz, ganz viele Bilder eingestellt. Und bei den meisten Fotos dort ist es mir gelungen, nach dem Modell die Beschreibung desselben zu fotografieren.
Mein persönliches Fazit: Eine sehr nette Ausstellung in einer sensationellen Location. Kann ich nur jedem an's Herz legen.


Dienstag, 12. Oktober 2010

Reflexionen

Habe ich es nicht schön geputzt, mein Taxi?

Auto des Tages (13) Currywurst

Ja, das gibt es wirklich. Ein Currywurstmuseum.
Mit diesem Fahrzeug, das ich oft an der Ecke Friedrichstr./Zimmerstr. sehe, wird für das Museum geworben.

Montag, 11. Oktober 2010

Laufen und Stauen

Ich habe es aufgegeben mitzuzählen, wie viele Laufveranstaltungen dieses Jahr weiträumige Straßensperrungen in Berlin notwendig machten.
Aber ein 10-Kilometerlauf, am 10.10.10, mit Startschuss, ja, genau um 10 Uhr 10 ist doch wohl der Gipfel der Originalität. Noch alles im grünen Bereich bei euch im Bereich Lauf- und Renn-Veranstalter?

Immerhin haben die Straßensperrungen aus einer Fahrt von Mitte zur Art Forum am Messegelände 3 €uro mehr gebracht als eigentlich notwendig.

In-te-griert

Ein Kollege mailte mir nachts noch seine Bilder, die er auf dem Oranienplatz anlässlich des Fußballspiels D - TUR (Link Berliner Morgenpost) gemacht hatte. Ganz in alter Macho-Manier hat er sich die hübschesten weiblichen Fans der türkischen Nationalmannschaft ausgesucht und das Ganze kommentiert mit der Bemerkung:
"Ach, wenn man doch nur die Siege im Fußball nach der Schönheit der Fans vergeben könnte..."

Am frühen Samstagmorgen ein Fahrgast zu mir:

"Haben Sie das Spiel gestern gesehen?"
"Nee, bin leider schon in der ersten Hälfte eingeschlafen."
"Ich wollte eigentlich gestern zum Oranienplatz, habe ich leider nicht mehr geschafft."

Ich erzählte von den Bildern, die ich geschickt bekommen hatte und auch vom dazugehörigen Kommentar.
"Klar, viele von denen sehen ja mit Kopftuch um Klassen besser aus als die Merkel ohne."
YMMD.

Passend zum Thema, erzählte mir mittags dann eine ältere Dame etwas schwärmerisch von einer Taxifahrt mit einem türkischen Kollegen. Hastig fügte sie aber hinzu:
"Das war aber ein Integrierter."
 Mann, Mann, Mann. Ein integrierter Taxifahrer. Wo gibt's denn sowas?

Freitag, 8. Oktober 2010

Deutschland vs Türkei

In diesem Video ist ja alles drin:
Berlin, Kreuzberg, Fußball, Hertha BSC, Bayern München, Taxi.

Thomas Helmer und Yildiray Bastürk im Taxi und Gespräch über das heute im Berliner Olympia-Stadion stattfindende Spiel Deutschland gegen die Türkei.

Ich wünsche uns allen heute Abend ein schönes Spiel.
Das Video habe ich hier gefunden.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Die Thusnelda-Allee

Ich wusste gar nicht, dass man mit einer so kurzen Straße so viele Zeichen verbraten kann.

"Die Thusnelda-Allee hat eine Länge von 50 Metern. Das wären, wenn man sie – toupiertes Haupt an High Heels – hintereinanderlegen würde, ungefähr 27 Tussen oder auch 500 germanische Bierkrüge oder ein halber Kirchturm"
Weiterlesen im Tagesspiegel.

Eine Schreibe, wie ich sie mag.

Die Thusnelda-Allee liegt hier und man kann die beim Taxifahren durchaus mal gebrauchen. Man kann es aber auch sein lassen.

Montag, 4. Oktober 2010

Mitgehört (12)

"Seit du Vater bist, hast du dich zum Arschloch entwickelt."

Von einem Kumpel zum anderen.

Samstag, 2. Oktober 2010

Ein ganz normaler Arbeitstag


Ein ganz normaler Arbeitstag:

Einen Blinden in's Museum gefahren.

Solange im Geldbeutel gewühlt, bis der Spanier bei einer 6,80€ Tour und gegebenen 7 € sagte: "Keep the Rest".

Dem Holländer eine Quittung über den Fahrpreis zum Puff ausgestellt.

Einem dieser schnöseligen Limousinenfahrer den falschen Weg zu einem Hotel erklärt.

Also alles im normalen Bereich.

Freitag, 1. Oktober 2010

$ 2.50 Initial Charge

Ob dieser NY Taxitarif noch gilt?

Und wo ich den herhabe?
Gesehen in Kreuzberg
Und diese Meldung passt da ganz gut.

Donnerstag, 30. September 2010

Geht auch als vornehm durch, meine Arbeitstasche

Es ist schon ein bisschen her, aber gerade ist sie mir wieder eingefallen, die Geschichte mit der Umhängetasche.

Das hier ist meine Tasche, die ich beim Taxifahren immer dabei habe. Erstanden habe ich sie mal über Payback-Punkte beim Diesel-Dealer meiner Wahl. Und sie liegt dann immer im Kofferraum.
Da stiegen vor einem sehr vornehmen Hotel drei sehr gut gekleidete Herren ein und beim Verstauen deren (ebenfalls vornehmen) Gepäcks fiel mir auf, dass einer der Herren genau die gleiche Tasche hatte wie ich.
"Da müssen wir aber beim Ausladen aufpassen, dass Sie die richtige mitnehmen." sagte ich noch zum dazugehörigen Herrn. Es waren wirklich noble Herren, die da mit mir zum Flughafen fuhren. Ich konnte es mir aber doch nicht verkneifen, beim Ausladen laut und deutlich, für alle Anwesenden hörbar, zum Besitzer zu sagen: "Payback, Aral-Shop? Da habe ich meine auch her."

Zur Vorsicht habe ich mal nach dieser Marke gegoogelt.
Nein, diese Tasche hat nichts mit Ferrari zu tun, sondern hiermit.

Mittwoch, 29. September 2010

Fundsache (2)

Neuigkeiten zur Fundsache.

Unkenntlichmachung und Hervorhebungen von mir
Klicken macht lesbar.

Ich hätte mich tatsächlich über ein Danke schön und eine Tafel Schokolade gefreut. Gar nichts zu hören von der Verliererin finde ich schon etwas armselig. Vor allem, wenn man bedenkt, welche Lauferei ihr erspart wurde, die ganzen Plastikkarten wieder alle neu zu erwerben. Es bleibt jetzt mir überlassen, meine 2,50 € einzuklagen.

Hoffentlich hält der länger

Aah, Cheffe hat Geld investiert.
Ich weiß nicht, wie das versicherungstechnisch gelaufen ist, aber ich habe wieder einen W212 zur Verfügung. Schön!

Dienstag, 28. September 2010

Augenkontakte

Schon im Anrollen habe ich sie gesehen - in Massen strömten sie aus den Hallen, die Genossen der SPD von ihrem Bundesparteitag. Sehr viele von ihnen mit diesen kleinen Rollköfferchen, bei denen das Herz des Taxifahrers gleich ein bisschen höher schlägt. Flughafen? Nein, sie gingen alle an mir vorbei Richtung U-Bahn. ALLE. Nanu, haben die kein Geld mehr bei der SPD? Bis jetzt lief das doch erste Sahne hier. Man wurde ja schon etwas nervös, wenn man dort mal länger als eine Minute auf einen Fahrgast warten musste.
Eine -äusserst attraktive- Dame aber scherte dann aus der Masse aus und setzte sich zu mir in's Taxi.

"Ich habe schon befürchtet, die brauchen jetzt alle kein Taxi"

"Ich habe doch schon von Weitem extra Augenkontakt mit Ihnen aufgenommen, damit sie mir nicht davon fahren."

"Augenkontakt? Das habe ich nicht mitgekriegt."

"Das haben Sie nicht mitgekriegt? Was ist los mit den Berliner Männern?"
und war sich ihrer Wirkung durchaus bewusst.

Oh Mann, ich glaube, ich werde wirklich alt.

Und diese nette Dame erzählte mir noch die Geschichte ihrer Fahrt zum Parteitag. Morgens am Hauptbahnhof sei sie in ein Taxi gestiegen. Die Fahrt endete am Potsdamer Platz vor einer Absperrung mit einem völlig erstaunten Fahrer, der tatsächlich nicht gewusst haben wollte, dass Berlin-Marathon ist.
Also so was von dämlich!

SPD tut was für den Mindestlohn (der Taxifahrer)

Dass der Marathontag zum Schluss mit einem überragenden Ergebnis endete, lag nur zum Teil am Marathon selbst. Einen großen Teil hatte auch das Organisationstalent der Sozialdemokratischen Partei Deutschland dazu beigetragen. Die hatten doch tatsächlich ihren Bundesparteitag auf den Marathontag gelegt! Unglaublich dämlich. Zum einen gab es laut Auskunft der Delegierten so gut wie keine Hotelzimmer mehr in der Stadt und zum anderen hatten die so den Kopf voll, ihre Tagungsstätte in der Luckenwalder Straße in Kreuzberg ob der vielen Straßensperrungen überhaupt zu erreichen.
Ein Kollege hatte durchgesagt, dass in der Luckenwalder gleich eine Veranstaltung zu Ende ginge und dass da ein paar Wagen gebraucht würden. Normalerweise jetzt nichts, weshalb es mich durch die halbe Stadt treiben würde. Aber mein Marathonläufer mit Fahrziel Möckernstr. hatte mich ja schon in diese Ecke gebracht. Dann kann man auch mal nachschauen, was das für eine Veranstaltung ist.
Und hoppla, die SPD hatte da mächtig aufgefahren. Die Menschen strömten nur so aus dem Gebäude und Taxen standen fast gar keine rum.
Zwei Minuten später hatte ich meine ersten Genossen im Auto. Ob der Weg Richtung Rathaus Neukölln wieder frei sei, fragten sie. Ja, war er. Inzwischen waren die Sperrungen im Raum Kreuzberg wieder aufgehoben. Sie hatten in ihrer Verzweiflung ob der ganzen Absperrungen ihr Auto dort irgendwo geparkt und sind mit der U-Bahn weitergefahren.

Das lief dann dort in der Station-Berlin wie am Fließband. Viermal hintereinander (rekordverdächtig) für jeweils knappe 10 € Menschen zum Hauptbahnhof gefahren, einmal zum Potsdamer Platz, einmal zum Hotel Schweizer Hof und zum Schluss sogar weit in den Prenzlauer Berg, mit einem Delegierten, der sich als Linker in der SPD bezeichnete und mit dem ich sehr viel Gesprächsstoff über das S in seinem Parteinamen hatte. Und das alles völlig ohne Wartezeiten. Hinfahren und einladen.
So um die 80 € in ein bisschen mehr als zwei Stunden. Auch rekordverdächtig.
Ein Hoch auf das geniale Timing der Genossen.
Abgerundet wurde der Tag noch durch eine Winkertour von 13 € in die Nähe meiner Ablöse.

Montag, 27. September 2010

Mein erster Marathon

Ja, wie die Überschrift schon sagt, ich bin meinen ersten Marathon gefahren. Ich hatte mir vorher ein paar strategische Punkte ausgesucht, von denen aus man die meisten üblichen Fahrziele erreichen kann. Das war wohl anfangs ein Fehler. Den ganzen Vormittag über stand ich ziemlich dämlich in der Gegend rum. Und wenn ich Fahrten hatte, alles kein Problem. Die Umwege, die man fahren musste, waren minimal. Ich hatte ja viel gehört über den tollen Umsatz, den man da machen könne und habe auch am Rande mitgekriegt, wie solche Gerüchte zustande kommen. Da hat z.B. ein Fahrer seinem Fahrgast rund 60 € abgeknöpft für eine Fahrt von Tegel zum Hotel West-Inn. Das wäre auch am Marathontag für unter 20€ zu machen gewesen. Halsabschneider! Mir war in erster Linie eigentlich langweilig.

Nur einmal musste ich einem Fahrgast für eine, eigentlich sogar sehr kurze Strecke, einen sehr hohen Betrag abknöpfen. Und das war ein - Marathonläufer. Als sich das Läuferfeld nach mehreren Stunden sehr auseinander gezogen hatte und nur noch die letzten auf der Strecke waren, winkte mich ein einzelner Herr in der Wilhelmstraße, nördlich der Leipziger rechts ran.
"Bitte zum Liquidrom."
Schon von weitem war zu erkennen, dass die Leipziger Straße noch abgesperrt war und so wies ich ihn darauf hin, dass das Objekt seiner Begierde zwar nur so knapp 2 Kilometer entfernt sei, aber auf der anderen Seite der Absperrung liege. Und auch, dass ich da einen Weg wüsste, dahin zu kommen, der aber unverhältnismäßig teuer sei.
"Zwei Kilometer? ICH BIN GERADE 42 KILOMETER GELAUFEN. Was würde denn der andere Weg kosten?" "Schätze mal so 13-14 €." "Okay, machen wir."
Soll ich jetzt mal meine gefahrene Strecke als Rätsel für die Berliner Ortskundigen machen? Hat genau 14 € gekostet. Und sogar Google-Maps weigert sich diese Strecke so zu fahren.

Dass der Arbeitstag dann doch noch ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis gebracht hat, lag aber an was ganz anderem. Davon dann morgen mehr.

Rollschuh fahren

Wieder einmal hat es mich erwischt. Als Erster an der Absperrung schaffte ich es gerade nicht mehr, wie geplant Feierabend zu machen. An der Jannowitzbrücke war Schluss. Ich hätte nur noch über die Brückenstr. rübergemusst.
Und so weiter und so fort. Das ging so fast eine dreiviertel Stunde lang.

Wenn mir einer von denen mitten in der Nacht in einer dunklen Ecke über den Weg laufen würde... nichts wie weg.
Auf die Gefahr hin, mich bei dem/r einen oder anderen Leser/in unbeliebt zu machen: Ist das eigentlich Grundvorraussetzung, sich so beschissen zu kleiden, um Skater/in zu sein?

Freitag, 24. September 2010

Unendliche Weiten

Ich habe mich früher schon immer gewundert, was so viele Menschen an die Ostseite des ehemaligen Flughafens Tempelhof getrieben hat. Da standen immer sehr viele Passanten auf dem Radweg in der Oderstraße in Neukölln und haben auf das Flugplatzgelände gestarrt, ohne dort irgendwelche Aktivitäten wie startende oder landende Flugzeuge beobachten zu können. Bis mir jemand dieses Phänomen erklärt hat. Die entspannen die Augen. Als Großstädter hat man selten mal so ein richtig freies Blickfeld. Irgendwo ist immer was im Weg. Häuser, Fabriken, im Park die Bäume. Ob bewusst oder unbewusst, die haben versucht, sowas ähnliches wie "Horizont zu sehen".
Nach der Schließung des Flughafens und einigen Querelen um die Öffnung des Geländes für die Bevölkerung, ist es jetzt nicht mehr nötig, sich an den Zäunen entlang des ca. 300 ha (Die Angaben gehen hier auseinander, im Park selbst steht 380 ha. Zum Vergleich, der bisher größte Park Berlins, der Tiergarten ist nur 210 ha groß.) großen Flugplatzgeländes herumzutreiben. Ohne jetzt auf die näheren Umstände einer längerfristigen Planung und Gestaltung dort eingehen zu wollen - ich war gestern zum ersten Mal dort. Und habe natürlich ein paar Bilder mitgebracht.

Keine spektakulären Fotos - Einfach Augen "entspannen"

Ein seltsames, aber mir bekannt vorkommendes Gefühl hatte ich da gestern. Aber woher kenne ich es? Dann fiel es mir wieder ein. So ähnlich ging es mir, als ich zum ersten Mal eine Wattwanderung machte. Nichts als der Untergrund, auf dem man geht und als Schnittkante der Himmel.
Und der Park wird sehr gut angenommen. Radfahrer, Jogger, Skater, Softballspieler, Spaziergänger, alle tummeln sich dort, ohne dass man das Gefühl hat, irgendjemandem im Weg zu sein. Ein urbaner Park, darf man das so sagen?
Ich bin dafür, dass das genauso bleibt, wie es jetzt ist!

Mittwoch, 22. September 2010

Vollsperrung Schlesische Straße

Es hat schon wieder gekracht rund um's Schlesische Tor. Ich weiß, das wird langweilig. Aber ich veröffentliche das Bild jetzt trotzdem - weil - ganz genau an dieser Ecke hat meine geliebte XXXX ihr Leben gelassen.
Ich habe noch mehr Bilder des Unfalls und der Vollsperrung der Schlesischen Straße am Sonntag gemacht, da ich aber im Netz keine Meldung gefunden habe, was Verletzte und Geschädigte bei diesem Unfall anbelangt, werde ich sie nicht veröffentlichen. 

Aber es ist schon heftig, was in dieser Ecke so alles passiert.