Donnerstag, 12. Juli 2012

H?HEN WEG

H?HEN WEG
So stand die Adresse auf dem amerikanischen Handy. Kurz musste ich alle Straßen mit H vorne und einem Umlaut als zweiten Buchstaben abchecken. Es gibt nur eine. Und ich habe diese Ministraße in Spandau gefunden.
Und für die Mühe gab es einen Zehner extra.

A bissle

Diese Schwaben sind schon ein putziges Völkchen.
Die zwei Fahrgäste hatte ich schon nach dem ersten Satz als solche erkannt, sagte aber nichts weiter dazu. Als wir hinter einem dieser BVG Busse herzuckelten mit der Baden-Württembergischen Tourismuswerbung

"Wir können alles, ausser Hochdeutsch."

machte ich sie darauf aufmerksam:

"Sehen Sie, so wirbt ihre Landesregierung hier in Berlin."
"Ach, des hennse glei erkannt?"
"War nicht soo schwer."

Die beiden waren ein nettes Pärchen und als ich mich dann als ehemaligen Landsmann geoutet hatte, kam sogar eine gute Atmosphäre auf.

Wir waren auf dem Weg nach Prenzlauer Berg und ich versuchte ihnen die dortige Unbeliebtheit ihrer Landsleute zu erklären. [bla, bla, bla...] Und irgendwann habe ich wohl ein Stichwort für ihn geliefert:

"Ja ja, Der Schwabe isch halt a bissle weltoffen."

Mir war nicht ganz klar, ob er sich der Komik dieser Formulierung eigentlich bewusst war, auf jeden Fall habe ich beinahe ins Lenkrad gebissen vor Lachen. Weltoffen. Aber wohlgemerkt, bloß a bissle.

Aber da nun endgültig gute Stimmung im Auto war, legte er noch einen nach:

"Wissen Sie, warum eine Schwäbin nie einen Tanga tragen würde?"
"Äh nö"
"Weil man aus dem keinen Putzlappen machen kann."

Über a bissle Selbstironie verfügen sie ja.





Mittwoch, 11. Juli 2012

Markt an Bord

Ich frage mich ja schon seit längerer Zeit, wer oder was sind eigentlich diese "Märkte", die immer irgendwie reagieren. Mal enttäuscht, mal negativ oder manchmal auch positiv (am witzigsten finde ich, wenn sie nervös reagieren oder gar verunsichert!), sobald irgendwo eine finanzpolitische Entscheidung getroffen wurde.

Ich hatte nun so einen "Markt" an Bord. Ich kann euch sagen, so ein "Markt" ist multitaskfähig, gesprächig und - gut teuer gekleidet. So ein "Markt" kann telefonieren, Flugticket suchen, Terminkalender durchsuchen, alles gleichzeitig.

Ich hatte nur eine einfache Frage gestellt und erhielt immer in den telefonierfreien Zeiten einen Vortrag zu allen kapitalismustechnischen finanztechnischen Fragen dieser unserer Zeit.

Der Vortrag wurde zwar mehrfach durch Telefonate unterbrochen, der "Markt" knüpfte aber anschließend nahtlos dort an, wo er aufgehört hatte. Ob er mir meine Frage beantwortet hat, weiß ich nicht, sogar die Frage selbst habe ich vergessen.

Und als ob das nicht genug Klischees gewesen wären, ja, sein Flug ging nach Frankfurt.

(Ein paar weitere Adjektive, wie diese Märkte noch so reagieren )

Montag, 9. Juli 2012

Trinkgeld kann betroffen machen

Es war wie ein Schlag in die Magengrube und ich hoffe inständig, dass ich es missverstanden habe oder es ein sprachliches Problem war.

Eine, von meiner Warte aus gesehen junge Dame, so Mitte Dreissig, wohl aus einem osteuropäischem Land und mit holprigen Englisch-Kentnissen wollte von mir in ein Krankenhaus in Wilmersdorf gefahren werden.

Die Fahrt verlief schweigend und am Ende standen 14 Euro zu Buche. Sie gab mir einen Fuffi und als ich nach dem Geldbeutel griff, um ihr das Wechselgeld rauszugeben, winkte sie ab:

"No, that's fine."
(Ich übersetze den Rest jetzt gleich mal.)

"Aber das ist doch viel zu viel"  und zeigte auf den Taxameter. "VierZEHN Euro."

Sie stieg einfach aus und ich hinterher, um ihr ihre Taschen aus dem Kofferraum zu holen. Den Fuffi behielt ich in der Hand, noch einmal darauf hinweisend, dass dieses Trinkgeld viel zu hoch sei.
Dann sagte sie den Satz, der mich fassungslos machte:

"Ich komme hier wahrscheinlich sowieso nicht mehr raus."

drehte sich um und ging Richtung Eingang. Da stand ich nun mit dem Fuffi und schaute ihr bestürzt hinterher.

Puh... nichts gegen ein gutes Trinkgeld, aber nicht unter solchen Umständen. Es ging mir wirklich an die Nieren.

Dienstag, 3. Juli 2012

München 2

Einen hab' ich noch aus München:
Den Franz Xaver Krenkl.
Wer ko, der ko.
Aufgenommen am Karlstor
Der Herr Krenkl war ein Lohnkutscher, eben das was man heute Taxifahrer nennt. Und wie wir ja alle, auch eine Art kleiner "Anarchist". Der hatte nämlich mit seinem Gespann die Unverschämtheit besessen, verbotenerweise die königliche Kutsche König Ludwig I. zu überholen. Und meinte im Vorbeifahren "Majestät, wer ko, der ko!"

Aber da der Herr Krenkl ein durchaus angesehener Mann in München war, verzichtete der König auf eine strafrechtliche Verfolgung, revanchierte sich aber auf andere Art. Er parkte die königliche Karosse einen Tag lang direkt vor der Ausfahrt des Kutschers, so dass dieser den ganzen Tag nicht arbeiten konnte.* Adliges Pack.

* So nachzulesen u. a. im Buch "Als die Oper mit Bier gelöscht wurde" erschienen beim Stiebner Verlag. Autor Heinz Gebhardt.

München

So, jetzt komme ich endlich dazu, von letzter Woche zu berichten. Sozusagen als Entspannungsübung zwischen einem arbeitsintensiven WE und einer anstrengend werdenden Fashionweek.
Da M. und ich Ende Juni, Anfang Juli ein paar Jahrestage (unser beider Geburtstage, Hochzeitstag) zu feiern haben, verlassen wir Berlin um diesen Dreh immer für ein paar Tage und gönnen uns eine kleine Städtereise. Zum Beispiel letztes Jahr nach Dresden.

Diesmal war München dran.
Und wir wurden so was von herzlich empfangen, ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Da hat der Reinhold einfach seinen Arbeitstag abgebrochen, seinen Kumpel Robert geschnappt und mit uns eine kleine Stadtrundfahrt unternommen. Zur Erinnerung: Die beiden haben mich ja auch schon mal besucht. Klasse Typen, die zwei.
Der Reinhold hat uns gleich zweimal durch München gefahren. Und beim zweitenmal hat sich auch sein dringenstes Anliegen erfüllt: Er konnte uns die Münchener Biergarten-Kultur näher bringen.

Liebe Berliner: DAS ist ein Biergarten.
Und um mit einem Vorurteil aufzuräumen, ein Biergarten hat nichts, aber auch gar nichts mit hemmungslosen Saufereien, wie das am Oktoberfest üblich ist, zu tun. Es geht um Essen, Trinken, soziale Kontakte und Gemütlichkeit.

Anderer Biergarten, nicht ganz so gemütlich
So faszinierend, dass ich nicht mal Fotos gemacht habe, war das ganze Drumherum. Die Maßkrüge standen zur Selbstbedienung in einem offenen Schrank. Daneben ein Waschbecken mit Wasserhahn zum Selberwaschen der Krüge - mit einer Klobürste. Die leeren Krüge wurden mit einem Elektrocar abtransportiert.

Da wir den Flug für unseren Besuch schon im April gebucht hatten (Sonderangebot von Air Berlin) unterlief uns ein kleiner Fehler. Der Rückflug fiel genau auf das Halbfinalspiel der EM zwischen Deutschland und Italien. Abflug München 20:35 Uhr, Ankunft Berlin 21:45 Uhr.
In der Hoffnung, vielleicht noch was von der zweiten Halbzeit mitzukriegen, habe ich bei einem weiteren, zuverlässigen Taxiblogger angefragt, ob er uns nicht vom Flughafen abholen könne.

Aber der Pilot unserer Maschine gab Vollgas. 
"Wir haben die Strecke in nur 41 Minuten geschafft. Und jetzt die schlechte Nachricht: Italien führt 1:0."
Es war gerade mal 21:15 Uhr, als wir gelandet sind.
Den Aro angesimst, auch er gab Vollgas und stand kurz nach der Landung am Terminal.
Und jetzt beginnt der ärgerliche Teil der Reise. NIEMAND HAT UNSER GEPÄCK AUSGELADEN! Ich weiß nicht, was die gemacht haben, aber ich habe da so eine Vermutung. Eine dreiviertel Stunde hat es gedauert, bis wir unser Gepäck hatten. Während der Captain wohl schon vor dem Fernseher saß, konnten wir von der Gepäckausgabe auf einem kleinen Monitor im Terminal auch ein paar Blicke erhaschen. 
Sorry Aro für die Wartezeit, ich hätte mir das auch anders gewünscht. Und danke für's Abholen. Und ganz viel danke nach München.




Donnerstag, 21. Juni 2012

Schwerbelastungskörper


Zu einem der absurdesten Relikte der größenwahnsinnigen Naziarchitektur zählt der Schwerbelastungskörper, der 1941-43 von französischen Zwangsarbeitern an der Ecke General-Pape-Straße/Loewenhardtdamm gebaut wurde.

Mit Hilfe dieses aus Beton gegossenen Ungetüms sollte die Bodenfestigkeit für den "Großen Triumphbogen" in der Nord-Süd-Achse der geplanten "Welthauptstadt Germania" geprüft werden. Mit seinen 117 Meter Höhe und 170 Meter Breite sollte dieser gigantische Außmaße haben.
Zum Vergleich: Das Brandenburger Tor ist 26 Meter hoch und 65,5 Meter breit.

Seit 2009 ist dieser Klotz restauriert und kann besichtigt werden. Auf dem Gelände befindet sich  eine Aussichtsplattform, von der aus man einen netten Blick auf z.B. den Potsdamer Platz hat.

Aus Schwerbelastungskörper


Der Durchmesser dieses zylindrischen Körpers beträgt 21 Meter. Er ist 14 Meter hoch und geht noch 18 Meter in die Tiefe. Gesamtgewicht über 12.000 Tonnen.
Aus Schwerbelastungskörper

Aus Schwerbelastungskörper
Hier in 14 Metern Höhe sollte sich das Straßenniveau befinden ...

Aus Schwerbelastungskörper
... damit die Besucher, die am Südbahnhof austeigen, diesen Anblick haben.
Im Hintergrund die "Große Halle". Diese war geplant mit 315 × 315 Metern Grundfläche und 320 Metern Höhe.
Und überhaupt: "Hitler mochte Berlin nicht. Viel zu wenige haben ihn da gewählt und viel zu dekadent da alles. Nürnberg, München und Wien, das waren seine Städte. Im Grunde genommen wollte er durch dieses Projekt das alte Berlin dem Erdboden gleichmachen." (Zitat eines Mitarbeiters vor Ort.)

Und das hat er ja letzten Endes auch, nur anders als geplant. Das Arschloch, das alte.

Nachtrag 22.06.
Das oben gezeigte Video ist NICHT von mir, Das lag da in You Tube einfach so rum.

Montag, 18. Juni 2012

Die Wilhelme und Friedriche

Ich gebe es unumwunden zu:
Die einfallslose Vornamensgebung des Herrschergeschlechts der Hohenzollern überfordert mich. Ich kriege diese Kaiser und Könige, Wilhelme und Friedriche nicht immer gebacken.

Aber selbst Historiker(?) stehen anscheinend mit ihnen auf Kriegsfuß. Wie sonst kann man sich erklären, dass sogar öffentlich ausgehängte Informationstafeln peinliche Fehler enthalten?
Diese Tafel steht auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof, heute Berlins größter Park.
Gehen wir mal etwas näher ran
Einen deutschen Kaiser Friedrich Wilhelm II gab es nie. Gemeint ist der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. (Und in Holland Asyl gefunden hat.)

Und wie man sieht, der Berliner weiß sich zu helfen. Nein, ich war es NICHT, der dort den Friedrich mit Recht rausgekratzt hat.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Vor dem Spiel

Dialog mit zwei männlichen holländischen Fahrgästen:

"Ich mag ja Holländer. Nett, sympathisch, tolerant und weltoffen. Nur bei einem Punkt hakt es bei euch aus. Beim Fußball."

"Wir mögen die Deutschen ja auch. Nur bei einem Punkt hakt es bei euch aus. Beim Fußball."

Ehrlich gesagt, SOO habe ich es noch nie betrachtet.

Viel Spaß heute Abend.

(Ja, es ist bekannt, dass Holland nur ein Teil der Niederlande ist.)

Dienstag, 12. Juni 2012

Geht echt nicht

Ich könnte mich ja sowas von in den Hintern beissen, dass ich das Foto des Internetausdrucks des Fahrgastes verhunzt habe.

"Can you please take us to this airport?"

und zeigte mir die Adresse auf seiner Reservierungsbestätigung:

Berlin Brandenburg International.
Willy-Brandt-Airport

"No, I can't."

Tja, so kann das gehen in Berlin. Die einen wollen zu einem Flughafen, den es noch gar nicht gibt. :-( Manch andere irren mit ihren Rollkoffern auf Flughäfen rum, die es nicht mehr gibt. ;-)

Montag, 11. Juni 2012

Vordrängeln gilt nicht

Es war gestern wie immer. Sehr viele Kollegen kneifen ja, wenn es eine Großveranstaltung mit zahlreichen Straßensperrungen gibt. Kann ich schon verstehen, da es einfach keinen Spaß macht, sich vor jeder Tour den Kopf zu zermartern, ob und wenn ja, wie man das gewünschte Fahrziel erreichen kann. Andererseits, mit guter Vorbereitung hat es manchmal ja auch ein bisschen was von Abenteuer und Spannung.

Wie dem auch sei, nachdem der Tag so langsam in die Gänge kam, stapelten sich die Fahrgäste an den Halten. Kaum kam man mal dazu, sich ein Brötchen oder eine Zigarette zu gönnen.

Den Schlaumeiern aber, die meinten, sie könnten sich an den Zufahrtswegen zu den Taxihalten positionieren, um die anfahrenden Taxen abzufangen, habe ich eine deutliche Abfuhr erteilt. Ich mag keine Vordrängler.
Man stelle sich vor, man steht mehr oder weniger geduldig in der Schlange an der Halte, muss unter Umständen seinen Flug oder Zug erreichen und muss mit ansehen, wie diese Drängler ein Taxi nach dem anderen vor der Nase wegschnappen. Es kommt zwar selten vor und natürlich genießt man als Taxifahrer diese Situationen, aber auch hier gilt: Immer der Reihe nach.

Wenn die Thea Nolte den Albrecht Bähnisch heiratet

Was bin ich rumgegurkt, um diese Straße zu finden.
Als ich dort dann endlich meine Fahrgäste abgeliefert hatte und noch dabei war, dieses Foto zu machen, kamen neue Fahrgäste aus dem Holiday Inn und wollten zum Hauptbahnhof gefahren werden. Ob sie vom Hotel ein Taxi bestellt hätten, fragte ich sie. Nein, sie hätten mich gerade gesehen und ihr Glück versucht. Taxi bestellen wollten sie vermeiden, da diese neue Straße ja kein Taxifahrer kennen würde. Schon auf dem Hinweg hätte der Kollege ihr Fahrziel trotz Nachfrage bei der Zentrale nicht gefunden. 
Nein, NICHT Thea-Nolte-Bähnisch-Straße, liebe Leute von Holiday Inn.

In Hannover kennt man sie anscheinend, die Theanolte Bähnisch. (Echt, diese Wikipedia ist Gold wert.)
Kauperts hat sie aber auch schon auf dem Schirm.

Freitag, 8. Juni 2012

Heißes Wochenende

Es ist angerichtet. Ab morgen wird die Straße des 17. Juni wieder zur Fanmeile, auf der Fußballfans sich die Übertragungen der deutschen EM Spiele live im Rudel anschauen können. Ich persönlich finde das okay. Auch wenn die wichtige Ost-West Tangente damit für den Fahrzeugverkehr über viele Wochen hinweg gesperrt sein wird.

Von mir aus kann es losgehen.
Was mir aber ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet, ist das Radrennen, das am Sonntag am Platz des 18. März starten soll. Also genau da, wo die Bühne der Fanmeile steht. Zwar haben die Veranstalter des Rennens ihre übliche Strecke geändert und fahren nicht mehr wie den vergangenen Jahren den 17. Juni entlang, aber wie sie rund 14.000 Radfahrer dort starten lassen wollen, ist mir ein Rätsel.
Keine Ahnung, vielleicht kriegen sie es ja hin.
Und um eine Zieleinfahrt zu schaffen, wurde die Sperrung des 17. Juni noch mächtig nach Westen hin verlängert.
Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn in Berlin was los ist. Aber warum immer alles gleichzeitig? Hat noch jemand eine Demo angemeldet?

Dienstag, 5. Juni 2012

Gewonnen

Mittags so gegen 16 Uhr. Eine junge Lady winkt in Wilmersdorf* und möchte nach Kreuzberg*. Aber gerne, nette Tour. Gepflegt sah sie aus, etwas überschminkt vielleicht. Die Fahrt verlief zuerst schweigend, aber dann:

"Ich habe gewonnen."

"Schön. Darf man fragen wobei?"

"Beim Wettsaufen."

"Aaah ja. Und was denn?"

"Einen Haufen Geld*"

Die Tour kostete knappe 17€ und sie bezahlte mit einem Zwanziger.

"Stimmt so. Ich habe ja gewonnen... Und jetzt gehe ich erstmal kotzen."


(*Ein paar Details habe ich verändert. Ich glaube, es wäre ihr sehr unangenehm, wenn man sie indentifizieren könnte.)


Montag, 4. Juni 2012

Na klar nehme ich Coupons

Nach der Aufzeichnung seiner Sendung zog er die Krawatte aus, stieg in meine Taxe und wollte nach TXL gefahren werden. Ich habe ihm den Gefallen getan.
Quasseln kann er ja. Ist auch sein Beruf.

Keine Zeit sich zu beeilen

Eine Woche hätte er gebraucht um nach Berlin zu kommen, meinte der Ostfriese.
Ich habe ihn auch noch durch die Stadt fahren sehen. Hat ganz schön Speed gemacht, der Hanomag. Mal ein abwechslungsreicheres Motiv als immer das gleiche Disneyland am Brandenburger Tor. Und natürlich haben ihn die Schausteller hinter seinem "Wohnmobil" schon nach ein paar Minuten dort wieder verjagt. Er würde die Sicht versperren.


Mittwoch, 30. Mai 2012

Kreuzberg meets Alex

Wer Lust und Zeit zum Spielen hat, kann über Google Earth nachvollziehen, von welchem Standort aus ich dieses Foto gemacht habe und zu welcher Kirche diese beiden Kirchturmspitzen gehören.
Nämlich von genau da aus, wo auch dieser Wein wächst.
Endlich habe ich mal einen ergattert.

Sonntags etwas später

Manchmal sind es einfach auch die Feinheiten, die einen guten Taxifahrer ausmachen und die sich durchaus positiv auf seine Einnahmen auswirken können.

Ich stand am Sonntagmorgen um ca. 10 Uhr als Zweiter vor dem Ritz Carlton  als gleich 2 Taxen angefordert wurden. Wir fuhren also rüber und der Kollege vor mir war schon im Gespräch mit einem der Fahrgäste, der ihm einen Zettel zeigte. Er studierte diesen kurz, rief mir zu: "Stasimuseum!" und brauste gleich danach davon. Ich lud in Ruhe meine spanische Kundschaft ein und versuchte noch, an ihm dranzubleiben. (Folgen Sie diesem Taxi. Klappt ja eh nie!) Nu ja, der Kollege hatte einen, sagen wir mal, sehr zügigen, Fahrstil und schaffte es, eine Ampelphase Abstand zwischen uns zu bringen. Auch egal. Ich weiß ja, wo das ist.

Als ich am Museum ankam, hatte der Kollege seine Fahrgäste schon fast alle ausgeladen und schickte sich an, wieder davonzufahren. Mir aber kam das Museum ein bisschen verlassen vor, irgendwie zu und verrammelt. So bedeutete ich dem Kollegen, noch kurz zu warten und und ging zum Eingang des Museums: "Sa und So geöffnet ab 14 Uhr." Wahrlich eine seltsame Öffnungszeit für ein Museum. Und der Zettel, den der Hauptfahrgast mit sich führte, wies dieselbe Öffnungszeit aus.

Also alle wieder rein in die Taxen und zurück zur Museumsinsel.
Fast 30€ Umsatz in weniger als einer halben Stunde mit optimalem Kilometerschnitt.

Ein bisschen Aufmerksamkeit und Fürsorge kann man ja von einem Taxifahrer auch verlangen. Böswillige könnten das natürlich auch geschäftstüchtig nennen.

Dienstag, 29. Mai 2012

Spamschutz im Funkverkehr

Das Teufelchen an der Antenne filtert die Fehlfahrten raus.
Spamschutz für miese Aufträge?

Pfingsten

"An Ostern und an Pfingsten ist der Verdienst am geringsten." Diese alte "Weisheit" unter den Berliner Kollegen hat sich dieses Jahr nicht bestätigt. Ich will ehrlich sein, ich habe lange überlegt, ob ich mir den Pfingstmontag antue. Aber es hat sich gelohnt. 550 Euronen an Umsatz hat mir Pfingsten einschließlich des Samstags beschert.
Die Stadt war wieder knüppeldicke voll und das Wetter zeigte seine sonnigste Seite, was normalerweise ja eher auf lausige Umsätze schließen lässt.
Na ja, so ein bisschen Dusel war auch dabei. Ein bisschen viel sogar. Aber Ende gut, alles gut.
Faszinierend das geringe Verkehrsaufkommen. Wenn man es geschafft hatte, das Verkehrschaos rund um den westlichen Teil Kreuzbergs zu meiden, lief alles flüssig und ohne nennenswerte Beeinträchtigungen.
Bis auf die üblichen Touristenattraktionen natürlich.


Und nach Feierabend habe ich mich selbst belohnt, mit einem Spaziergang nach Hause und einem Feierabend-Bier in lauschiger Atmosphäre.


Ach so, warum man als Autofahrer den westlichen Teil Kreuzbergs meiden musste: Es war mal wieder Karneval in Berlin. Während im Rheinland sich die Menschen rote Pappnasen und Narrenkappen aufsetzen, hat der Karneval in Berlin andere Schwerpunkte.
(Bildergalerie von Berlin.de)


Mittwoch, 23. Mai 2012

Good Party This Evening

"German or English?"

fragte ich den stark tätowierten Fahrgast, der am Hilton einstieg und meinte die Sprache, in der wir uns unterhalten können.

"German, please."

Natürlich war meine Frage falsch gestellt. Die Antwort war ein Reflex, englischsprachige Frage - englischsprachige Antwort. Wir haben uns trotzdem beide über diesen Automatismus amüsiert. Vielleicht wäre aber Englisch doch die bessere Alternative gewesen. Es war ein Österreicher mit sehr ausgeprägtem Dialekt.
(Und er erzählte mir, dass die Berliner nicht die einzigen seien, die Probleme mit einem Flughafen hätten.)

Und noch eine Anekdote mit englischsprachigem Hintergrund:

Meine letzte Tour des Tages ging mit einem Kanadier zum Flughafen. Ich erzählte ihm, dass ich anschließend Feierabend machen werde. Bei dieser Gelegenheit fragte ich ihn, ob es denn im umgangssprachlichen Englisch einen ebenso netten Begriff für "Feierabend" gäbe und übersetzte den deutschen Ausdruck wortwörtlich mit "to make party in the evening." Das war natürlich eine sehr freie und eigenwillige Übersetzung meinerseits, aber es hat ihm so gefallen, dass er mir mit einem Augenzwinkern zum Abschied eine "good party this evening" gewünscht hat.

Etymologischer Ursprung des Wortes.

Dienstag, 22. Mai 2012

Rund um den Schlachthof

Da war noch dieses Ehepaar, das von mir in eine mir unbekannte Straße gefahren werden wollte. Dass man diese Straße als Taxifahrer nicht kennt, waren sie aber schon gewöhnt und hatten gleich einen Stadtplanauszug mit dabei. Es war eine dieser neuen Straßen rund um den alten Schlachthof zwischen Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Lichtenberg, in denen in den letzten Jahren rund um die Eldenaer und Storkower Straße neue Townhouses entstanden sind.
Hier auf Google Maps.

Hässliche Gegend, wenn ihr mich fragt, aber für viele junge Familien so eine Andeutung vom eigenen Häuschen. Na ja, wer's mag.

Meine Kundschaft wollte das Töchterchen besuchen, das am selben Tag Geburtstag hatte. Sie kämen aus einer Kleinstadt in Westdeutschland, wären aber immer wieder gerne in Berlin. So weit so normal.
Töchterchen hätte ja früher in der Nähe des alten Flughafens Tempelhof gewohnt, aber das wäre ja zum Schluss dort nicht mehr auszuhalten gewesen, als das dann dort mit den ISLAMISTEN losgegangen sei. Nur noch EIN DÖNERSTAND AM ANDEREN.
Da stellten sich bei mir ein paar Nackenhaare auf.
Ich fragte nach:

"Meinen Sie diese Menschen in Dönerbuden, die dann von deutschen Rechtsradikalen ermordet werden?"

Kurzes Schweigen. Dann:

"Ja ich weiß ja auch nicht. Bei uns in der Kleinstadt sind alle Ausländer gut integriert. Da hat niemand was gegen Ausländer."


Es leben diese einfachen Weltbilder. Es will mir nicht in den Kopf, wie ausgerechnet die Menschen, die am wenigsten mit Integrationsproblemen konfrontiert sind, dermaßen mit Vorurteilen belastet sind.

Mir mutete dieses Viertel rund um den Schlachthof ziemlich unwirklich an. Das hat doch was von Besserverdienenden-Ghetto-Charakter.  So ganz kann ich nicht nachvollziehen, wie man dort freiwillig hinziehen kann. Auch nicht, wenn ich es mir leisten könnte.
Vielleicht mache ich demnächst einen Fotoausflug in diese Gegend. 

Weitere Links zum Schlachthof:

Montag, 21. Mai 2012

Knapp den Hunni

Der Samstag war der jämmerlichste und lausigste Arbeitstag, an den ich mich erinnern kann.

Einen großen Anteil daran hatte wahrscheinlich das Wetter. Zu schön, um Taxi zu fahren. Aktiv, wie passiv. Und wie immer zu Jahresbeginn, wenn die Temperaturen und die Sonne Berlin zum ersten Mal in einen fast surrealistischen Sonnennebel hüllen, ist das mit der StVO nicht mehr wörtlich zu nehmen.  Angeblich tummelten sich 1 Million Besucher über das Himmelfahrtwochenende  in der Stadt. (Das mit der Million halte ich für stark übertrieben.)

Und sowohl Besucher wie auch Einheimische, also ALLE Verkehrsteilnehmer gleichermaßen, schlenderten völlig merkbefreit und losgelöst über rote Ampeln, träumten einig mit sich und der Welt an grünen Ampeln vor sich hin. Es sei ihnen gegönnt, aber das macht das Leben eines Taxifahrers auch nicht einfacher.

Umsatzmäßig musste ich das erste Mal seit Jahren um den Mindest-Hunni kämpfen und bin erst mit der letzten Fahrt noch mit einem blauen Auge davongekommen.
Und da war ich anscheinend einer der Wenigen, die das geschafft haben, wie ich im sonntäglichen Gespräch mit den Kollegen erfahren habe.

Ganz anders dagegen der Sonntag. Mit zweistündiger Verspätung und ohne große Erwartungen machte ich mich auf den Weg und hatte schon nach wenigen Metern meine ersten Fahrgäste im Auto. Eine Fahrt über den Alex in die Bizetstraße in Weissensee. Die Bizetstraße ist sonntagsmorgens um diese Uhrzeit ein kleines verträumtes Sträßchen: Erwartungshaltung betr.  neue Fahrgäste nullkommanull. Aber manchmal kommt es halt anders als man denkt. Da steht doch tatsächlich ein junger Mensch mit Koffer am Straßenrand, höchst erfreut mich zu erblicken. Zwar war ich noch nicht so richtig wach, aber ich habe ihm natürlich den Gefallen getan, ihn zum Hauptbahnhof zu bringen.

Von dort aus mal am Pariser Platz vorbeigeschaut, man kann ja nie wissen. Stimmt. Nur eine Taxe stand vor dem Hotel. Und 5 Minuten später hatte ich israelische Fahrgäste an Bord, die zum Flughafen Schönefeld mussten. Ich wusste gar nicht wie mir geschah.

Am Ende dieses so furios gestarteten Tages hatte ich mehr als das Doppelte in der Kasse wie am Vortag. Immer wieder für Überraschungen gut, dieses Taxifahren.


Kunst im Taxi

Ein Berliner Kollege hat sich ein originelles Hobby ausgesucht.

Er macht aus weiblichem Fettgewebe und Drüsen schwarz-weiße Foto-Kunst. Und das direkt aus dem Taxi.

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=10570728

Gut auch der Galerist:

"Das finde ich sehr gut, weil da ist ja das fleischartige etwas zurückgenommen."



 (Ich weiß nicht, wie lange der Beitrag in der ARD Mediathek stehen wird. Wenn jemand einen Tipp hat, wie man das downloaden kann, immer her damit.)

Montag, 14. Mai 2012

Sorry Paris

Wie versprochen, hier ein kleines Stimmungsbild aus Berlin anlässlich des DFB Pokalfinales.

Am Samstag war die Stadt so was von knüppeldicke voll... Berlin war am Rande seiner Kapazitäten angelangt.
Zusätzlich zu den zigtausenden Finalbesuchern kamen noch die Teilnehmer einiger anderer Veranstaltungen. Von Verkehrs f l u s s konnte keine Rede mehr sein.

Wegen des Berliner Frauenlaufs durch den Tiergarten war mal wieder die Straße des 17. Juni ganztägig und die Tiergartenstraße temporär gesperrt. 18.000 Frauen liefen um die Wette, oder einfach nur so.

Das Abgeordnetenhaus von Berlin und der Bundesrat veranstalteten einen Tag der offenen Tür.

Auch der "Hauptstadtflughafen" lud zu sogenannten Publikumstagen.

Zahlreiche (4-5) Demonstrationen und Kundgebungen in West uind Ost machten Straßensperrungen zur Normalität.
Hier stellvertretend der Marsch der Empörten.

(Schaut die Berliner Abendschau)

Fahrgäste allüberall. Man hätte richtig gut Geld verdienen können - wenn man vorwärts gekommen wäre.
Auf wessen Kappe geht denn eigentlich das hier?
Berlin, Stadt der Liebe?

Berlin, echte Liebe?

Der Sonntag lief dann wie erwartet. Tausende Menschen wollten die Rückreise antreten und natürlich ist es mir gelungen, einige davon zum Flughafen zu transportieren. Neben der Analyse des gestrigen Fußballspiels war die Verschiebung des Eröffnungstermins des neuen Flughafens ein Schwerpunktthema meiner Gespräche mit den Fahrgästen.
Ein Kunde fasste zusammen, was die überwiegende Meinung der fliegenden Fraktion meiner Fahrgäste war:

"ich bin dankbar für jeden Tag später, was will ich auf dieser grünen Wiese."

Ob der neue Flughafen wirklich diese Erfolgsgeschichte gibt, für die man uns den immer verkaufen will, lass ich also mal dahingestellt.

Samstag, 12. Mai 2012

Fiiinaaaleee

Wenn es nach dem Fanverhältnis bei mir im Taxi geht, gewinnt Bayern heute mit 2:1. *daumendrück* 
 Aber bitte ohne Verlängerung und Elfmeterschießen. Ich muss morgen früh raus.

Mehr zum Pokalwochenende in Berlin nächste Woche.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Mit 'nem Fahrrad zu den Revoluzzern

Eigentlich fehlt mir momentan der nötige drive zum Schreiben, aber das hier muss ich doch noch loswerden. Es ist mir ein Flyer in die Hände gekommen, der Werbung für geführte Radtouren macht. Das an sich ist ja nichts Schlimmes, aber mit der Tour 2 habe ich so meine Probleme:
Arm aber sexy - das wilde Berlin
Entdecken Sie das alternative Berlin: Kreuzberg, Friedrichshain & Treptow. Spannende Route zur East Side Gallery, zu Strandbars & Wagenburgen, Künstlern & Revolutionären, Baumhäusern & Moscheen. Berlin authentisch erleben.

Wer also mal einen Revolutionär vom Fahrrad aus begaffen möchte, nichts wie hin. (Nein, den Mist verlinke ich nicht.)


Montag, 7. Mai 2012

Verspekuliert (2)

Wenn ich morgens ins Taxi einsteige, schalte ich als erstes das Funkgerät ein. Bei unserem altmodischen, aber für mich ganz praktikablen Sprachfunk werden zu jeder Viertelstunde die Vorbestellungen vorgelesen, ja so richtig gelesen und gesprochen.

Vielleicht ist ja was für mich dabei. So war es diesmal auch: Vorbestellung am Schlesischen Tor zu 6 Uhr. Das schaffe ich locker. Natürlich stand am Schlesischen schon einer. Okay, erstmal abwarten. Vielleicht tut sich ja noch was. Wenn ich jetzt abhauen würde und in 5 Minuten die Vorbestellung über den Äther geht und das Schlesische wäre "ohne" - mein Hinterteil würde ganz schön schmerzen, weil ich so heftig in dasselbe gebissen hätte.
Und tatsächlich, zwei Fahrgäste näherten sich der Halte. Natürlich sprachen sie zunächst den ersten Kollegen an. Und eigentlich hätte der sie auch tranportieren müssen, immerhin gilt auch für solche Fälle die Beförderungspflicht.
Tat er aber nicht. Er verwies die zwei an mich.
Sie stiegen ein und ich war schon neugierig, welche Ausrede er sich hatte einfallen lassen:

"Was hat denn der Kollege gesagt?"

"Er hätte eine Vorbestellung."

Da musste ich schon lachen. Die hätte ich dann ja gehabt. Aber was soll's, sollte ich jetzt mit dem Kollegen einen Streit anfangen? Nee, ich nehme es wie es kommt.

Die Tour brachte 11 Euro und ich war eher erfreut über den zügigen Start als irgendwie verärgert über solch einen Umsatzgeier. Ich cruiste anschließend wieder in Richtung Partyzone und bekam noch eine Kurzstrecke. Etwa eine halbe Stunde später kam ich Ostbahnhof vorbei. Mal schauen, ob sich dort während meines Urlaubs etwas getan hat mit der Riesenbaustelle.
Und wer stand da an zweiter Position? Der gierige Kollege von vorhin. Seine so wichtige Vorbestellung ging nur zum Bahnhof. Eine Tour von maximal 7 Euro.

Bin ich ein böser Mensch, wenn ich in solchen Momenten immer etwas Schadenfreude empfinde?

Donnerstag, 3. Mai 2012

Rumgezündelt


Meine (ehemalige) Lieblingshalte am Schlesischen. Wie sieht es da denn aus? Kann man nicht mal zwei Wochen in Urlaub gehen?

Meinen Informationen zufolgende ist in der jetzt mit Brettern vernagelten Ladenwohnung (Korrektur: keine Party) ein Feuer ausgebrochen und hat das ganze Vorderhaus in Mitleidenschaft gezogen.

Diese Ladenwohnung war früher mal das Büro von wem oder was? Na, wer weiß es?

Nachtrag:
Es scheint sogar Verletzte gegeben zu haben. Ich war wohl mit der Überschrift etwas zu flapsig. Sorry an alle Betroffenen.
Und der Kollege, dem das Auto abgebrannt ist (siehe Kommentare) hat jetzt auch den Kopf voll.

Presseartikel:
Berliner Zeitung
XHain.net
Tagesspiegel

Mittwoch, 2. Mai 2012

Sizilien

Sorry, das hat ein bisschen länger gedauert. Das lag zum Einen daran, dass ich meine Fotos im Rohdatenformat (raw) knipse und die immer noch vor der Veröffentlichung  entwickeln muss und zum Anderen daran, dass gestern einfach so schönes Wetter (bis auf die gelegentlichen Gewitter am Nachmittag) war, so dass ich die im Urlaub begonnene Gewohnheit, einen Spaziergang mit dem Genuss eines Cappuccinos im Straßencafé zu verbinden, fortgeführt habe. Und überhaupt, gestern war ja Tag der Arbeit und da arbeitet man nicht.


Unseren Urlaub haben wir auf einem Stück Land verbracht, das vollkommen vom Wasser umgeben ist (das nennt man Insel), mit viel, viel Landschaft, mit vielen, vielen Barockkirchen, vielen kleinen engen Gassen, mit Balkons, auf denen die Menschen ihre Wäsche zum Trocknen aufhängen, mit größeren Städten und kleinen Bergdörfern, zu denen man nur über viele, viele Serpentinenstraßen vorstoßen kann. Und manche gehen an Ostern sehr verschwenderisch mit Lebensmitteln um.
Jede Menge antiker Stätten gibt es da zu bewundern und richtig bekannt ist diese Insel vor allem durch ihren, dieses Jahr schon 6 - 7 mal ausgebrochenen Vulkan.

Sizilien.
Der Ätna von Catania aus gesehen

Ein wirklich reizendes Stück Erde. Mit hervorragender Küche!

Aber zwei kleine kritische Anmerkungen muss ich doch noch machen:

1. Sizilianer, lernt englisch! Es kann nicht sein, dass in einem Land, das mit Tourismus viel Kohle verdient, so gut wie fast niemand englisch spricht. Auch in den Hotels gingen die Englischkenntnisse des Personals manchmal nicht über das Notwendigste hinaus und sogar in mancher Tourist-Information konnten wir uns nicht in englisch verständigen.

Und da wir mit einem Leihwagen Sizilien auf eigene Faust erkundet haben:

2. Mehrfach sind wir Opfer der überaus mangelhaften Wegbeschilderung geworden. Die Ausschilderungen sind eine Katastrophe.


(Die verlinkten Fotoalben bei Picasa sind eine Auswahl, um die Vielfältigkeit dieser Insel hervorzuheben. Es müssen nicht die qualitativ besten sein. Vielleicht komme ich im Laufe der Woche noch dazu, sie mit Bildunterschriften zu versehen. Ansonsten, Interessierte können gerne nachfragen, wo genau jetzt dieses oder jenes Foto aufgenommen wurde.)