Im Schwäbischen gibt es eine Redewendung:
"Doa isch dr joa dr Rotz dr Berg nuff g'laufa."
Diesen Ausdruck verwendet man, wenn man sagen will, dass da jemand aussergewöhnlich viel Glück hatte.
So erging es mir am Ostersonntag. Schon vor Arbeitsbeginn ging es los. Ich war noch am Einrichten und Anmelden, da klopfte es an die Seitenscheibe. Ein schüchterner junger Mann fragte in einer englischähnlichen Sprache, ob ich zu haben zu sei (als Taxifahrer natürlich) und hatte eine 15 Euro Fahrt zu bieten.
Das ging den ganzen Tag so weiter. Egal wo ich mich hinstellte, ich war in Nullkommanichts wieder unterwegs. Gegen meine Gewohnheiten war ich um 9 Uhr noch am Ostbahnhof anzutreffen und kriegte eine Fahrt nach SXF (30€). Sogar mein anschließendes Anstellen am O-Bhf war nach 10 Minuten von Erfolg gekrönt. Eine verirrte spanische Reisegruppe mit ca. 40- 50 Personen mischte da den Taxistand auf. Die nahmen sich alle eine Taxe in ein Hostel in der Lehrter Str., das sich nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt befindet. Eigentlich hätten die alle mit der S-Bahn bequem dorthin finden können. Aber über sowas diskutiert man als Taxler natürlich nicht.
Endergebnis dieser Schicht war ein sehr erfreulicher Gesamtumsatz.
Was aber den Ostermontag anbelangt, da muss ich mal rauskriegen, wie der schwäbische Ausdruck für "Pechvogel des Tages" lautet.
Vor und hinter mir sind die Kollegen nach Schönefeld und Tegel gefahren. Für mich blieb nur der Kleinscheiss.
Dienstag, 26. April 2011
Montag, 25. April 2011
Fahrstuhl putt
Hauruck
Mit vereinten Kräften und vollem Körpereinsatz
Und warum der ganze Aufwand?
Da waren Menschen drin.
Anstatt da mal einen Zettel ranzuhängen "Fahrstuhl defekt" ließ die BVG heute jede Menge Rollstuhlfahrer und Kinderwagenbesitzer mit ratlosen Gesichtern zurück.
Freitag, 22. April 2011
Israel 2011
Keine Angst, das wird hier kein Reiseblog werden. Aber so eine kleine Reisebeschreibung unseres Urlaubs kann ich mir nicht verkneifen. Ich schildere die einzelnen Stationen unserer Reise ganz kurz, aber mit ganz vielen Links zu meinem Picasa-Alben. Nicht alle auf einmal anschauen, das wird höllisch langweilig.
Tel Aviv, eine moderne, junge und lebendige Stadt. Slalomlaufen zwischen Hundekacke, Radfahrerrüpel auf dem Gehweg gegen die Fahrtrichtung und ohne Licht, Kampfgeschwader an Kinderwagenrambos, zwangloses Schlendern mit 'ner Flasche Bier in der Hand. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Obwohl diese Schilderung sich jetzt eher negativ anhört, wir haben uns da sehr wohl gefühlt. ;-)
Nach drei Tagen ging es weiter nach Jerusalem. Ich will jetzt nicht unbedingt sagen, dass Jerusalem das Gegenteil davon ist, aber mir ging nach zwei Tagen dieser religiöse Schmelztiegel etwas auf den Keks. Ist aber trotz allem eine sehr schöne und interessante Stadt.
(Aus Jerusalem habe ich auch noch Geschichten vom dortigen Taxifahren zu erzählen.)
Weiter ging es dann über das Kibbuz Sde Boqer Wikipedia (Begräbnisstätte von Ben Gurion und seiner Frau), weil es da schon schöne Blicke auf die Negev Wüste geben soll. Gab es auch.
Noch am gleichen Tag weiter nach Mizpe Ramon, unsere nächste Übernachtung. Dort am "Großen Krater" wieder wie wild fotografiert. Ach, ich liebe die Wüste!
Über eine atemberaubend schöne Strecke durch die Negev Wüste (habe ich schon mal erwähnt, dass ich die Wüste liebe?) zur südlichsten Stadt Israels. Eilat am Roten Meer. Ist schnell abgehandelt. Sowas wie das Mallorca für Israelis. Wir haben uns einen Tag lang im Unterwasser Observatorium herumgetrieben, abends eine leckere Portion Shawarma gegessen und das war's dann auch schon.
Nach einem Abstecher in den Timna-Nationalpark, ein weiteres wunderschönes Stück Wüste, dann ...
Meereswechsel. Vom Rotem zum Toten Meer. Einen Tag lang bei 35°C sonnen (Schatten) und faulenzen. Und auf dem Meer rumliegen.
Nächste und zugleich letzte Station, Arbel bei Tiberias am See Genezareth.
Von dort aus haben wir Tagesausflüge gestartet. Eine Tour rund um den See, einen Ausflug nach Akko (Acre), einen Besuch in Haifa und eine Tour zu den Grotten von Rosh Hanikra. Alles wieder am Mittelmeer.
Kleines Resumé:
Obwohl es manchmal ein bisschen nervig ist, ständig seinen Pass zur Hand haben zu müssen und ständig Menschen zu begegnen, die schwerbewaffnet auf der Straße schlendern, möchte ich betonen, dass Israel ein sehr, sehr schönes Land ist. Und natürlich wirkt es gerade für Berliner etwas befremdlich immer wieder Grenzen innerhalb des Landes passieren zu müssen (z.B. von Jerusalem nach Bethlehem 5km). Wir sind ja froh, das inzwischen nicht mehr zu müssen. Als Tourist kommt man da zwar ohne Probleme durch, als Palästinenser nur mit besonderer Reisegenehmigung.
Warum Menschen unsere Reise als gefährlich eingestuft haben, ist für uns nicht nachvollziehbar. Okay, der Aufenthalt in der Nähe des Gaza-Streifens ist nicht empfehlenswert und auch nicht der in den Siedlungen um Hebron und im Golan bzw. den Bussen dahin. Aber wo das Problem mit Rest Israel sein soll, das hat schon was von Desinformiertheit.
Individual-Reisende wie uns haben wir übrigens nur ganz selten getroffen. Das Gros des Tourismus findet durch Reisegruppen statt.
Jedenfalls kann ich Israel als Reiseziel nur sehr empfehlen.
Tel Aviv, eine moderne, junge und lebendige Stadt. Slalomlaufen zwischen Hundekacke, Radfahrerrüpel auf dem Gehweg gegen die Fahrtrichtung und ohne Licht, Kampfgeschwader an Kinderwagenrambos, zwangloses Schlendern mit 'ner Flasche Bier in der Hand. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Obwohl diese Schilderung sich jetzt eher negativ anhört, wir haben uns da sehr wohl gefühlt. ;-)
Nach drei Tagen ging es weiter nach Jerusalem. Ich will jetzt nicht unbedingt sagen, dass Jerusalem das Gegenteil davon ist, aber mir ging nach zwei Tagen dieser religiöse Schmelztiegel etwas auf den Keks. Ist aber trotz allem eine sehr schöne und interessante Stadt.
(Aus Jerusalem habe ich auch noch Geschichten vom dortigen Taxifahren zu erzählen.)
Weiter ging es dann über das Kibbuz Sde Boqer Wikipedia (Begräbnisstätte von Ben Gurion und seiner Frau), weil es da schon schöne Blicke auf die Negev Wüste geben soll. Gab es auch.
Noch am gleichen Tag weiter nach Mizpe Ramon, unsere nächste Übernachtung. Dort am "Großen Krater" wieder wie wild fotografiert. Ach, ich liebe die Wüste!
Über eine atemberaubend schöne Strecke durch die Negev Wüste (habe ich schon mal erwähnt, dass ich die Wüste liebe?) zur südlichsten Stadt Israels. Eilat am Roten Meer. Ist schnell abgehandelt. Sowas wie das Mallorca für Israelis. Wir haben uns einen Tag lang im Unterwasser Observatorium herumgetrieben, abends eine leckere Portion Shawarma gegessen und das war's dann auch schon.
Nach einem Abstecher in den Timna-Nationalpark, ein weiteres wunderschönes Stück Wüste, dann ...
Meereswechsel. Vom Rotem zum Toten Meer. Einen Tag lang bei 35°C sonnen (Schatten) und faulenzen. Und auf dem Meer rumliegen.
Nächste und zugleich letzte Station, Arbel bei Tiberias am See Genezareth.
Von dort aus haben wir Tagesausflüge gestartet. Eine Tour rund um den See, einen Ausflug nach Akko (Acre), einen Besuch in Haifa und eine Tour zu den Grotten von Rosh Hanikra. Alles wieder am Mittelmeer.
Kleines Resumé:
Obwohl es manchmal ein bisschen nervig ist, ständig seinen Pass zur Hand haben zu müssen und ständig Menschen zu begegnen, die schwerbewaffnet auf der Straße schlendern, möchte ich betonen, dass Israel ein sehr, sehr schönes Land ist. Und natürlich wirkt es gerade für Berliner etwas befremdlich immer wieder Grenzen innerhalb des Landes passieren zu müssen (z.B. von Jerusalem nach Bethlehem 5km). Wir sind ja froh, das inzwischen nicht mehr zu müssen. Als Tourist kommt man da zwar ohne Probleme durch, als Palästinenser nur mit besonderer Reisegenehmigung.
Warum Menschen unsere Reise als gefährlich eingestuft haben, ist für uns nicht nachvollziehbar. Okay, der Aufenthalt in der Nähe des Gaza-Streifens ist nicht empfehlenswert und auch nicht der in den Siedlungen um Hebron und im Golan bzw. den Bussen dahin. Aber wo das Problem mit Rest Israel sein soll, das hat schon was von Desinformiertheit.
Individual-Reisende wie uns haben wir übrigens nur ganz selten getroffen. Das Gros des Tourismus findet durch Reisegruppen statt.
Jedenfalls kann ich Israel als Reiseziel nur sehr empfehlen.
Auflösung Bilderrätsel (22)
Schade, niemand ist drauf gekommen.
Ich fand es eigentlich ganz einfach.
Gesucht war der Begriff "Der Nabel der Welt"
Und hier nehmen wir die Grabeskirche in Jerusalem.
Wikipedia
Ich fand es eigentlich ganz einfach.
Gesucht war der Begriff "Der Nabel der Welt"
Und hier nehmen wir die Grabeskirche in Jerusalem.
"An dieser Stelle befand sich nach mittelalterlicher christlicher Auffassung der Nabel der Welt."
Wikipedia
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Auflösung
Donnerstag, 21. April 2011
Bilderrätsel (22) Tipp
Okay, das war wohl doch zu schwer.
Also hier jetzt weitere Hilfen:
Jeder Mensch hat einen davon und so manche Zeitgenossen halten sich dafür (Psychologie).
Größenwahnsinnige Städte und Regionen bezeichnen sich mit diesem "Titel". (Geografie)
Das Foto wurde in einer christlichen Kirche in Jerusalem aufgenommen.
Endgültig aufgelöst wird dann morgen.
Also hier jetzt weitere Hilfen:
Jeder Mensch hat einen davon und so manche Zeitgenossen halten sich dafür (Psychologie).
Größenwahnsinnige Städte und Regionen bezeichnen sich mit diesem "Titel". (Geografie)
Das Foto wurde in einer christlichen Kirche in Jerusalem aufgenommen.
Endgültig aufgelöst wird dann morgen.
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Rätsel
Mittwoch, 20. April 2011
Bilderrätsel (22)
Zurück von einem der interessantesten (weitere Adjektive werden in einer kleinen Reisebeschreibung folgen, das dauert aber noch ein bisschen) Urlaube, die ich je gemacht habe, könnte ich jetzt Rätsel veranstalten bis der Arzt kommt.
Schon beim Fotografieren des folgenden Bildes war mir klar, das musst du bringen.
Das kann man so natürlich nicht wissen, deshalb eine Hilfestellung:
Dieser Begriff wird sowohl in der Psychologie als auch in der Geografie verwendet, bei Wikipedia gibt es dazu sieben Einträge und dieses Bild entstand in einer religiösen Stätte.
Viel Spaß beim Rätseln.
Ich schalte die Kommentare wieder auf Moderation. Aufgelöst wird dann morgen im Laufe des Tages.
Hier ein weiterer Tipp
Schon beim Fotografieren des folgenden Bildes war mir klar, das musst du bringen.
Welcher Begriff wird hier symbolisiert?
Und wo genau steht diese Schale?
Das kann man so natürlich nicht wissen, deshalb eine Hilfestellung:
Dieser Begriff wird sowohl in der Psychologie als auch in der Geografie verwendet, bei Wikipedia gibt es dazu sieben Einträge und dieses Bild entstand in einer religiösen Stätte.
Viel Spaß beim Rätseln.
Ich schalte die Kommentare wieder auf Moderation. Aufgelöst wird dann morgen im Laufe des Tages.
Hier ein weiterer Tipp
Mittwoch, 30. März 2011
Vom Flughafen ins Hotel
Route nach Ben Yehuda 87, Tel Aviv-Yafo, Israel
- 27 MinutenRoute 123,3 km
Flughafen Ben Gurion (TLV) Ben-Gurion Airport, Israel |
| 1. Richtung Nordwesten | ||
150 m | ||
| 2. Im Kreisverkehr zweite Ausfahrt (Rimon/ | ||
400 m | ||
| 3. Bei דרך אקליפטוס links abbiegen | ||
750 m | ||
| 4. Weiter auf שדרות התעופה | ||
1,1 km | ||
| 5. Links halten, um auf שדרות התעופה zu bleiben | ||
1,2 km | ||
| 6. Bei Gabelung links halten und in Route 1 einfädeln | ||
14,7 km | ||
| 7. Auf Ayalon North/ | ||
1,5 km | ||
| 8. Bei Ausfahrt HaShalom Interchange-מחלף השלום Richtung Giv'at HaTahmoshet/ | ||
350 m | ||
| 9. Bei Giv'at HaTahmoshet/ | ||
350 m | ||
| 10. Weiter auf Eliezer Kaplan/ | ||
800 m | ||
| 11. Weiter auf Dizengoff/ | ||
1,0 km | ||
| 12. Dizengoff/ | ||
220 m | ||
| 13. Bei Frishman/ | ||
500 m | ||
| 14. Bei Ben Yehuda/ | ||
350 m |
Ben Yehuda 87 Tel Aviv-Yafo, Israel Wir feuen uns auf einen spannenden Urlaub und sind diesmal sogar etwas aufgeregt. Notiz an mich selbst: Nicht vergessen bei דרך אקליפטוס links abbiegen. |
Montag, 28. März 2011
Aufmerksamkeits Helfer
Der über Google und andere Suchmaschinen am häufigsten gefundene Artikel hier im Blog ist mit großem Abstand dieser hier. Meistens über die Suchwörter "mercedes display kaffeetasse" oder ähnliche Kombinationen.
Nun gibt es einen neuen Werbespot von Mercedes, der genau diese Kaffeepause zum Thema hat.
Nun gibt es einen neuen Werbespot von Mercedes, der genau diese Kaffeepause zum Thema hat.
(Was hätte man aus dieser "Story" machen können. Dieser so dämlich grinsende Typ. Brrr.)
Man lasse die Eingangsszenerie. Einer der beiden tanzenden Männer schaut die junge Frau an, folgt ihrem Blick zur Kaffetasse. Beide Tänzer gehen zum Tresen, polieren ihn kurz sauber, legen vielleicht noch ein Lätzchen dazu. Sie geht auch zur Tasse und einer beiden Tänzer sagt dann den Satz: "Auch Attention Assist?" Aber nein, die packen da noch diesen Schnösel mit rein.
Weitere Drehbuch-Alternativen?
Man lasse die Eingangsszenerie. Einer der beiden tanzenden Männer schaut die junge Frau an, folgt ihrem Blick zur Kaffetasse. Beide Tänzer gehen zum Tresen, polieren ihn kurz sauber, legen vielleicht noch ein Lätzchen dazu. Sie geht auch zur Tasse und einer beiden Tänzer sagt dann den Satz: "Auch Attention Assist?" Aber nein, die packen da noch diesen Schnösel mit rein.
Weitere Drehbuch-Alternativen?
Sonntag, 27. März 2011
Unter Kollegen
Die Diskussion unter den Kollegen ging um die CSU Politiker Horst Seehofer und Hans-Peter Friedrich.
"Auf der Brust den Bundesadler, am Sack das Hakenkreuz."
Kollege Hans, you made my day.
"Auf der Brust den Bundesadler, am Sack das Hakenkreuz."
Kollege Hans, you made my day.
Donnerstag, 24. März 2011
Nichts mit Sync
Ich weiss, es ist noch ein bisschen zu früh (nicht die Tageszeit, sondern überhaupt) für diese Frage. Aber hat denn jemand schon Erfahrungen gesammelt mit der neuen Sync-Funktion vom Firefox 4?
Gestern habe ich den Firefox 4 bei mir auf dem Rechner installiert. Schick finde ich die Funktion, mit der ich alle meine Einstellungen bei Firefox vom Desktop-Computer auch auf meinem Galaxy GT-19000 haben kann. Also erstmal Sync-Schlüssel geholt und weiter zur Anleitung
Leider:
Das Telefon steht eindeutig auf der Liste der unterstützten Geräte.
Was klemmt denn da?
Jemand 'ne Ahnung?
Update 30.03.2011
Inzwischen hat es geklappt.
Allerdings über eine andere Download-Seite:
http://www.mozilla.com/de/m/
Gestern habe ich den Firefox 4 bei mir auf dem Rechner installiert. Schick finde ich die Funktion, mit der ich alle meine Einstellungen bei Firefox vom Desktop-Computer auch auf meinem Galaxy GT-19000 haben kann. Also erstmal Sync-Schlüssel geholt und weiter zur Anleitung
Leider:
Das Telefon steht eindeutig auf der Liste der unterstützten Geräte.
Was klemmt denn da?
Jemand 'ne Ahnung?
Update 30.03.2011
Inzwischen hat es geklappt.
Allerdings über eine andere Download-Seite:
http://www.mozilla.com/de/m/
Mittwoch, 23. März 2011
Dienstag, 22. März 2011
Mehr als nur Hoffnung
Es ist alternativlos.
Er ist im Kommen, der Frühling. Heute den ersten Kaffee im Freien genossen.
Ich weiß, ich weiß, den Taxiumsätzen tut das nicht gut, meiner Seele allerdings schon.
Man kann halt nicht alles haben.
Ihr Taxifahrer informiert...
Wir standen an der wegen Baustelle verlegten Halte "Grand Hotel". Wie so oft, war sie mal wieder zugeparkt. Gerade mal zwei Taxen passten drauf und der Rest stand so ein bisschen wie Kraut und Rüben. Ich unterhielt mich mit einem Kollegen über dieses Mysterium des Ignorierens von Verkehrsschildern. Der altgediente Kollege hatte aber etwas parat, das ich gerne weitergeben will. Er hat sich Zettelchen ausgedruckt, schön in Strafzettel-Rosa.
Mit Kfz-Kennzeichen, Datum, Uhrzeit ausfüllen und ab an die Windschutzscheibe damit.
Nachtrag:
Das Dokument gibt es auch als durchsuchbare PDF Datei.
Nachfrage bei Bedarf per e-mail.
Vorderseite
Rückseite
Mit Kfz-Kennzeichen, Datum, Uhrzeit ausfüllen und ab an die Windschutzscheibe damit.
Nachtrag:
Das Dokument gibt es auch als durchsuchbare PDF Datei.
Nachfrage bei Bedarf per e-mail.
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Montag, 21. März 2011
Das beste Trinkgeld aller Zeiten
Die folgende Geschichte klingt so unglaubwürdig, dass sie schon wahr sein muss. Ist sie auch, und ich kann es beweisen.
Wie immer von Anfang an.
Letzten Samstag stand ich als zweiter ziemlich abgegessen nachmittags um 16 Uhr am Checkpoint Charlie. Der Tag lief umsatzmässig so was von ätzend, und ich hatte gerade erst den Hunni eingefahren (natürlich war wieder der Sash dran schuld, den ich morgens noch getroffen hatte). Überraschend schnell ging dann doch die Beifahrertür auf und ein junger Mann mit deutlichem Schweizer Dialekt fragte, ob sie (3 junge Männer) denn bei mir einsteigen dürften, sie hätten keine Lust VW [Touran] zu fahren. Klar, sagte ich und dachte noch, es geht ja eh' nur zum Adlon oder so.
Überraschung:
"Zum GAT vom Flughafen Schönefeld bitte."
Na aber gerne, doch noch 'ne richtige Tour erwischt. Aber wo haben die denn sowas wie Gepäck?
Auf Nachfrage klärte sich der Sachverhalt. Die drei Jungs hatten einen Helikopterrundflug gebucht, den sie nun anzutreten gedachten. Wir unterhielten uns sehr nett und ich versuchte, ihnen die besondere Situation Berlins etwas näher zu bringen.
Dann kam der entscheidende Satz:
"Sagen Sie mal, haben Sie nicht Lust mitzufliegen? Wir haben noch einen Platz frei."
Ich hielt das zuerst für einen Scherz. Nein, die meinten das ernst. Da kam ich dann mächtig in's Grübeln. Ich würde wohl zu spät zur Ablöse kommen und überhaupt, kann man das denn annehmen? Ja, nein, ja!!! nein???? Und wie habe ich mich letztendlich entschieden?
Besonders originell der Pilot. Am Wendepunkt der kleinen Flugreise fragte er nur: "Links oder rechts rum? Genau wie der Taxifahrer im Zweifelsfalle. Irgendjemand sagte "Links."
Auf dass der Pilot so etwas wie einen Powerslide in der Luft, mit gleichzeitiger Abwärtsbewegung vollführte. So dass sich Berlin für unsere Augen und unser Gehirn einmal auf halb acht stellte. Aber allerseits blieb der Mageninhalt dort, wo er hingehört. Es wurde nur schlagartig völlig still im Hubschrauber.
Auch hier noch mal meinen herzlichen Dank an den edlen Spender der Tour.
Und wie immer gibt es noch jede Menge Bilder mehr auf meinem Picasa-Album
An die Ortskundigen: Viel Spaß beim Rätseln, wo ist das denn?
Ich empfehle die Vollbild Ansicht.
P.S.
Ich werde nie, nie, nie wieder behaupten, der Sash sei ein Unglücksbringer.
Wie immer von Anfang an.
Letzten Samstag stand ich als zweiter ziemlich abgegessen nachmittags um 16 Uhr am Checkpoint Charlie. Der Tag lief umsatzmässig so was von ätzend, und ich hatte gerade erst den Hunni eingefahren (natürlich war wieder der Sash dran schuld, den ich morgens noch getroffen hatte). Überraschend schnell ging dann doch die Beifahrertür auf und ein junger Mann mit deutlichem Schweizer Dialekt fragte, ob sie (3 junge Männer) denn bei mir einsteigen dürften, sie hätten keine Lust VW [Touran] zu fahren. Klar, sagte ich und dachte noch, es geht ja eh' nur zum Adlon oder so.
Überraschung:
"Zum GAT vom Flughafen Schönefeld bitte."
Na aber gerne, doch noch 'ne richtige Tour erwischt. Aber wo haben die denn sowas wie Gepäck?
Auf Nachfrage klärte sich der Sachverhalt. Die drei Jungs hatten einen Helikopterrundflug gebucht, den sie nun anzutreten gedachten. Wir unterhielten uns sehr nett und ich versuchte, ihnen die besondere Situation Berlins etwas näher zu bringen.
Dann kam der entscheidende Satz:
"Sagen Sie mal, haben Sie nicht Lust mitzufliegen? Wir haben noch einen Platz frei."
Ich hielt das zuerst für einen Scherz. Nein, die meinten das ernst. Da kam ich dann mächtig in's Grübeln. Ich würde wohl zu spät zur Ablöse kommen und überhaupt, kann man das denn annehmen? Ja, nein, ja!!! nein???? Und wie habe ich mich letztendlich entschieden?
Meine drei Gastgeber und der Pilot abflugbereit.
Gruß an Tower
Herrliches Wetter
Berlin aus 600 Metern Höhe...
...das ist schon eine obergeile Sache
Besonders originell der Pilot. Am Wendepunkt der kleinen Flugreise fragte er nur: "Links oder rechts rum? Genau wie der Taxifahrer im Zweifelsfalle. Irgendjemand sagte "Links."
Auf dass der Pilot so etwas wie einen Powerslide in der Luft, mit gleichzeitiger Abwärtsbewegung vollführte. So dass sich Berlin für unsere Augen und unser Gehirn einmal auf halb acht stellte. Aber allerseits blieb der Mageninhalt dort, wo er hingehört. Es wurde nur schlagartig völlig still im Hubschrauber.
Auch hier noch mal meinen herzlichen Dank an den edlen Spender der Tour.
Und wie immer gibt es noch jede Menge Bilder mehr auf meinem Picasa-Album
An die Ortskundigen: Viel Spaß beim Rätseln, wo ist das denn?
Ich empfehle die Vollbild Ansicht.
P.S.
Ich werde nie, nie, nie wieder behaupten, der Sash sei ein Unglücksbringer.
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Sonntag, 20. März 2011
Kissenschlacht Flashmob am Brandenburger Tor
Was für ein Wochenende. Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll. Vielleicht hiermit.
(Fotos folgen vielleicht noch)
Ein Heidenspaß für viele. Nicht so für die junge Frau mit der Allergie, die ich kurz darauf zum Flughafen gebracht habe. Ich hatte schon Bedenken, ob ihrer Hustenanfälle.
Den interessanteren Teil des WE gibt es morgen.
(Fotos folgen vielleicht noch)
Ein Heidenspaß für viele. Nicht so für die junge Frau mit der Allergie, die ich kurz darauf zum Flughafen gebracht habe. Ich hatte schon Bedenken, ob ihrer Hustenanfälle.
Den interessanteren Teil des WE gibt es morgen.
Freitag, 18. März 2011
Weltpolitik im Taxi
Am letzten Samstag hatte ich drei junge [Ironie an] südländisch aussehende [Ironie aus] Männer, die sich in ihrer Heimatsprache unterhielten, im Taxi. Ich verstand kein Wort, nur zwischendurch schnappte ich immer wieder den Begriff „Gaddafi“ auf. Ich fragte mal, ob sie denn Libyer wären. In ganz passablem Deutsch ging nun die Unterhaltung weiter. Ja, das seien sie.
Es war erst einen Tag her, dass Merkel sich zur Flugverbotszone über Libyen geäußert hatte. Man müsse abwarten, meinte sie.
Es stellte sich heraus, dass einer der Fahrgäste am Vortag noch in Tripolis war und da eine ganz andere Meinung hatte:
"Warten, auf was will sie warten? Bis die Luftwaffe dieses Diktators alle dort massakriert hat?"
Hm, so eine richtig fundierte Meinung habe ich zu diesem Thema nicht. Und das habe ich auch versucht zu erklären.
„Wenn Deutschland für diese Flugverbotszone plädiert, ist es ja nicht damit getan, ein oder zwei Flugzeuge dorthin zu entsenden, sondern faktisch bedeutet das eine Kriegserklärung an Libyen. Und ich bin nun mal ein absoluter Kriegsgegner.“
Sie hatten Verständnis für meine Position, aber:
„Wir wollen doch nur Freiheit und Demokratie. Wir wollen diesen Diktator los werden.“
Wir fuhren zu der Wohnung von einem der drei. Eigentlich fand ich die Diskussion äußerst interessant, aber leider war die Tour zu Ende und ich habe immer noch keine richtige Einstellung zu dem seit gestern vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Militäreinsatz gegen Libyen.
Einerseits finde ich diese Freiheitsbewegungen in den arabischen Ländern unterstützenswert, andererseits will ich nicht, dass noch mehr deutsche Truppen in anderen Ländern der Erde unterwegs sind.
(Die Diskussion zwischen mir und meinen Fahrgästen habe ich auf die wesentlichen Aussagen reduziert. Es war eine durchaus längere Tour, bei der mehr geredet wurde, als oben zitiert.)
Es war erst einen Tag her, dass Merkel sich zur Flugverbotszone über Libyen geäußert hatte. Man müsse abwarten, meinte sie.
Es stellte sich heraus, dass einer der Fahrgäste am Vortag noch in Tripolis war und da eine ganz andere Meinung hatte:
"Warten, auf was will sie warten? Bis die Luftwaffe dieses Diktators alle dort massakriert hat?"
Hm, so eine richtig fundierte Meinung habe ich zu diesem Thema nicht. Und das habe ich auch versucht zu erklären.
„Wenn Deutschland für diese Flugverbotszone plädiert, ist es ja nicht damit getan, ein oder zwei Flugzeuge dorthin zu entsenden, sondern faktisch bedeutet das eine Kriegserklärung an Libyen. Und ich bin nun mal ein absoluter Kriegsgegner.“
Sie hatten Verständnis für meine Position, aber:
„Wir wollen doch nur Freiheit und Demokratie. Wir wollen diesen Diktator los werden.“
Wir fuhren zu der Wohnung von einem der drei. Eigentlich fand ich die Diskussion äußerst interessant, aber leider war die Tour zu Ende und ich habe immer noch keine richtige Einstellung zu dem seit gestern vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Militäreinsatz gegen Libyen.
Einerseits finde ich diese Freiheitsbewegungen in den arabischen Ländern unterstützenswert, andererseits will ich nicht, dass noch mehr deutsche Truppen in anderen Ländern der Erde unterwegs sind.
(Die Diskussion zwischen mir und meinen Fahrgästen habe ich auf die wesentlichen Aussagen reduziert. Es war eine durchaus längere Tour, bei der mehr geredet wurde, als oben zitiert.)
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Mittwoch, 16. März 2011
Dienstag, 15. März 2011
Auto des Tages (14) Piaggio Ape
Der Piaggio Ape als Touristenstadtrundfahrtfahrzeug.
In die Kategorie Fragezeichen gehören für mich übrigens auch die hier.
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Montag, 14. März 2011
Zufälle gibt es
Der Herr stieg vorne ein und hatte noch das Handy am Ohr. Seine zwei Töchter hinten. Diese gaben das Fahrziel an, ein Café in Kreuzberg. Der Herr neben mir beendete sein Gespräch und ich konnte Klanglaute erkennen, die mich hellhörig machten. Ich wurde etwas hibbelig und vergaß sogar erstmal, den Taxameter anzumachen.
"Darf ich Sie fragen, woher Sie kommen? fragte ich.
"Wir sind aus Israel"
Volltreffer. Ich erzählte von unseren Reiseplänen.
"Oh, sehr schön. Das freut mich."
Natürlich hatte ich so einige Fragen, die sich uns aufgetan haben und so jetzt nicht unbedingt aus der Ferne zu klären sind und worüber die Informationen auch nicht verlässlich via Internet zu erhalten sind. Der arme Kerl musste sich so einiges von mir anhören und hatte eine sehr, sehr nette Art damit umzugehen.
Aber die Krönung seiner Informationen war dann die E-mail Adresse und die Handynr. seiner Schwester in Israel. Diese würde als Fremdenführerin arbeiten und Touren zum Thema "Geschichte und Ursprung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinern" machen. Dann würde ich wahrscheinlich mehr verstehen, um was es da eigentlich geht. Ausserdem sei sie eine glühende Anhängerin der Aussöhnung zwischen diesen beiden Staaten. Ich solle sie unbedingt anrufen.
Zwischendurch fiel mir das mit dem Taxameter auf und ich schaltete ihn unter Missmutsäusserungen meinerseits verspätet ein. Beim Bezahlvorgang sagte ich ihm den normalerweise üblichen Preis an, überlies es aber ihm, wieviel er geben will. Er bezahlte meinen angesagten Preis (ohne Trinkgeld. Es ist in Israel nicht üblich, Taxifahrern Trinkgeld zu geben.)
Am liebsten wäre ich ja mit den dreien zum Brunchen gegangen. Ich hatte noch so viele Fragen.
"Darf ich Sie fragen, woher Sie kommen? fragte ich.
"Wir sind aus Israel"
Volltreffer. Ich erzählte von unseren Reiseplänen.
"Oh, sehr schön. Das freut mich."
Natürlich hatte ich so einige Fragen, die sich uns aufgetan haben und so jetzt nicht unbedingt aus der Ferne zu klären sind und worüber die Informationen auch nicht verlässlich via Internet zu erhalten sind. Der arme Kerl musste sich so einiges von mir anhören und hatte eine sehr, sehr nette Art damit umzugehen.
Aber die Krönung seiner Informationen war dann die E-mail Adresse und die Handynr. seiner Schwester in Israel. Diese würde als Fremdenführerin arbeiten und Touren zum Thema "Geschichte und Ursprung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinern" machen. Dann würde ich wahrscheinlich mehr verstehen, um was es da eigentlich geht. Ausserdem sei sie eine glühende Anhängerin der Aussöhnung zwischen diesen beiden Staaten. Ich solle sie unbedingt anrufen.
Zwischendurch fiel mir das mit dem Taxameter auf und ich schaltete ihn unter Missmutsäusserungen meinerseits verspätet ein. Beim Bezahlvorgang sagte ich ihm den normalerweise üblichen Preis an, überlies es aber ihm, wieviel er geben will. Er bezahlte meinen angesagten Preis (ohne Trinkgeld. Es ist in Israel nicht üblich, Taxifahrern Trinkgeld zu geben.)
Am liebsten wäre ich ja mit den dreien zum Brunchen gegangen. Ich hatte noch so viele Fragen.
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Freitag, 11. März 2011
Urlaub
Da unser Urlaubsziel Israel in den Kommentaren für ein bisschen Unruhe gesorgt hat, hat sich M. (meine Lebensgefährtin) entschlossen, auch mal wieder bei mir zu kommentieren. Es wurde aber eine zu lange Stellungnahme um ihn als Kommentar einzustellen.
Deshalb jetzt hier ein eigener Beitrag:
@Nick @Nick
Auch ich bin etwas verwundert. Tatsächlich habe ich bisher nur wenige Israelis persönlich kennengelernt. Aber solche Erfahrungen überhaupt nicht gemacht, sondern diese Israelis sind mir ausnahmslos unvoreingenommen gegenübergetreten und haben keine „Großvaterkeule“ geschwungen. Und da waren auch welche darunter, die sogar persönlich, nicht „nur“ ihre Vorfahren, böse Erfahrungen mit den Deutschen in der Nazizeit gemacht haben. Das finde ich schon bemerkenswert in Anbetracht dessen, was die Deutschen während der Nazizeit den Juden angetan haben bzw. durch „Wegsehen“ zuließen.
Du hast Recht, es gibt nicht „das Volk“ in Israel. Und es gibt wie auch bei uns viele Israelis, die mit der Politik ihrer Regierungen nicht zufrieden sind.
Deshalb jetzt hier ein eigener Beitrag:
@Nick @Nick
Auch ich bin etwas verwundert. Tatsächlich habe ich bisher nur wenige Israelis persönlich kennengelernt. Aber solche Erfahrungen überhaupt nicht gemacht, sondern diese Israelis sind mir ausnahmslos unvoreingenommen gegenübergetreten und haben keine „Großvaterkeule“ geschwungen. Und da waren auch welche darunter, die sogar persönlich, nicht „nur“ ihre Vorfahren, böse Erfahrungen mit den Deutschen in der Nazizeit gemacht haben. Das finde ich schon bemerkenswert in Anbetracht dessen, was die Deutschen während der Nazizeit den Juden angetan haben bzw. durch „Wegsehen“ zuließen.
Übrigens gibt es ein Buch eines ehemaligen israelischen Botschafters in Deutschland, der sich des Themas Vorurteile gegenüber Juden und dem Staat Israel angenommen hat:
Avi Primor / Christiane von Korff „An allem sind die Juden und die Radfahrer schuld. Deutsch-jüdische Missverständnisse“ München 2010
Du hast Recht, es gibt nicht „das Volk“ in Israel. Und es gibt wie auch bei uns viele Israelis, die mit der Politik ihrer Regierungen nicht zufrieden sind.
Zum Beispiel auch Avi Primor. Er erklärt im o. g. Buch sehr gut die Befindlichkeiten der Israelis und setzt sich differenziert mit den Antisemitismusvorwürfen im Zusammenhang mit Kritik an israelischer Politik auseinander. Für ihn ist Kritik an israelischer Politik nicht von vornherein Antisemitismus. Und er stellt auch dar, wie von diversen israelischen Politikern die Befindlichkeiten der Israelis ausgenutzt werden.
Es ist klar, dass die Palästinenser nicht nur als Opfer des jahrzehntelangen Konflikts zu betrachten sind, sondern auch als Täter. Und ich glaube, es ist für jemanden, der nicht dort lebt, beinahe unmöglich, nachzuvollziehen, warum es einfach nicht zum allgemeinen Aufeinanderzugehen reicht. Meine jugendlichen Versöhnungsfantasien habe ich schon Anfang der 80er Jahre aufgeben müssen, als ein deutscher jüdischer Schriftsteller auf einer Lesung seinen Reisebericht über Israel vorstellte, in dem er für meine damaligen Begriffe versuchte, ausgewogen die Situation und das Denken der jüdischen Israelis und Palästinenser mit und ohne israelischen Pass darzustellen. Er wurde einmal in konzertierter Aktion von palästinensischen Studenten und einem israelischen jüdischen Antizionisten und bei einer anderen Lesung von den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde „auseinander genommen.“ Die einen warfen ihm Blauäugigkeit gegenüber den Israelis vor, die anderen Antisemitismus …
In Vorbereitung unserer Reise habe ich mir ein Buch von Angelika Schrobsdorff gekauft, in dem sie um 2004 noch mal ihre Zeit in Jerusalem Revue passieren lässt, schon stark resigniert. Und 2006 ist sie nach 23 Jahren Israel nach Deutschland zurück gekommen, nicht unbedingt, weil sie es hier viel besser findet, aber eben auch aus Resignation über das bisherige Scheitern der Verständnisbemühungen von Juden und Arabern, woran sie während ihres Lebens in Israel Anteil hatte. (http://www.fr-online.de/kultur/literatur/-bei-mir-ist-essig-/-/1472266/3128944/-/item/0/-/index.html )
Jedenfalls habe ich Respekt vor den Leuten auf beiden Seiten, die versuchen, aufeinander zu zugehen und gemeinsam zur Konfliktlösung beizutragen. Ob wir da als Touristen überhaupt etwas mitbekommen, weiß ich nicht. Auf jeden Fall werden wir uns mal das Projekt Tourism for Peace anschauen, gemeinsame touristische Vermarktung von Gilboa (Israel) und Dschenin (Palästinensergebiete).
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Donnerstag, 10. März 2011
Welcome back
Sie ist wieder da, wihieder da.
Ein halbes Jahr später ist sie wie Phoenix aus der Asche auferstanden.
Ein halbes Jahr später ist sie wie Phoenix aus der Asche auferstanden.
Ist zwar jetzt nicht mehr meine, aber die Kollegin scheint sie gut zu behandeln.
Mittwoch, 9. März 2011
ITB und GDL
Na, ganz toll. Nicht nur, dass zur Zeit die ITB (wohl die taxiintensivste Messe überhaupt) in Berlin stattfindet, nein, jetzt wird auch noch bei der Berliner S-Bahn gesteikt.
Feingefühl wie ein Dampfhammer, diese GDL.
Da wird nicht mehr viel gehen, im öffentlichen Nahverkehr. Und die Staus sind vorprogrammiert.
Ehrlich, mir tun die Fahrgäste diesmal richtig leid. Und meine Vorfreude auf gesteigerten Umsatz hält sich in Grenzen. Ich bin ja nicht schadenfroh.
Feingefühl wie ein Dampfhammer, diese GDL.
Da wird nicht mehr viel gehen, im öffentlichen Nahverkehr. Und die Staus sind vorprogrammiert.
Ehrlich, mir tun die Fahrgäste diesmal richtig leid. Und meine Vorfreude auf gesteigerten Umsatz hält sich in Grenzen. Ich bin ja nicht schadenfroh.
Dienstag, 8. März 2011
Standortnachteil
Da stand ich mit einer netten Kollegin an dieser guten Stube von Berlin und wir hielten die Nasen in die schon ein bisschen wärmende Sonne, als ein Herr forschen Schrittes auf uns zu kam.
In dem gleichen forschen Tonfall fragte er uns:
"Sagen Sie mal, wo ist denn dieses Technikmuseum? Das soll hier irgendwo sein."
Die Kollegin antwortete:
"Das ist nicht direkt hier. Das ist ein bisschen weg."
"Ja wo denn?"
Jetzt antwortete ich und deutete so grob in die Richtung:
"Das ist da unten in Kreuzberg."
"In KREUZBERG? Nein, da gehe ich nicht hin."
Das pure Entsetzen stand ihm in's Gesicht geschrieben. Und entschwand mit demselben forschen Gange, wie er erschienen war.
Du armes Opfer der Sensationsmedien. Dich wollen wir hier auch gar nicht haben.
In dem gleichen forschen Tonfall fragte er uns:
"Sagen Sie mal, wo ist denn dieses Technikmuseum? Das soll hier irgendwo sein."
Die Kollegin antwortete:
"Das ist nicht direkt hier. Das ist ein bisschen weg."
"Ja wo denn?"
Jetzt antwortete ich und deutete so grob in die Richtung:
"Das ist da unten in Kreuzberg."
"In KREUZBERG? Nein, da gehe ich nicht hin."
Das pure Entsetzen stand ihm in's Gesicht geschrieben. Und entschwand mit demselben forschen Gange, wie er erschienen war.
Du armes Opfer der Sensationsmedien. Dich wollen wir hier auch gar nicht haben.
Montag, 7. März 2011
Déjà-vu-Erlebnis oder Wirklichkeit?
Nee, das kann jetzt nicht wirklich wahr sein.
Nich' noch mal DEN Vogel. Bin mit Vollgas durchgestartet.
Auf der 1. Rücke am Ostbahnhof stehend, beobachtete ich im Aussenspiegel einen Mann in Frauenkleidern, der mitten auf der Fahrbahn gehend links und rechts in die wartenden Taxen blickte.Doch! Wirklichkeit!
Nich' noch mal DEN Vogel. Bin mit Vollgas durchgestartet.
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frie little piks
Es ist ein schlechtes Omen, wenn ich bei meinen frühmorgendlichen Streifzügen den Sash am Ostbahnhof antreffe. Das heißt dann meistens, der Nachtdienstumsatz war unter aller Kanone und der Sash macht Überstunden. Das war am Samstagmorgen zwar nicht der Grund seiner späten Anwesenheit, aber ein Glücksbringer ist Sash wirklich nicht. Dieser Tag wurde zum schlechtesten seit August 2010.
Ich wollte nur mal kurz am Ostbahnhof vorbeischauen und eigentlich wäre es sinnvoll gewesen, gleich wieder abzudrehen, denn da warteten viel zu viele Taxen. Naja, aber da stand er, der Sash, auf der ersten Rücke und ich reihte mich gleich hinter ihm ein. Ein kleines Schwätzchen? Na klar. Aber die Zeit verging, es passierte nichts, ich wurde immer unruhiger. Noch keinen Cent verdient ... Schließlich erhielt Sash trotz der Position auf der Rücke zwei Fahrgäste.
Und so ritt er mit seiner Feierabendtour in den Sonnenaufgang, während ich endlich dem Ostbahnhof den Rücken kehren konnte.
[Ich hoffe, man sieht die Ironietags]
Für mich war klar, es macht keinen Sinn, hier am Bahnhof zu versauern und so machte ich mich wieder auf Beutefang. Und wurde gleich darauf mit einem freien Funkauftrag belohnt. Ein Hotel in der Warschauer Straße, das von den meisten Kollegen abgelehnt wird, da die Gäste sehr oft schon von umherstreifenden Taxen eingesammelt werden. Ich war aber nahe genug dran (1 Minute), um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, wem dieser Fahrgast gehört. Er war sogar noch im Hotel. Ich meldete mich artig beim Empfang und wurde auf einen Herrn verwiesen, der in der Lobby stand und sich krampfhaft an einem halb gefüllten Rotweinglas festhielt.
"Sir, your Taxi."
Okay, also englischsprachig.
Der setzte sich in "Bewegung" (etwas unkoordiniert, diese Bewegung), wollte sich aber nicht von seinem Weinglas trennen.
"Please, without your wine glass."
"Sorry, I don't speak German. English?"
"This was English. Please without your wine glass." wiederholte ich meine Bitte.
Dass er mich nicht verstanden hatte, lag nicht an meiner Aussprache, sondern wohl eher an seinem alkoholisierten Zustand ...
"Du ju no a hotel "frie little piks?" fragte er mich.
"Free little peaks? A hotel? No. But I can check it up. Moment please."
Ich zückte mein neues Smartphone und googelte. Er schaute mir über die Schulter und erhob Einspruch. "Srie!" und hob drei Finger in die Luft. Und grunzte dazu. Wie, ein Hotel mit dem Namen "Drei kleine Schweine?" Das hatte ich zwar zuvor noch nie gehört, aber das gibt es wirklich. Ist zwar ein Hostel, aber wer wird denn morgens um diese Uhrzeit kleinlich sein.
Beim Abschied gab es noch 20 Cent Trinkgeld mit der Bemerkung:
"I hoab, ju laik nau the poalisch. Kamm änd wisit as"
Klar, bei Gelegenheit. Vorher gibt es aber noch wichtigeres.
Ich wollte nur mal kurz am Ostbahnhof vorbeischauen und eigentlich wäre es sinnvoll gewesen, gleich wieder abzudrehen, denn da warteten viel zu viele Taxen. Naja, aber da stand er, der Sash, auf der ersten Rücke und ich reihte mich gleich hinter ihm ein. Ein kleines Schwätzchen? Na klar. Aber die Zeit verging, es passierte nichts, ich wurde immer unruhiger. Noch keinen Cent verdient ... Schließlich erhielt Sash trotz der Position auf der Rücke zwei Fahrgäste.
Und so ritt er mit seiner Feierabendtour in den Sonnenaufgang, während ich endlich dem Ostbahnhof den Rücken kehren konnte.
[Ich hoffe, man sieht die Ironietags]
Für mich war klar, es macht keinen Sinn, hier am Bahnhof zu versauern und so machte ich mich wieder auf Beutefang. Und wurde gleich darauf mit einem freien Funkauftrag belohnt. Ein Hotel in der Warschauer Straße, das von den meisten Kollegen abgelehnt wird, da die Gäste sehr oft schon von umherstreifenden Taxen eingesammelt werden. Ich war aber nahe genug dran (1 Minute), um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, wem dieser Fahrgast gehört. Er war sogar noch im Hotel. Ich meldete mich artig beim Empfang und wurde auf einen Herrn verwiesen, der in der Lobby stand und sich krampfhaft an einem halb gefüllten Rotweinglas festhielt.
"Sir, your Taxi."
Okay, also englischsprachig.
Der setzte sich in "Bewegung" (etwas unkoordiniert, diese Bewegung), wollte sich aber nicht von seinem Weinglas trennen.
"Please, without your wine glass."
"Sorry, I don't speak German. English?"
"This was English. Please without your wine glass." wiederholte ich meine Bitte.
Dass er mich nicht verstanden hatte, lag nicht an meiner Aussprache, sondern wohl eher an seinem alkoholisierten Zustand ...
"Du ju no a hotel "frie little piks?" fragte er mich.
"Free little peaks? A hotel? No. But I can check it up. Moment please."
Ich zückte mein neues Smartphone und googelte. Er schaute mir über die Schulter und erhob Einspruch. "Srie!" und hob drei Finger in die Luft. Und grunzte dazu. Wie, ein Hotel mit dem Namen "Drei kleine Schweine?" Das hatte ich zwar zuvor noch nie gehört, aber das gibt es wirklich. Ist zwar ein Hostel, aber wer wird denn morgens um diese Uhrzeit kleinlich sein.
Beim Abschied gab es noch 20 Cent Trinkgeld mit der Bemerkung:
"I hoab, ju laik nau the poalisch. Kamm änd wisit as"
Klar, bei Gelegenheit. Vorher gibt es aber noch wichtigeres.
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Freitag, 4. März 2011
Street-Graffity
Street-Graffity, für meinen Geschmack etwas zu linear.
Aber das ist ja nur der Anfang. Was da noch auf uns Taxifahrer und alle Berliner und ihre Gäste zukommt, das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur ahnen. Doch mir schwant nichts Gutes.
Und alles nur für eine U-Bahn, die keiner braucht.
Sogar die Grünen sind anscheinend dagegen.
Drohendes Chaos.
"Die Gäste der teuren Hotels kommen nicht mit der U-Bahn, sondern mit dem Taxi."Rainer Boldt,Vorsitzender der Interessengemeinschaft Friedrichstraße.
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Donnerstag, 3. März 2011
CSU im Innenministerium, au Backe
Und der wird unser neuer Innenminister:
Da kommt ja was auf uns zu. Wo kann man denn "Dinge", die behauptet werden, mehr kontrollieren als im Internet? Bei BILD?
Und wen es interessiert, hier seine Rede anlässlich der Aktuellen Stunde am 23.02.2011
auf Verlangen SPD, B90/GRÜNE
'Die Stellungnahme des BM der Verteidigung Dr. Karl Theodor Frhr. zu Guttenberg und mögliche Textübernahmen aus Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages sowie angebebliche Textübernahmefunde
nach 'GuttenPlagWiki' auf 270 Seiten der Dissertation des Bundesministers der Verteidigung.
"...Wissen Sie, ich glaube, dass auch viele, viel zu viele Menschen viel zu leichtgläubig an Dinge herangehen, im Internet irgendeine Seite aufrufen, dort wird irgendwas behauptet, sie können nicht kontrollieren, ist das wirklich wahr, ist der Wahrheitsgehalt dessen, was sie da lesen, wirklich nachvollziehbar, nachprüfbar..."Aus einem Interview mit dradio vom 02.03.2011
Da kommt ja was auf uns zu. Wo kann man denn "Dinge", die behauptet werden, mehr kontrollieren als im Internet? Bei BILD?
Und wen es interessiert, hier seine Rede anlässlich der Aktuellen Stunde am 23.02.2011
auf Verlangen SPD, B90/GRÜNE
'Die Stellungnahme des BM der Verteidigung Dr. Karl Theodor Frhr. zu Guttenberg und mögliche Textübernahmen aus Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages sowie angebebliche Textübernahmefunde
nach 'GuttenPlagWiki' auf 270 Seiten der Dissertation des Bundesministers der Verteidigung.
Quelle: Parlamentsfernsehen
Hier die Mediathek des Parlamentsfernsehens.
Und für Masochisten: Jede öffentliche Sitzung des Bundestages wird auch live übertragen.
Hier die Mediathek des Parlamentsfernsehens.
Und für Masochisten: Jede öffentliche Sitzung des Bundestages wird auch live übertragen.
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Sonntag, 27. Februar 2011
Jahrestag
Habe ich mir es doch gedacht und mal nachgeschaut. Genau heute vor 6 Jahren hatte ich meinen ersten Arbeitstag als Taxifahrer. Umsatz 89,40 €.
Nu ja, hat sich doch einiges getan seit der Zeit. ;-) Umsatzsteigerung von 234% in sechs Jahren. Nicht schlecht, Herr Specht.
Das war übrigens auch ein Sonntag. Kurios, dachte ich zuerst.
Nee, da steckt System dahinter.
Irgendeins mit 6, 11, 28.
Nu ja, hat sich doch einiges getan seit der Zeit. ;-) Umsatzsteigerung von 234% in sechs Jahren. Nicht schlecht, Herr Specht.
Das war übrigens auch ein Sonntag. Kurios, dachte ich zuerst.
Nee, da steckt System dahinter.
Irgendeins mit 6, 11, 28.
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