Dienstag, 30. März 2010

Mit 21 km/h durch Berlin

Fünf Monate alt ist nun mein Wochenend-Auto. Was sich in dieser Zeit in einem gut ausgelasteten Taxi  an statistisch verwertbaren Infornationen ansammelt, kann man sich ja mal unter die Lupe nehmen.


Einen Reset gab es bei diesem Fahrzeug wohl noch nie, da die erfassten Kilometer ziemlich gut mit dem übereinstimmen, was ich mir am Wochenende notieren musste.
Gefahrene Kilometer: 38648 km / ≈ 150 Tage ≈ 258 km am Tag.
Gefahrene Stunden: ≈1832 h / ≈ 150 Tage ≈ 12 h am Tag. Ist das eigentlich die Zeit, die das Auto tatsächlich gefahren ist? Muss wohl so sein.
Den Dieselverbrauch halte ich für ziemlich hoch. Trotz fast ausschliesslichem Stadtverkehr könnte da Mercedes noch gewaltig an der Schraube drehen.
Was ich aber am bemerkenswertesten finde - die Durchschnittsgeschwindigkeit. Wir schleichen also 12 Stunden pro Tag, 258 km lang mit 21 km/h durch Berlin? Und der Cheffe bezahlt dafür dann pro Tag ungefähr (gerechnet mit einem Dieselpreis von 1,18/Liter) ≈ 30 €.

(Keine Haftung für evt. Rechen-und Denkfehler)

Kommentare:

  1. Aber 10,1 Liter/km ist schon viel, oder? Was ist das für ein Auto? Maserati? Ach ne, bist ja nicht bei der Treberhilfe.
    Wir versuchen mit der B-Klasse immer unter 9 l/km zu bleiben, mein Tagesrekord war bei 8,3.

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  2. @Aro
    Ja, die B-Klasse soll weniger verbrauchen. Ein Kollege hat mir mal erzählt, dass seine Kiste mit ungefähr 6-7 Liter fährt. Halte ich aber für Angeberei.

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  3. die Durchschnittswerte kannst du durchaus auf Null stellen, ich denke das ist bekannt... Dann hast du auch die tatsächlichen Werte....
    und,
    du weisst nicht ob ein anderer Kollege zwischendurch die Durchnittswerte genullt hat, daher denke ich, dass das Ergebnis falsch ist.

    Achja, zu den 10,1 l/100 km: Erstens, ist deine Taxe noch "jungfräulich", sie ist erst richtig "eingefahren" mit 100 000 km, dann geht auch der Verbrauch runter.
    Zweitens, kommt es immer auf die Fahrweise an ;-)
    Ich schaffe es auf 8-9l/100km (E-Klasse)...
    (weiss schon, Eigenlob stinkt);-)

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  4. Torsten (taxi-blog.de)31. März 2010 um 06:42

    Also bei knapp 30km/h im Schnitt bewege ich eine E-Klasse 200 CDI mit 8-8,5 l/100km, unsere 220er CDI fahre ich mit knapp einem Liter mehr. Nochmal einen weiteren Liter höher liegt der Schnitt bei den Kollegen, keine Ahnung wie die das hinbekommen.

    Kurz: Für die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit ist das wohl ein normaler Taxiverbrauch.

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  5. @lou9
    Ich glaube nicht, dass die Kollegen, die sonst noch auf dieser Taxe rumrutschen, wissen, wie man den "Ab Reset" zurücksetzt. Das ist ja nicht "Ab Start". Beim Vorgänger dieses Fahrzeugs stand die Automatik immer wenn ich eingestiegen bin auf "S". Das geht in der neuen, neuen E-Klasse nicht mehr. Die Getriebeeinstellungen resetten sich jedesmal nach dem Motorausstellen.
    Und ich halte die 21 km/h für durchaus realistisch. Wenn der Torsten (obiger Kommentar) in Paderborn auch nur 30 km/ hat... Dort wird ja eher mal Autobahn oder Landstraße gefahren.

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  6. @Torsten
    danke für deine "Statistik". Das bestätigt meine Vermutung, dass der Wert für Durchschnittsgeschwindigkeit meiner Taxe durchaus realistisch ist. Ihr fahrt ja in eurer Ecke wahrscheinlich auch mal über Landstraßen und Autobahnen (nehme ich mal an).
    Ansonsten, lou9 hat schon recht. es hängt auch stark vom Fahrstil des Fahrers ab.

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  7. Die Werte sind natürlich gerade bei Taxis nur vorsichtig zu betrachten. Viele haben ja bei Stehen an der Halte auch mal den Motor an, gerade im Winter. Das sorgt dann für einen super Kilometerschnitt, aber einen schlechten Verbrauch pro km.
    Ansonsten glaube ich dem Kollegen mit 6-7 Liter/km bei der B-Klasse genausowenig wie denjenigen, die in jeder Schicht 300 Euro einfahren.

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  8. @Aro
    Stimmt. An dieses Motor-laufen-lassen-an Halteplätzen habe ich gar nicht gedacht.

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