Mittwoch, 3. April 2013

Der Jogger und die Wade

Die Strecke von Westen in Richtung Mitte fahre ich gerne über die Straße des 17. Juni. Ab und zu winken dort Menschen, die ein Taxi brauchen. Das ist dann immer ganz praktisch für beide Seiten.
Je schlechter das Wetter, desto höher die Wahrscheinlichkeit.
Also, immer schön rechts halten und die Augen auf. Der geübte Taxifahrer erkennt potentielle Kunden meistens schon von weitem, aber bei diesem Winker war ich nicht darauf gefasst. Ein Jogger in professionellem Outfit stand am Straßenrand und erweckte eher den Eindruck die Straße überqueren als sich um ein Taxi bemühen zu wollen. Aber doch, sein Arm zuckte in die Höhe. Überrascht fuhr ich rechts ran.

"Zum Hotel Hyatt bitte."

"Na klar. Irgendwas passiert?"

Er konnte meine Neugier nachvollziehen.

"Ich habe mir auch gedacht, was der wohl jetzt denkt. Ja, ich kann nicht mehr laufen. Aus heiterem Himmel, ein stechender Schmerz in der rechten Wade. Das hat richtig BING gemacht. Scheisse."

Das hörte sich nicht gut an. Ihm schien tatsächlich eine Sehne gerissen zu sein.

"Haben Sie sich nicht richtig warm gemacht?"

"Ich habe noch nie Probleme gehabt."

Dann hat er mir von der schönen Strecke erzählt, die er gelaufen sei. Da kamen etliche Kilometer zusammen. Nicht, dass er schon ein Alter erreicht hätte, in dem man anfangen sollte seine sportlichen Aktivitäten den körperlichen Gegebenheiten anzupassen, aber der allerjüngste war er auch nicht mehr.
Ich habe überhaubt nichts gegen Sport, im Gegenteil. Bewegung ist eine absolute Notwendigkeit für den Körper. Aber immer im Rahmen eines Wohlfülgefühls und man muss auf seinen Körper hören.

"Brauchen Sie die Wade nächste Woche?"

"Njein. Aber ohne Sport geht es mir nicht gut."

"Im Moment aber DURCH den Sport auch nicht."

Er hatte Humor, trotz seiner Verletzung hat er das aufgelaufene Entgeld großzügig aufgerundet. Das musste er sich aber vom Doorman an seinem Hotel leihen. Ein Jogger schleppt ja kein Bargeld mit sich rum. Ein weiterer Vorteil des Laufsports.

Damit geht es ja am nächsten Sonntag in Berlin wieder los. Mit dem Halbmarathon startet am 7.3. die Laufsaison, die uns auch dieses Jahr wieder zahlreiche Straßensperrungen bescheren wird.

Dienstag, 2. April 2013

Wohin?

Dass beim Taxifahren manchmal eine gehörige Portion an Kreativität vonnöten ist, um irgendwelche Fahrziele richtig (oder überhaupt) herauszufinden, ist ein alter Hut. Hier aber war ich überfordert.
Nee, das ist kein verspäteter Aprilscherz oder gar ein Fake meinerseits, das hat mir ein asiatisch aussehender Mann auf meinen Notizblock gekrickelt. Und mich mit einer na-fahr-doch-endlich-los Handbewegung aufgefordert, mich in Gang zu setzen. Mit verbaler Kommunikation ging noch weniger. 
Sollte einer meiner Leser diese Schriftzeichen entziffern können, gerne in die Kommentare damit.

Nachtrag am 22.05.13
Aha!

Samstag, 30. März 2013

(Live) Schlesisches Tor

Hat geklappt, die Vorbestellung. SCHOENEFELD.

Freitag, 29. März 2013

Sind so viele Mauern

Irgendwas falsch verstanden?
Hier das neue Loch und dahinter die am Mittwoch herausgetrennten Teile der East-Side-Gallery.
Und da es ich in letzter Zeit unheimlich viele Bildersuchergebnisse zur East-Side-Gallery auf diesem Blog gesehen habe, denke ich mir, dass es zu diesem Thema ein gewisses Bedürfnis nach visuellem Erleben gibt und habe einige meiner aktuellen Bilder bei Picasa eingestellt.

Frohe was immer auch

Frohe Weihnachten Ostern allerseits.


Mittwoch, 27. März 2013

Dreiviertel vor oder nach

Es wird ja viel gelästert über die (uns) Schwaben und ihre Sprache. Nicht zu unrecht, wie ich finde. Aber auch andere Regionen in Deutschland haben ihr Päckchen zu tragen. Immer wieder lustig: Die Westfalen.
(Ich habe da auch so meine persönlichen... Aber lassen wir das.)

"Sie kommen irgendwo aus Westfalen, wie ich höre?"

"Ja, wir haben einen Sprachfehler."

"Genau, sagen Sie mal Kirsche."

"Kiasche."

"Nein, ohne a. Mit r. Kiiirrsche."

"Sag ich doch. Kiasche."

Ich weiß aus eigener Erfahrung, das ist sinnlos. Aber immer wieder amüsant. Doch jetzt zu einem ernsten Thema:

"Wie spät ist es denn um viertel zehn?"

"10 Uhr 15?"

"Und halb zehn?"

"Na halb zehn."

"Also 9:30?"

"Natürlich."

"Und demzufolge ist viertel zehn..."

"Viertel nach zehn."

Ich versuchte noch kurz das Beispiel mit der viertel, der halben, der dreiviertel und der ganzen Torte, aber da war das Fahrziel schon erreicht. Schade. Ich wäre gerne noch auf dreiviertel (vor oder nach?) eingegangen.

Und was lernen wir aus dieser Geschichte? Es gibt Regionen in Deutschland, in denen es besser ist, sich nicht auf viertel oder dreiviertel zu verabreden. Und gar nicht mal so wenige.

Dienstag, 26. März 2013

Aus 6 mach 20

Vor geraumer Zeit hatte ich einen Tag, es war zum Verzweifeln. Die Kollegen vor mir kriegten die Koffer und ich die Minitouren zwischen 6 und 7 Euro. Immer wieder, bestimmt so 5 bis 6 Mal hintereinander. Als ich mein Leid einem - sehr kommunikativen - Kollegen klagte, meinte er, ich solle doch den Fahrgästen auch andere Fahrziele empfehlen. Was, ich soll die Kunden so lange vollquatschen bis sie nicht zur Museumsinsel (6 Euro) sondern zum Brückemuseum (20 Euro) fahren wollen? Blödsinn.

Aber letzte Woche hat das tatsächlich mal funktioniert.
Die beiden Fahrgäste gaben das Fahrziel Kulturforum an. Das ist von Mitte aus eine dieser oben beschriebenen kurzen Touren, die halt aber auch gemacht werden müssen. So auf halbem Weg:

"Oder können Sie uns noch weitere Museen empfehlen?"

"Na, die Museumsinsel."

"Da waren wir schon."

Also dann, man kann es ja mal versuchen:

"Letzten Freitag hat das Museum Berggruen nach Renovierung (mit Video) wieder geöffnet. Soll sehr schön geworden sein."

"Was wird dort ausgestellt?"

"Öhm, ich habe gehört, viele Picassos, Klees u.s.w."

"Gut, dann bringen Sie uns dahin."

Jupp, das klappt ja wirklich.

Neues Fahrziel. U-Turn und ab dafür. Auf dem Weg zur Charlottenburger Schlossstraße passierten wir den Flohmarkt an der Straße des 17. Juni. Der interressierte die beiden Engländer sehr. Sie diskutierten, ob sie lieber hier und jetzt... Zu meinem Glück endschieden sie sich, den Flohmarkt auf den Rückweg zu legen.

Was ich aber nicht bedacht hatte, der Eintritt für das erste WE nach der Renovierung war frei. Umsonst. Das Ende der Schlange am Eingang war mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Ich entschuldigte mich für meinen Tipp, aber sie machten sich nichts draus. Sie bedankten sich sogar bei mir. Sie würden es morgen noch mal versuchen. Wenn so viele Menschen dorthin strömen, muss es sich ja lohnen.

"Aber jetzt bitte zurück zu diesem Flohmarkt."

Aus 6 mach 20. It works.
Wird aber ein Einzelfall bleiben. Den Menschen etwas anderes aufschwatzen als sie eigentlich wollen, das ist nicht meine Welt. Aber die haben mich ja gefragt.


Samstag, 23. März 2013

(Live) Gendarmenmarkt

Sonne, aber a.....kalt.

Sonntag, 17. März 2013

Brennen

So einen fahr ich auch. Zuviel Elektronik, oder wie kann so was passieren?

Samstag, 16. März 2013

Na geht doch. Sonne. Jetzt noch 20 Grad waermer und alles wird gut.
(Premiere. Der erste Post direkt aus der Taxe.)

Donnerstag, 14. März 2013

Nochmal zurück zum Sonntag

(Nach der gestrigen Aufregung und der Lösung durch den Leser ednong geht es heute ganz normal weiter.)

Nochmal zurück zum Sonntag. Neben diesem unsäglichen Wintereinbruch war es auch der letzte Tag der weltgrößten Tourismusmesse ITB. Das hieß, rechtzeitig bei den Hotels in Mitte aufzulaufen, das sind sonntags (weniger Verkehr) ganz ordentliche Fahrten raus zum Messegelände.

"Ich hab da mal eine Frage: Wissen Sie wo in Berlin der balinesische Tempel steht?"

"Äh, nö. Aber ich kann das für Sie rauskriegen. Müsste ich kurz googeln."

Er hatte aber sein Smartphone schon in der Hand und:

"In den Gärten der Welt, steht da."

"Stimmt, Asche auf mein Haupt. Da war ich vor kurzem sogar."

"Ist das weit weg vom Messegelände?"

"Ja, das kann man so sagen."

"Wie lange würde man denn da mit dem Taxi fahren?"

"Bei dem Wetter, dreiviertel Stunde bis Stunde."

Es folgte ein entsetzter, ungläubiger Aufschrei.

"Nee, nee, das soll in Berlin sein."

"Ja, ist es auch."

"Wo genau soll das sein?"

"In Marzahn. Das ist tief im Osten."

"Da wo diese Cindy herkommt?"

"Ob die da wirklich herkommt weiß ich nicht. Ansonsten, ja."

"Okay, danke."

Das "Okay, danke" sprach er in einem Danke-nein-Tonfall aus und ich hatte den Eindruck, er hatte diesen Ausflug jetzt abgehakt. Wenn nicht, Glückwunsch an den Kollegen, der diese Tour fahren durfte. Sogar in der Tourisbranche unterschätzt man die Größe Berlins.

Und auch Google ist der Meinung, das kann dauern.


Mittwoch, 13. März 2013

Google putt


Ich habe das Internet kaputt gemacht. Ja. im Ernst. Zumindest Google funktioniert bei mir nicht mehr.

Entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten habe ich mich auf Wunsch einer einzelnen Person breitschlagen lassen, ein Programm (eine App) zu installieren von dem ich nicht überzeugt war. Ich solle doch "Google Talks" installieren, dann könnten wir einfacher und billiger Nachrichten austauschen. Würde es bei Google Play als App geben. Nun ja, auf's Smartphone kommt mir eigentlich nichts, von dem ich nicht überzeugt bin und so habe ich die Desktop Version erst mal auf dem Rechner installiert. Dann festgestellt, dass Google Talks nicht mehr im Play Store zur Verfügung steht. Lgische Konsequenz, ich habe das Programm wieder deinstalliert. Seitdem spielen die Programme Google Mail, Google Reader und Blogger verrückt.

Ich habe z.B. keinen Zugriff auf meine Mails mehr. Der Reader zeigt die Feed Artikel nur nach mehrfachem aktualisieren und auf mein Blog habe ich nur ab und zu Zugriff.

Windows 7, Firefox 19.0.2.

Gerade habe ich Google Talks wieder installiert um wenigstens ein bisschen kommunizieren zu können.

Jemand hier, der weiter helfen kann?

(Dieser Hilferuf wurde über den Internet Explorer veröffentlicht. Da läuft nämlich alles. Aber der nervt.)

Dienstag, 12. März 2013

Ab heute auch Sonntags geöffnet

Ich glaube, ich erwähnte es schon mal, dieser Wintereinbruch nach ein paar Tagen Frühlingsvorgefühlen nervt mich. Es gibt aber für einen Taxifahrer auch gute Seiten dieses Wetters. Es klingelt in der Kasse!

So diese kleine Episode an der Straße des 17. Juni. Es war kalt, es schneite auf eine sehr eklige Art und Weise und ein scharfer Wind wehte. Ich fuhr von der Siegessäule Richtung Brandenburger Tor als am Straßenrand mehrere aufgeregte Arme fuchtelten. Eine Gruppe von sechs Personen, bestehend aus drei Jungs und drei Mädels begehrten Schutz vor dem Unbill des Wetters. Die drei sehr jungen Frauen stiegen ein. Zuerst verstand ich kein Wort, sie sprachen in einer Mischung aus Schweizer Taldialekt und erfrorenen Stimmbändern. Eines der Mädels erbarmte sich und übersetzte ihr Fahrziel in so etwas ähnliches wie Deutsch.

"Zum Brandenburger Tor. Wissen Sie zufällig, ob das heute geöffnet hat? Und können Sie die drei Jungs auch noch abholen?"

Klar holte ich die drei Jungs auch noch ab. Und welch ein Wunder, das Brandenburger Tor hatte ausnahmsweise an einem Sonntag geöffnet. Sie mussten sich nicht an der Schweizer Garde vorbeimogeln.

Montag, 11. März 2013

Hypnoseeffekt

Meine erste Tour am Sonntagmorgen im heftigen Schnee- und Eisregen. Die Straßen rutschig bis glatt. Nicht dass ich jetzt gleich einen Herzkasper kriegen würde, wenn mal das Heck etwas ausbricht oder die gelbe Warnlampe beim Anfahren im Display aufgeregt flackert, aber eine angemessene Fahrweise war schon angesagt.
Ich hatte ein nettes Pärchen an Bord, das sich auf sein warmes, kuschliges Bett im Hotel freute.
Es gab eine angenehme Unterhaltung über das Wetter, Gott, die Welt. Aber wirklich sehr angenehm. Ich fuhr hinter einem Schneeräumfahrzeug her und beobachtete fasziniert diesen rotierenden Streuautomat am Heck, der irgendwelche Taumittel ausspuckte. Überholen kam nicht in Frage und je länger wir diesem Fahrzeug folgten, desto größer wurde der Hypnoseeffekt dieser Körner. Ich ließ mich treiben, immer den Körnern hinterher, bis, ja bis ich feststellte, an der letzten Kreuzung hätte ich rechts abbiegen müssen, dann wären es noch 200 Meter zum Hotel gewesen.
Meine beiden Fahrgäste nahmen es mit großem Gelächter und Humor und gaben zum Fahrpreis auf der inzwischen abgeschalteten Uhr ein sattes Trinkgeld. Freut mich, wenn ich zu eurer Belustigung beitragen konnte.

Sonntag, 10. März 2013

Winter

Verdammte Hacke, Berlin ist doch kein Winterkurort.
Heute Morgen am Ostbahnhof

Freitag, 8. März 2013

Berliner Taxifahrer bekommen Sozialleistungen?

Ich kann diesen Artikel in der Berliner Zeitung so oft lesen wie will, ich verstehe ihn nicht.

Berliner Taxifahrer bekommen Sozialleistungen 

so die Headline des Artikels. Ich will jetzt gar nicht auf den traurigen Inhalt des Artikels hinaus, nämlich auf die Tatsache, dass 45% der kontrollierten Fahrer sich nicht durch die Einnahmen vom Taxifahren ernähren können, sondern noch über die Arbeitsagentur ihren Verdienst aufstocken müssen.

Sondern, was mir an diesem Artikel nicht in die Birne will, ist (wie die Autorin am Ende des Textes selbst erwähnt), dass am Flughafen Schönefeld (dort haben die Kontrollen stattgefunden) gar keine Berliner Taxen stehen dürfen. 

Lest den Artikel aufmerksam durch. Ich hatte in der Ursprungsversion hier im Blog wörtliche Zitate aus der Zeitung kopiert, mich aber dann entschlossen, diese wieder zu löschen. Ich will den Verlag gar nicht erst über eine Anwendung dieses Schwachsinngesetzes von letzter Woche nachdenken lassen. Man sieht, auch bei Bloggern ist die Verunsicherung groß.

Nun ist es unbestritten, dass ein großer Anteil der am Flughafen Schönefeld auf Kundschaft wartetenden Kollegen seinen Wohnsitz in Berlin hat, das sind aber trotzdem keine Berliner Taxifahrer, sondern deren Autos haben das Kfz-Kennzeichen LDS.
Oder wurden nur die Berliner Kollegen kontrolliert, die dort Fahrgäste abgesetzt haben? Wenn nicht, ist diese Überschrift so was von irreführend. Ich habe es immer noch nicht verstanden, wer genau jetzt die Kollegen sind, die auf Gelder vom Staat angewiesen sind. Oder hat diese "jetzt" Kontrolle schon vor Januar diesen Jahres stattgefunden?
Ich kapier den Artikel nicht.

Update:
Inzwischen haben sie die Überschrift geändert. Sie haben das "Berliner" rausgenommen.
Im Text steht aber immer noch: "Berliner Taxifahrer können von ihren..."

Donnerstag, 7. März 2013

Alvin Lee

R.I.P. Alvin Lee gest. 6.3.2013



Mittwoch, 6. März 2013

Neues von der Gallery

Das mediale Interesse ist ja immer riesengroß, wenn in Berlin mal wieder was schief läuft und das (inter)nationale Kopfschütteln heftig. Sobald es aber Einigungen in irgendwelchen Skandalen gibt, hört man bundesweit nichts mehr davon. Nur noch die lokale Presse berichtet dann.
Mein Statistik Programm sagt mir, ich habe sehr viele Leser ausserhalb Berlins. Da fühle ich mich verpflichtet zu Ende zu dokumentieren.

Also, die East-Side-Gallery bleibt komplett stehen. Auf letzten Montag war die Fortführung der Abrissarbeiten an der längsten Open-Air-Galerie der Welt geplant. Aber nach einer Demonstration mit über 6.000 Teilnehmern sowie einigen Politikern und Promimenten am Sonntag hörte man am Montag dann, die Bauarbeiten seien erstmal auf Eis gelegt.

Auf einmal braucht keiner mehr die 20 Meter breite Lücke in der Mauer. Weder der Investor mit seinem Luxuswohnungen auf dem ehemaligen Todesstreifen, noch der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg für die geplante Fußgängerbrücke über die Spree. Sogar Herr Wowereit will sich für den Erhalt dieses einmaliges Denkmals einsetzen. Ich meine, Freunde werden die alle nicht mehr werden. Und die Geschichte mit der Bebauung des ehemaligen Todesstreifens ist noch lange nicht ausgestanden.

Trotzdem, geht doch, warum immer erst dieser Ärger, immer diese negativen Schlagzeilen. Hört mehr auf die Menschen, die in dieser Stadt leben. Und das, liebe Regierenden, das nennt sich Demokratie. Dieses Wort kennt ihr immer nur kurz vor den Wahlen.

Hier noch ein paar Bilder vom Loch, das die Bauarbeiten letzte Woche in den Erinnerungsort geschlagen haben.






Freitag, 1. März 2013

East-Side-Gallery wird teilweise abgebaut

In Berlin wird gerade eben ein Teil der East-Side-Gallery abgerissen. Sie steht dem Neubau eines Hochhauses mit Luxuswohnungen im Weg. Auch eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Brücke (Brommybrücke) soll neu gebaut werden.

http://www.eastsidegallery-berlin.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/East_Side_Gallery

http://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/_/der_abriss_einzelner.html

http://www.berliner-zeitung.de


Wünsche viel Spaß beim Wohnen in den Luxuswohnungen.

Update:
Die Abrissarbeiten wurden gegen ca. 11 Uhr abgebrochen. Unklar weshalb.
Unklar auch, wann es weitergehen soll.

Okay, dieses Video noch:




Donnerstag, 28. Februar 2013

Museum im Wasserwerk

Was nicht so alles nötig ist/war, um ein Glas Wasser zu trinken.


Ein "paar" Bilder vom gestrigen Besuch des "Museums im Wasserwerk" in Friedrichshagen gibt es natürlich auch noch.

Und nicht weit weg davon, die Bölschestraße mit teilweise seltsamer Architektur.


Dienstag, 26. Februar 2013

Am Rande eines Arbeitstages (7)

Sehr oft sind es ja die Kleinigkeiten während einer Schicht, die das Taxifahren so interessant machen. Meistens sind diese Kleinigkeiten so klein, dass sie sich nicht für einen eigenen Blogbeitrag eignen. Deshalb hatte ich zu Anfang dieser Bloggerei den Tag "Am Rande" eingeführt. Ihn aber in in der letzten Zeit ziemlich vernachlässigt.
Heute wieder eine neue Folge.

"Was hab ich dir gesagt. In Düsseldorf geht man jetzt zur Kirche, in Berlin schläft man noch."
Eine Dame zu ihrem Begleiter sonntagsmorgens um halb zehn, während einer Fahrt durchs verkehrs- und menschenarme Berlin. Es ist schon so, sonntagsmorgens ist in bestimmten Ecken von Berlin um 6 Uhr mehr los auf den Straßen um 10 Uhr.
Es war eine sehr unterhaltsame Fahrt. Die Dame war eine gebürtige Berlinerin, die vor Jahren nach NRW verzogen war. Wir tauschten jede Menge Erfahrungen über Kneipen und andere Lokalitäten aus früheren Zeiten aus, während der Begleiter staunend zuhörte.


Einem Franzosen einen zusätzlichen Euro Trinkgeld aus dem Ärmel geleiert. Bei einem Fahrpreis von 13,80 € zuerst auf 14 € aufgerundet, gab er mir den einen Euro wieder zurück, nachdem ich ihm den Fahrpreis korrekt in französischer Sprache genannt hatte.


Ich versuche ja immer, wenn ein Doorman Gäste aus dem Hotel zu meiner Taxe führt, auf die Sprache, die sie miteinander reden zu achten. Ich vermeinte ausländische Wortfetzen vernommen zu haben, also:

"Hello, good morning. How are you?"

"Danke gut. Und selber?" 





Montag, 25. Februar 2013

Schmuddelwetter

I moag des nimmer.
Selten den Pariser Platz an einem Wochenendtag morgens um 11 Uhr so leer gesehen.

Nachtrag:

Gerade gefunden
Trübster Winter seit 42 Jahren.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Legoland und Deutsche Kinemathek

Endlich haben wir Freikarten für das Legoland am Potsdamer Platz eingelöst. Nie im Leben hätte ich aber 16€ dafür ausgegeben. Und den Lego VW Bus, den ich schon lange im Auge habe, haben sie nicht mehr. Schade, so einen ähnlichen (selbstumgebaut) habe ich 10 Jahre lang gefahren. Das wäre auch eine schöne Übung in Feinmotorik gewesen.
(Wen es interessiert, hier ein Video zu den Features dieser ausgeklügelten Legokonstruktion.)

Irgendwas mit Taxi gefällig?

Oder irgendwas mit Flughafen?
Genug der Werbung. Hat mich nicht überzeugt. Obwohl die Legonachbauten der Berliner Sehenswürdigkeiten gut gemacht sind. Ist ja aber auch nicht für Menschen im mittleren Alter gedacht. Die anwesenden Kiddies hatten aber wohl ihren Spaß.

Genial aber die am Potsdamer Platz direkt daneben liegende Ausstellung über den amerikanischen Regisseur Martin Scorsese in der Deutschen Kinemathek



Leider, leider ist dort aber ein absolutes Fotografierverbot.

Trotzdem irgendwas mit Taxi gefällig?



Samstag, 16. Februar 2013

Homophobie und Immobilienhaie

(Nach reiflicher Überlegung und entgegen meiner Ankündigung habe ich mich entschieden, meine Geschichten weiterhin in der Ich-Form zu veröffentlichen. Der Kompromiss, sie in der 3. Person zu schreiben und nachträglich den Taxifahrer K. durch ich zu ersetzen, ermöglicht mir, die Sache von außen zu betrachten und trotzdem etwas persönlicher zu präsentieren. Und danke für das Feedback!)


Ich hatte einen ganz schlechten Tag erwischt. Ich ärgerte mich immer noch über dieses unverhältnismäßige Polizeiaufgebot mit hunderten Polizisten und einem Hubschrauber, das am Donnerstagmorgen einer Gerichtsvollzieherin den Weg zur Zwangsräumung in eine Wohnung unweit meines Kiezes geebnet hatte. Eine Sitzblockade von solidarischen Demonstranten sollte diese Zwangsräumung einer türkischen Familie, die eine Mietnachzahlung ein paar Tage zu spät überwiesen hatte, verhindern.

Tja, die Immoblienhaie sind immer noch und wieder unterwegs und kriegen vor Gericht halt meistens recht.

So lieber Staat radikalisiert man seine Jugend. Immer schön druff mit dem Pfefferspray.

Und nun hatte ich auch noch diese auswärtigen Fahrgäste an Bord, die nur ständig über Berlin und seine Politik am Mosern waren. Über diesen „Partybürgermeister“ der ja ganz alleine an diesem Flughafendebakel schuld sein sollte. Mein Einwand, dass ein Aufsichtsratsvorsitzender nun mal nicht in Kabelschächte kriecht und überprüft, ob da alles in Ordnung ist, was seine Vorstände ihm erzählen, wurde mit einem:

„Den kann ich halt nicht leiden. Der ist doch sowieso schwul.“ abgetan.

Okay, hiermit hatte sich das Gespräch für mich erledigt. Ich wollte nun meine etwas differenzierteren Ansichten über diese angeblich rot-rote Regierung, die in ihrer damaligen Regierungszeit Berlin nach neoliberalem Muster verschleudert und dabei irgendwelchen (auch dubiosen) Investoren Baugrundstücke und andere Immoblien für ‘nen Appel und ‘n Ei in den Arsch geschoben und sich einen Dreck um steigende Mieten und deren Folgen gekümmert hatte, nicht mehr ausführen.

Wozu auch. Homophoben Menschen kann man nicht mit Argumenten kommen. Wenn das ginge, wären sie es ja nicht.

Mittwoch, 13. Februar 2013

An den Haaren herbeigezogen

Manchmal ist es einfacher besser, im Taxi die Türen verschlossen zu halten. :-D

Hier war ein Video eingebettet, das inzwischen wegen eines Urheberrechtanspruches nicht mehr verfügbar ist.

Schade eigentlich.

Dienstag, 12. Februar 2013

Ohne Fahrgast

Dieses Fahrzeug zur Personenbeförderung ist jetzt erstmal ohne Fahrgast.


Anlässlich einer erfolgreichen Schicht

(Kleines Vorwort:
Ich werde ab jetzt nicht mehr über MEINE Erlebnisse beim Taxifahren berichten, sondern über die des Taxifahrers K. Das hat den alleinigen Grund, dass es mir leichter fällt über andere zu schreiben, als über mich selbst. Vielleicht gefällt's ja.)

Eigentlich hatte sich K. ja schon ganz auf Feierabend eingestellt. Sogar die EINE NOCH war ihm geglückt. Eine ganz, ganz kurze zwar, aber das spielte keine Rolle mehr. Der Tag war mehr als zufriedenstellend gelaufen, was auch zu erwarten gewesen war. Der erste Sonntag der Berlinale ist immer ein Tag, an dem man sich keine Gedanken über den Umsatz machen muss. Immer schön in Mitte bleiben, der Rest ergibt sich von alleine. Ist zwar ob der Enge und der Verkehrsdichte etwas nervig, aber man setzt auf ein sicheres Pferd. Und wenn man mal etwas außerhalb gelandet war, auch kein Problem. Die meisten Kollegen fahren ja, wie er auch, rund um den Potsdamer Platz und somit sind Taxis im Rest der Stadt Mangelware. So seine Taktik.

Es hatte morgens schon ganz gut begonnen. Nach einer Rundtour mit Skiurlaubern vom Ostbahnhof aus über Neu-Hohenschönhausen nach Marzahn, ganz in die Nähe des Wohnortes seines Kollegen Sash, den er kurz zuvor an eben diesem Ostbahnhof auf seine Feierabendtour wartend getroffen hatte. Eigentlich wäre diese Tour wie für Sash gemalt gewesen, aber wie das Taxileben halt so spielt… Mit rund 30€ mehr in der Kasse hieß es jetzt für ihn wieder zurück in die Zivilisation. Gemütlich über die autofreie Landsberger Allee zurück zuckelnd. Da, ein Winker am Straßenrand. Ausrufezeichen. Die einzelne männliche Person machte einen vertrauenserweckenden Eindruck und so sammelte er ihn ein. Ein verirrter Berlin-Besucher aus Köln, der diesen Karnevalsrummel in seiner Heimatstadt nicht erträgt und jedes Jahr um diese Narrenzeit nach Berlin entflieht. Er käme vom Feiern und müsse in das Hostel Generator. K. wunderte sich etwas: „Feiern? Hier in der Ecke?“ Nein, nein. Er und seine Kumpels wären in Kreuzberg in einem Club gewesen. Und die Kumpels wären dann mit dem Taxi ins Hostel gefahren. Aber ER hätte sich für einen ganz schlauen gehalten. Er hatte als Anhaltspunkt für das Hostel die Landsberger Allee gehabt und wir seien ja inzwischen in der Welt der Smartphones angelangt. Also kein Problem für ihn.
Als der Busfahrer ihn dann an der Endhaltestelle aus dem Bus warf, musste er also notgedrungen, trotz Smartphone, ganz altmodisch nach einer Taxe winken.

K. ist ja auch im Besitz solch eines Wunderwerks der Technik und ist auch ab und zu in anderen Ländern und Städten unterwegs, aber nie im Leben würde er seinen Heimweg von einer App bestimmen lassen.

K. war zufrieden mit den Anfangstouren seiner Schicht und machte sich ab in die Mitte der Stadt. Zuerst verlief das Ganze etwas schleppend, dann aber gab es eine Tour nach der anderen. Alles keine großen Dinger, aber doch zügig hintereinander weg:

Von der Behrenstraße in die Gitschiner, dort sofort ein fliegender Fahrgastwechsel mit Fahrziel Brunnenstraße, ohne Geschwindigkeitsüberschreitung ein polizeiliches Fernglas passiert und genau dort auf dem Rückweg wieder einen Winker aufgegabelt. Ein völlig schwitzender, aufgelöster Mensch, der K. erzählte, dass er die Polizei gerade noch gesehen hätte und sein Fahrzeug rechts am Straßenrand abstellen konnte. 

„Ich habe nämlich keinen Führerschein mehr.“

Die Frage K.s, warum er sich denn dann hinter das Lenkrad setzen würde, blieb auf dem ganzen Weg in den tiefsten Wedding unbeantwortet.

K. war also am späten Nachmittag zufrieden mit sich und der Welt, freute sich auf den Feierabend, als er in der Köpenicker Straße in Mitte ganz automatisch auf die Bremse trat, da unvermittelt ein Arm in die Höhe gerissen wurde.
Im gleichen Moment bereute er sein Anhalten, aber so weit wird es hier in der Gegend auch nicht sein, dachte er noch.

„Puh, endlich ein Taxi. Nach Haselhorst bitte.“

Puuh, boah, was für eine Tour.

K. war aber eigentlich schon zu lange unterwegs und versuchte dem Fahrgast das mit dem Feierabend und dem Schichtwechsel zu erklären.
„Okay, ich will Ihnen ja den Feierabend nicht versauen. Aber wenigstens bis zum Bahnhof Zoo, oder?“
K. bedankte sich für das Verständnis, da ER ja vergessen hatte die Fackel auszumachen und somit in der Pflicht stand. Aber dann war wirklich Schluss. Er fragte sich nur, warum solche Hammertouren immer dann kommen, wenn man sie nicht brauchen kann. Was würde er nächste Woche für so eine Tour geben.

Montag, 11. Februar 2013

Zum Taxi...

Zum Taxi, Schätzchen.
Das ging damals ziemlich schnell, der Schritt von der Schwabinger 68er Bewegung zum bekennenden Franz-Josef Strauß Fan, gelle.
Aber ehrlich, gut gehalten. Mit einer bestimmten Creme?
Es ist halt Berlinale. Da tummelt sich so allerhand Promi-Volk. Aber warum kriege eigentlich ich immer die Münchner?
(Und wer jetzt immer noch nicht weiß, wen ich da zum Flughafen Tegel gebracht habe, bitte schön.)

Mittwoch, 6. Februar 2013

Wer hat an dem Schild gedreht?

Wer hat an dem Schild gedreht?
 Gesehen am Platz des 18. März.
Die Richtungsangaben müssten um etwa 90° im Uhrzeigersinn gedreht werden.
Sorgt verständlicherweise für jede Menge Verunsicherungen bei unseren Besuchern, wie ich erst gestern wieder erfahren habe.

Dort ist übrigens z. Zt. ein Teil der Ausstellung "Zerstörte Vielfalt" zu sehen.
Ein paar Bilder zu dieser Ausstellung gibt es in meinem gleichnamigen Picasa-Album.

Sonderangebot

Kanzlerkandidat im Sonderangebot?
(Ich weiß, Namensspielereien sind albern. Aber das hat doch was.)