Freitag, 13. Juni 2014

Taxiverschwörung der Kapitalgiganten

"Insbesondere Uber wildert erfolgreich im Revier der Taxifahrer. Die Firma aus San Francisco operiert in rund 20 europäischen Städten. Vergangene Woche besorgte sich das Start-up 1,2 Milliarden Dollar frisches Geld von Investoren. Finanzexperten schätzen den Wert des Unternehmens auf mindestens 17 Milliarden Dollar. Zu den Investoren zählen Giganten wie Google und Goldman Sachs."
Spiegel online  (Links entfernt)

Ich will ja jetzt keine wilden Verschwörungstheorien in die Welt setzen, aber weiß das Großkapital in Amerika mehr als wir?

Ist eine "Liberalisierung" des Personentransports unter Umständen Teil des TTIP? Denkbar wäre es.

Die gute Nachricht: Goldman Sachs hat sich in der Vergangenheit schon öfter mal "verspekuliert".

(Ehrlich, mir hängt das Thema zum Hals raus. Lasst diese illegale App endlich verbieten und dann ist Ruhe im Karton.)

Donnerstag, 12. Juni 2014

Taxi-Mitfahrzentrale in den Tagesthemen

Auch die Tagesthemen berichten ausführlich über die europaweiten Taxidemonstrationen.

Was mich an all dieser Berichterstattung aber so nervt, ist die Darstellung, dass sich die Taxifahrer gegen Konkurrenz aus dem Internet wehren würden.

Nein, wir wehren uns gegen illegale, wettbewerbsverzerrende Machenschaften.

Konkurrenz (für die Taxizentralen) aus dem Internet gibt es doch schon lange. Und die wurde bei den Taxifahrern durchaus angenommen. Siehe MyTaxi und weitere Apps.

Aber ich kann doch nicht einfach, wenn ich eine Idee habe, diese umsetzen und wenn sie nun aber gegen bestehende Gesetzeslage verstößt, die dazu passenden Gestzesänderungen fordern.
Was läuft falsch in den Köpfen solcher Menschen?

Aus dem Taxi heraus (14)

Fridericus Rex Apollini et Musis
Die Staatsoper unter den Linden
Zur Zeit Baustelle an der Großbaustelle.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Taxi-Mitfahrzentrale in der Tagesschau

Cool, die Taxidemo hat es in die Tagesschau (und hier) geschafft.
Ich gehe davon aus, dass die Politik jetzt reagieren muss. Wenn es sein muss, per Gerichtsbeschluss diese App vom Netz nehmen.
Das hat nichts mit Konkurenz zu tun, das ist schlichtweg kriminell.


Taxifahrer in Europa machen heute mobil

Leider habe ich frei heute:

Berlin - Autofahrer in europäischen Hauptstädten müssen sich am Mittwoch auf lange Staus im Stadtverkehr einstellen: Tausende Taxifahrer wollen gegen neue Konkurrenz aus dem Internet und von Handy-Apps demonstrieren. Die Proteste sind in Städten wie Berlin, Hamburg, London, Paris, Madrid und Mailand geplant. Zu einer Sternfahrt am Mittag in Berlin meldeten die Veranstalter bis zu 1000 Taxis an. "Das wird man auch merken im Straßenverkehr", sagte ein Polizeisprecher.
Spiegel online

Die Taxifahrer sehen ihr Geschäft von Anbietern bedroht, die über Handy-Apps Fahrer vermitteln. Aus ihrer Sicht gibt es einen unfairen Wettbewerb, weil für die neuen Rivalen aus dem Internet die strikte Regulierung des Taxi-Gewerbes ausgehebelt sei. Als Problem gilt für sie vor allem die US-Firma Uber, die in etwa 20 europäischen Städten aktiv ist.
Die Zeit

Aus dem Taxi heraus (13)

Die Hertha spielte.
Oympiastadion Südtor.

Dienstag, 10. Juni 2014

Streitthema Kindersitze

Seit geraumer Zeit fahre ich das Ritz Carlton am Potsdamer Platz nicht mehr an, da mir die dortigen Doormen absolut unsympathisch sind und sich teilweise gebärden, als ob ihnen ganz Berlin gehöre und sich auch die STVO hinbiegen, wie es ihnen passt.
So musste ich vor mehreren Monaten einen von ihnen in die Schranken seines Hoheitsgebietes verweisen. Das endet nämlich genau da, wo öffentliches Straßenland beginnt. Er forderte mich auf, mitten in der Kurve vor dem Hotel, direkt neben einem Reisebus, der die Einsicht in die Kurve versperrte, anzuhalten, um Gäste aufzunehmen. Ich fuhr aber ein paar Meter weiter, um den Verkehr nicht zu behindern, was er mit bösen Kommentaren beantwortete.

"Du hast da anzuhalten, wo ich es möchte."

Einer von mehreren Fällen, bei denen mir das Personal zuwider war.
Jetzt lieferte ich am Sonntag zwei Fahrgäste dort ab und auf der Halte stand nur ein Kollege, der zudem gerade eben "bestiegen" wurde. Also man kann es ja mal wieder versuchen.
Ein Fehler, wie sich heraustellte.
Keine 2 Minuten später winkte eine junge Dame in Ritz Carlton Dress und ich fuhr rüber. Vor dem Hotel stand dann die besagte Dame und hatte 2 Personen und ein kleines Kind im Schlepptau, für das ein Kindersitz Klasse 1 erforderlich ist. Ich wies die Dame darauf hin und betonte, dass ich nicht über einen solchen Sitz verfügen würde. Sie antwortete ziemlich gereizt, dass sie sich bei der Taxizentrale erkundigt und die Antwort erhalten hätte, dass das in der Verantwortung der Eltern liege.
Nein, antwortete ich, im Zweifelsfalle liegt es in der Verantwortung des Fahrers. Sie müsse in diesem Fall sich schon die Mühe machen und ein Taxi mit K1 bestellen. Das habe sie doch schon getan, aber den Fahrgästen würde es zu lange dauern.

"Und wie wäre es gewesen, wenn Sie die paar Meter zur Halte rübergelaufen wären, um die Problematik noch am Stand mit den Kollegen zu besprechen? Ich habe jetzt meine Position dort verloren. Und Sie haben ja auch ein Taxi bestellt, das extra hierher fährt und unverrichteter Dinge wieder abziehen soll. Das war nun definitiv das letzte Mal, dass ich euch angefahren habe."

Ende und Aus.

Aus dem Taxi heraus (12)

Mal ganz aktuell:
Doppelstock Fahrradständer vor dem Axel-Springer-Verlag. Der obere Stock ist für Männer und Frauen mit Muckis. Oder wie kriegt man die hoch und wieder runter?

Montag, 9. Juni 2014

Aus dem Taxi heraus (11)

Achso, heute ist ja Montag.
Mal wieder ganz schön voll hier


Samstag, 7. Juni 2014

Schweres Foul

Es ist die Tage ja mal wieder Karneval der Kulturen in Berlin. So war ich nicht weiter überrascht, als mir ein Rastaman ins Auto hüpfte.


"Sagen Sie mal, ich kenne Sie doch von irgendwoher"

"Wenn Sie sich für Fußball interessieren, vielleicht."

"Na sagen Sie doch."

"Ich bin der Owomoyela."

"Okay, klar. Schalke ne?"

Autsch. Ganz, ganz böser Fehler. Er war lange Jahre bei Dortmund. So ein richtiger Fußballexperte scheine ich ja doch nicht zu sein.
Bisschen Trinkgeld gab es trotzdem.

Freitag, 6. Juni 2014

Aus dem Taxi heraus (10)

Frühmorgens an der Taxihalte Schlesisches Tor

Donnerstag, 5. Juni 2014

Stadt Leipzig zahlt teure Taxifahrten

Kurz mal in ein anderes Bundesland:
"Wahlabend: Leipzig zahlt teure Taxifahrten
Leipzig hat am Abend der Europa- und Kommunalwahlen 41.440 Euro ausgeben, um die Wahlunterlagen mit Taxen ins Rathaus zu bringen."
Mit Video

Schick.
Irgendwie neidisch. ;-)

(Aus dem Blickwinkel eines Berliner Taxifahrers natürlich nur.)

Wie das in Berlin organisiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Eine kleine Erklärung zum eingeschaltetem Taxameter:
Bei einer Vorbestellung darf ein Taxifahrer den Taxameter einschalten, wenn die Vorbestellungszeit erreicht ist.

Aus dem Taxi heraus (9)

Dazu fällt mir nichts mehr ein.


Mittwoch, 4. Juni 2014

Dienstag, 3. Juni 2014

Boulevard der Schienen?

Und wieder was geklärt:

Und ob ich bei Baubeginn noch in Berlin Taxi fahren werde, steht in den Sternen. Das gleiche Verkehrschaos wie beim Trambau in der Invalidenstraße in der Leipziger? Da ist während der Rush Hour jetzt schon, sagen wir mal ganz vorsichtig, sehr, sehr zähfließender Verkehr. Ich dachte immer, die Schienen sind aus alten Zeiten übrig geblieben.
Stadtplanung Berlin? Haalloo?
"Berlin, die Stadt die immer wird und niemals ist."
Karl Scheffler
Berlin. Ein Stadtschicksal (1910)

 


Aus dem Taxi heraus (7)

Irgendwo... Ostbahnhof vielleicht?

Montag, 2. Juni 2014

Scheibe heile?

Cheffe hat es ja nur gut gemeint. Er wollte, dass ich meine Schicht fahren kann. Na ja, potentielle Gefahren für Fahrgäste sind hiermit ausgeschlossen.
Nicht schön, aber selten. Eine dreiviertel Schicht bin ich so gefahren.
Fällt auch gar nicht weiter auf. Nur ein Fahrgast hat mich darauf angesprochen.

Aus dem Taxi heraus (6)

Muss ich als Kehrwochenasylant mir das gefallen lassen?
Ja, leider muss ich das. Diese Eigenwerbung aus dem Land, da wo se älles kenned, bloß koi Deidsch schwätze ist auf etlichen BVG Bussen angebracht. 

Aha, soo nett ist es bei euch also.

Samstag, 31. Mai 2014

Jäger der Nacht

Daniel Anderson hat mich angeschrieben:

Er hätte seinen Diplomfilm von 2006 über Berlin aus Sicht von Taxifahrern gemacht und hätte auch nichts dagegen, wenn ich diesen Link bei mir publik machen würde:
http://www.dailymotion.com/eigafilm
Mache ich doch gerne. Aber dann richtig.

"Jäger der Nacht": Insgesamt 87 Minuten Berlin aus der Sicht von Taxi(nacht)fahrern.
Der Titel ist für meinen Geschmack etwas zu melodramatisch geraten. Wir jagen nicht, weder bei Tag noch bei Nacht (Hmm, wirklich nicht?), sondern wir machen einfach nur unseren Job, aber der Mann ist ja auch Drehbuchautor. Da darf man sich im Titel schon mal vergreifen.
Hier ein kleiner Appetithappen, der ganze Film (2 Teile) liegt hinter dem oben genannten Link.

Ich bin so froh, tagsüber zu fahren. Und von wegen, man hätte nachts die interessanteren Fahrgäste, papperlapapp.

Scheibe putt

Nöö, echt nicht. Ich kann so nicht arbeiten.
Keine Ahnung was passiert ist. Wohl aber kein Einbruchsversuch.

Freitag, 30. Mai 2014

Taxi-Mitfahrzentrale in der RBB Abendschau (totally confused)

"Ein internationaler Konzern macht in vielen Metropolen weltweit den Taxis Konkurrenz: Über eine Smartphone-App können Privatleute mit ihren Autos für günstige Fahrten durchs Stadtgebiet geordert werden. Doch die Taxifahrer wehren sich: Der offizielle Start der App wurde durch eine einstweilige Verfügung verhindert.
Wir haben mit dem Taxi-Unternehmer Richard Leipold den Mann getroffen, der diesen Teilerfolg errungen hat."

Hat er das wirklich, liebe Abendschau? Der Kollege Leipold hat zwar eine einstweilige Verfügung gegen Uber erwirkt, aber nicht gegen die von euch angesprochene App POP, sondern gegen den Limousinenservice dieser Firma, deren Limousinen sich entgegen gesetzlicher Bestimmungen auch ausserhalb ihres Betriebsstandortes, so wie es das Gesetz vorschreibt, zur Fahrgastaufnahme bereit halten.

POP wiederum ist das Angebot derselben Firma, das irgendwelche dahergelaufenen Privatfahrer gegen Geld als eine Art Taxiservice vermittelt.

Ist der Kollege Leipold tatsächlich der Ansicht, dass seine Einstweilige auch den "Service" der "App UberPOP" mit einschließt? Nein, habe er nie gesagt, wie er mir in einem längeren und aufschlussreichen Telefongespräch versicherte. Im Gegenteil, er habe explizit auf den Unterschied der zwei Angebote hingewiesen. Aber das hätten sie wohl rausgeschnitten. Er sei aber trotzdem froh, dass die Abendschau so eindeutig und publikumswirksam Stellung  genommen habe. Und vor allem, wo er Recht hat er Recht. Der Berliner Senat muss aktiv werden gegen UberPOP. Ab Min. 2:43.
Die Einleitung vom RBB legt die Fehleinschätzung aber einfach nahe.

Ich persönlich halte es aber für ganz, ganz schlechten Journalismus.

Nachzulesen bei mir im Blog (Teil 1, 2, 3, 4.)

Aus dem Taxi heraus (5)

Der deutsche Dom am Gendarmenmarkt

Donnerstag, 29. Mai 2014

Aus dem Taxi heraus (4)

Der Fernsehturm mit Wohnhochhaus in der Holzmarktstr.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Aus dem Taxi heraus (3)

Oldie but Goodie

Dienstag, 27. Mai 2014

Von Berlin nach Berlin

Ich fuhr ein amerikanisches Ehepaar nach Tegel zum Fliegerhafen.
Er sprach ganz passabel Deutsch und auf meine Frage, wo er dies gelernt hätte, antwortete er:

"In Bamberg, Böblingen, Heidelberg..."

Aha, war er wohl nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland stationiert.

"Und wo leben Sie in den Staaten?"

fragte ich nach.

"In Berlin."

laange Kunstpause.

"Maryland"

und sein jetziges Bestreben sei eine Städtepartnerschaft zu Berlin (Germany)

Ookaayy, why not?


Aus dem Taxi heraus (2)

ÖVP together

Montag, 26. Mai 2014

Aus dem Taxi heraus (1)

Es wird eine neue Rubrik geben beim cab-log. Ich habe festgestellt, dass ich in den Tiefen des Rechners unzählige Fotos habe, die ich alle aus dem Taxi heraus geschossen und noch nicht veröffentlicht habe. Bevor die verschimmeln, jage ich sie doch lieber über das Internet. So haben sie wenigstens eine Daseinsberechtigung.

Da werden Uraltdinger dabei sein, aber auch ganz aktuelle. Sie wurden alle mit meiner kleinen Powershot gemacht und sind garantiert während einer Schicht entstanden.
Beginnen wir mit einem ganz aktuellen:

Neustädtische Kirchstraße
Qualitativ kann es schon mal sein, dass manche dieser Bilder nicht unbedingt den höchsten Standard haben. Da sind unscharfe, verwackelte, krumme, falsch belichtete, kurz die ganze Bandbreite dessen, was man eigentlich nicht veröffentlichen sollte, dabei. Aber im Zeitalter der Handyfotos nennt man so was ja authentisch. Und genau das soll es sein. Bestimmt werden auch für euch langweilige, uninteressante und anderweitig bescheuerte Fotos darunter sein, aber wie gesagt authentisch. (Ich weiß nicht, ob ich dieses Wort liebe oder hasse.)

Ich nehme mir mal vor, von Montag bis Freitag jeweils ein Foto zu veröffentlichen, mal sehen, ob ich das konsequent durchhalte.

Montag, 19. Mai 2014

Berliner Veranstaltungsplaner, krank im Kopf?

Großveranstaltungen am vergangenen Wochenende in Berlin:

DFB-Pokalfinale (Samstag) Im Westen der Stadt. Knapp 75.000 Besucher.

Lange Nacht der Museen (Samstag) Im Westen und im Osten. 20.000 Besucher.

Zwei Demonstrationen. Eine vom Wittenbergplatz zum Roten Rathaus Von Westen nach Osten. 3.000Teilnehmer, eine andere vom Oranienplatz zum Gendarmenmarkt. Von Süden nach Norden.  (Samstag) Ein paar Hundert Teilnehmer.

Velothon-Radrennen (Teilweise Samstag und hauptsächlich Sonntag) Durch die ganze Stadt und Teile des Umlandes. 13.000 Teilnehmer

Straßensperrungen:

Ab Freitag:
Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule.
Ebertstraße. Yitzak-Rabin-Str.

Samstag:
Siehe oben plus Scheidemannstr. John-Foster-Dulles-Allee.
Temporär, die Strecken der Demos

Sonntag:
Der Rest der Stadt.

Noch Fragen?
Ja, ich habe da noch eine:
Ist diese Krankheit der Berliner Veranstaltungsplaner heilbar, operabel oder helfen nur ganz radikale Mittel? Wie kann man am Tag des Pokalendspiels die wichtigste Ost-West Verbindung zum Olympiastadion einfach durch die Vorbereitung eines Radrennens abschneiden? Und am Tag danach den abreisenden Besuchern ihren Heimweg verbauen? Geht's noch?

Hier in der Abendschau ein verärgerter Kollege.

Ich hatte Glück im Unglück. Mein Nachtfahrer ist im Urlaub und so konnte ich meine Taxe mit nach Hause nehmen. Außerhalb der Radstrecke. Unsere Ablöse liegt innerhalb und ich wäre gar nicht rangekommen an meinen Arbeitsplatz.
So habe ich am Samstag arbeitszeitmäßig etwas draufgelegt, mir in Ruhe abends das Spiel angesehen und bin am Sonntag erst gegen Mittag aufgebrochen. Das Verkehrschaos konnte ich trotzdem nicht ganz umgehen.
Meine erste Tour am Sonntagmittag nach ca 1 KM:
Über den Stadtring von Kreuzberg nach Charlottenburg gestaut.


Mittwoch, 14. Mai 2014

Upgedateter Taxifahrer

Ich war an diesem Tag nicht besonders gesprächig, das kommt auch mal vor. Vor allem ist es auch von der Tagesform abhängig, ob ich Lust habe in Englisch, der einzigen Fremdsprache, die ich einigermaßen beherrsche, zu kommunizieren.

So kam es, dass ich mit den 3 Damen, die ich zum Flughafen Schönefeld transportierte, kaum redete. Sie unterhielten sich untereinander in einer mir unbekannten Sprache. Und ehrlich gesagt, ich habe auch gar nicht weiter zugehört. Nur einmal, als ich sie auf eine Sehenswürdigkeit am Rande der Strecke hinwies, zeigte sich, dass ihr Englisch ziemlich gut war. Wahrscheinlich sogar besser als das Meinige.

Erst ganz zum Schluss stellte mir eine der Damen (die älteste) noch eine Frage in Englisch. Und den folgenden Dialog muss ich nun auch in Englisch wiedergeben:

"The Capital-City of Germany is Bonn, right?"

"No, it is here in Berlin. Since 1990 or 91."

"Oh sorry, I'm living in the past. I'm not updated."

Wir fuhren vor am Flughafen und ich fragte routinemäßig, ob sie mit Easy Jet fliegen würden, denn dann könnte ich bis nach vorne durchfahren, damit sie möglichst wenig Fußweg haben.

"No, with El Al."

Jetzt wachte ich doch noch auf. Israel interessiert mich ja seit unserem Urlaub 2011 ungemein und das dürfte auch nicht mein letzter Aufenthalt dort gewesen sein. Und diese unbekannte Sprache war also hebräisch. Normalerweise erkenne ich das, aber es war halt nicht mein Tag.
Natürlich erwähnte ich nun meinen Urlaub in ihrem Land, aber wir waren schon am Koffer ausladen, so dass nur noch ein kurzes Gespräch möglich war.

"Oh, did you like Israel?"

"Very much. Above all, I loved Tel Aviv. I think, it is a lttle bit similar to Berlin, but you have this nice Swimmingpool near by."

"Oh yes, Tel Aviv is the best. We are from there."

"Oh, I heard there is new district with a lot of restaurants, bars, cafes. I forgot the name."

"Do you mean Sarona?"

"Yes, that was the name."

Sie kriegten alle drei ganz große Augen. Das Viertel ist tatsächlich so was von neu.

"Oh, YOU are updated."

Natürlich habe ich ihnen nicht verraten, wo ich mein Update herhabe. Sollen sie doch ruhig in Israel von upgedateten Berliner Taxifahrern schwärmen.


Dienstag, 13. Mai 2014

Doof

...und die Partei hat immer, was nochmal gleich?