Dienstag, 23. Februar 2010

Mein Freund ist auch Taxifahrer

Ich hoffe, M. ist inzwischen in diesem Blog ein Begriff?
Auf jeden Fall ist sie letzte Woche von der Arbeit mit dem Taxi nach Hause gefahren. Eingestiegen an der Halte Charité. Nicht mal ich als Taxifahrer erwarte, dass man unbedingt unsere kleine Straße in Kreuzberg kennt und ich hatte ihr noch gesagt, die Strecken zu uns nach Hause nehmen sich alle nicht viel, aber bloß halt nicht über den Tiergartentunnel.
Was macht sie? Zur Begrüßung der Kutscherin erstmal ein: "Mein Freund ist auch Taxifahrer." Ich kenne das - es führt bei mir erstmal auch zu einer gewissen Nervosität. Was wird mein Fahrgast zu Hause erzählen? Der Idiot ist doch tatsächlich über die Hastenichtgesehen-Straße gefahren? Schatzi, ist die Kannichgarnichtleiden-Straße nicht ein Umweg?
Ich kann schon verstehen, dass diese Aussage bei der Kollegin zu einer gewissen Unsicherheit geführt hat. Aber sie haben es dann gemeinsam geschafft, eine erträgliche Strecke auszubaldowern. Nicht jeder kennt den Trick (eigentlich gibt es zwei), der die Anfahrt zu uns wesentlich erleichtert.
Und dann vor unserer Haustür kam eine Bewohnerin des Vorderhauses auf die Straße gelaufen: "So ein Zufall, können Sie uns zum Flughafen Tegel fahren?"
Alles also optimal gelaufen, für alle.
Gestern kam M. dann mit der Quittung für diese Fahrt an. "Sag mal, das ist doch Deine Firma, oder?" Ja, sie ist es. Und ich kenne das Auto (fahre ich selbst ab und zu) und auch die Fahrerin. Und diese hat manchmal schon einen Hang zur Nervosität.

9 Kommentare:

  1. Sorry, aber ich habe hier meinen persönlichen Datenschutzbeauftragten, der mir auf die Finger schaut. Aber dass die Fahrt an der Charité losging und dass wir im Graefe-Kiez leben dürfte dem aufmerksamen Leser, der Du ja bist, nicht entgangen sein. Also, Routenvorschläge!

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  2. Naja, irgendwie Richtung Admiralbrücke wäre gut, für beide Teil des Graefekiezes, der ja bekanntlich südlich meiner alten Schule getrennt ist, wie einst die ganze Stadt.
    Also Hessische, Tor, Luxemburg, am Babylon links, Alex, Alexanderstraße, Heinrich-Heine, Pringen, Prinzessinnen, [Name hab ich gerade vergessen, parallen zum Erkelenzdamm], Skalitzer kurz recht und links in die Böckler und Fraenkelufer.
    Und das alles ohne Globus oder Google Maps. Krieg ich jetzt den P-Schein?

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  3. Ups, Google Maps sagt 6,2 km über Friedrichstraße, statt 7,8 km wie ich fahren wollte.
    Pff, ich lass mir doch von einer Maschine nicht vorschreiben, was richtig ist. Google is evil.

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  4. @Aro
    Also, ich komme auf 5,9 km zur Admiralbrücke. Noch kürzer dürfte die Strecke über das Urban-KKH sein. Aber da weigert sich Google. Da hat man aber dann alle Möglichkeiten im Graefe-Kiez.
    Wie sagte schon mein Ausbilder zum P-Schein: "Am meisten kann man von Anwohnern lernen."
    Aber diese Ecke ist wirklich richtig kompliziert. Gestern hatte M. einen Fahrer, der ist irgendwie am Außenministerium vorbeigekommen. War 1 Euro teurer.

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  5. Naja, Innenministerium wäre schlimmer ;-)

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  6. Naja, auch wenn ich mit den Wegstrecken hier nicht mithalten kann, so hat doch die Fahrerin einen super Anschlußstich zum Flughafen bekommen. Sowas ist als Taxler absolut klasse.

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  7. @Klaus
    logich, immer wieder ;-)
    (war aber auch schon mal vor 10 Tagen oder so wieder hier und hab meinen Senf abgegeben ;-))

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