"Kennen Sie Michael Schumacher?"
"Wieso, habe ich den im Auto?" meinte ich und schaute mir die zwei gutgekleideten Herren im Fond genauer an.
"Nein, aber Sie müssen so schnell fahren wie er. Wir müssen um halb in StraßeinReinickendorf sein."
Okay, machbar. Aber da darf nichts Unvorhergesehenes dawischen kommen.
Sie unterhielten sich in dieser peinlichen deutsch-englischen Unternehmerberatersprache. Begriffe wie backoffice, human resource, benchmarking, leverage effect, high potentials und was weiß ich noch alles fielen am laufenden Band. Schwer zu verstehen, für einen einfachen Taxifahrer wie mich.
"So, meine Herren. Es sind jetzt noch ca. 3 km bis zum Ziel und wir haben noch 7 Minuten."
"Wie haben Sie das denn gemacht? Sie sind ja geniiaal."
"Sie sind doch Unternehmensberater. Da graben Sie jetzt aber ganz tief in der Motivationskiste."
"Sie haben uns durchschaut. Wenn wir Ihnen jetzt aber sagen würden, dass wir Ärzte sind?"
"Kann nicht sein, ein Arzt hat kein Backoffice."
Wir waren um 28 an ihrem Fahrziel angekommen und die Lobeshymnen fingen wieder von vorne an.
Ich, inzwischen etwas genervt ob der Sprachvergewaltigungen dieser beiden management consultants und vor allem ob dieser billigen Lobhudeleien:
"Ja, Ja. Jetzt ist aber langsam gut. Wir machen doch alle unseren Job so gut wir können, oder?"
Ob die eigentlich wissen, wie lächerlich sie sich machen?