Dienstag, 26. März 2013

Aus 6 mach 20

Vor geraumer Zeit hatte ich einen Tag, es war zum Verzweifeln. Die Kollegen vor mir kriegten die Koffer und ich die Minitouren zwischen 6 und 7 Euro. Immer wieder, bestimmt so 5 bis 6 Mal hintereinander. Als ich mein Leid einem - sehr kommunikativen - Kollegen klagte, meinte er, ich solle doch den Fahrgästen auch andere Fahrziele empfehlen. Was, ich soll die Kunden so lange vollquatschen bis sie nicht zur Museumsinsel (6 Euro) sondern zum Brückemuseum (20 Euro) fahren wollen? Blödsinn.

Aber letzte Woche hat das tatsächlich mal funktioniert.
Die beiden Fahrgäste gaben das Fahrziel Kulturforum an. Das ist von Mitte aus eine dieser oben beschriebenen kurzen Touren, die halt aber auch gemacht werden müssen. So auf halbem Weg:

"Oder können Sie uns noch weitere Museen empfehlen?"

"Na, die Museumsinsel."

"Da waren wir schon."

Also dann, man kann es ja mal versuchen:

"Letzten Freitag hat das Museum Berggruen nach Renovierung (mit Video) wieder geöffnet. Soll sehr schön geworden sein."

"Was wird dort ausgestellt?"

"Öhm, ich habe gehört, viele Picassos, Klees u.s.w."

"Gut, dann bringen Sie uns dahin."

Jupp, das klappt ja wirklich.

Neues Fahrziel. U-Turn und ab dafür. Auf dem Weg zur Charlottenburger Schlossstraße passierten wir den Flohmarkt an der Straße des 17. Juni. Der interressierte die beiden Engländer sehr. Sie diskutierten, ob sie lieber hier und jetzt... Zu meinem Glück endschieden sie sich, den Flohmarkt auf den Rückweg zu legen.

Was ich aber nicht bedacht hatte, der Eintritt für das erste WE nach der Renovierung war frei. Umsonst. Das Ende der Schlange am Eingang war mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Ich entschuldigte mich für meinen Tipp, aber sie machten sich nichts draus. Sie bedankten sich sogar bei mir. Sie würden es morgen noch mal versuchen. Wenn so viele Menschen dorthin strömen, muss es sich ja lohnen.

"Aber jetzt bitte zurück zu diesem Flohmarkt."

Aus 6 mach 20. It works.
Wird aber ein Einzelfall bleiben. Den Menschen etwas anderes aufschwatzen als sie eigentlich wollen, das ist nicht meine Welt. Aber die haben mich ja gefragt.


Samstag, 23. März 2013

(Live) Gendarmenmarkt

Sonne, aber a.....kalt.

Sonntag, 17. März 2013

Brennen

So einen fahr ich auch. Zuviel Elektronik, oder wie kann so was passieren?

Samstag, 16. März 2013

Na geht doch. Sonne. Jetzt noch 20 Grad waermer und alles wird gut.
(Premiere. Der erste Post direkt aus der Taxe.)

Donnerstag, 14. März 2013

Nochmal zurück zum Sonntag

(Nach der gestrigen Aufregung und der Lösung durch den Leser ednong geht es heute ganz normal weiter.)

Nochmal zurück zum Sonntag. Neben diesem unsäglichen Wintereinbruch war es auch der letzte Tag der weltgrößten Tourismusmesse ITB. Das hieß, rechtzeitig bei den Hotels in Mitte aufzulaufen, das sind sonntags (weniger Verkehr) ganz ordentliche Fahrten raus zum Messegelände.

"Ich hab da mal eine Frage: Wissen Sie wo in Berlin der balinesische Tempel steht?"

"Äh, nö. Aber ich kann das für Sie rauskriegen. Müsste ich kurz googeln."

Er hatte aber sein Smartphone schon in der Hand und:

"In den Gärten der Welt, steht da."

"Stimmt, Asche auf mein Haupt. Da war ich vor kurzem sogar."

"Ist das weit weg vom Messegelände?"

"Ja, das kann man so sagen."

"Wie lange würde man denn da mit dem Taxi fahren?"

"Bei dem Wetter, dreiviertel Stunde bis Stunde."

Es folgte ein entsetzter, ungläubiger Aufschrei.

"Nee, nee, das soll in Berlin sein."

"Ja, ist es auch."

"Wo genau soll das sein?"

"In Marzahn. Das ist tief im Osten."

"Da wo diese Cindy herkommt?"

"Ob die da wirklich herkommt weiß ich nicht. Ansonsten, ja."

"Okay, danke."

Das "Okay, danke" sprach er in einem Danke-nein-Tonfall aus und ich hatte den Eindruck, er hatte diesen Ausflug jetzt abgehakt. Wenn nicht, Glückwunsch an den Kollegen, der diese Tour fahren durfte. Sogar in der Tourisbranche unterschätzt man die Größe Berlins.

Und auch Google ist der Meinung, das kann dauern.


Mittwoch, 13. März 2013

Google putt


Ich habe das Internet kaputt gemacht. Ja. im Ernst. Zumindest Google funktioniert bei mir nicht mehr.

Entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten habe ich mich auf Wunsch einer einzelnen Person breitschlagen lassen, ein Programm (eine App) zu installieren von dem ich nicht überzeugt war. Ich solle doch "Google Talks" installieren, dann könnten wir einfacher und billiger Nachrichten austauschen. Würde es bei Google Play als App geben. Nun ja, auf's Smartphone kommt mir eigentlich nichts, von dem ich nicht überzeugt bin und so habe ich die Desktop Version erst mal auf dem Rechner installiert. Dann festgestellt, dass Google Talks nicht mehr im Play Store zur Verfügung steht. Lgische Konsequenz, ich habe das Programm wieder deinstalliert. Seitdem spielen die Programme Google Mail, Google Reader und Blogger verrückt.

Ich habe z.B. keinen Zugriff auf meine Mails mehr. Der Reader zeigt die Feed Artikel nur nach mehrfachem aktualisieren und auf mein Blog habe ich nur ab und zu Zugriff.

Windows 7, Firefox 19.0.2.

Gerade habe ich Google Talks wieder installiert um wenigstens ein bisschen kommunizieren zu können.

Jemand hier, der weiter helfen kann?

(Dieser Hilferuf wurde über den Internet Explorer veröffentlicht. Da läuft nämlich alles. Aber der nervt.)

Dienstag, 12. März 2013

Ab heute auch Sonntags geöffnet

Ich glaube, ich erwähnte es schon mal, dieser Wintereinbruch nach ein paar Tagen Frühlingsvorgefühlen nervt mich. Es gibt aber für einen Taxifahrer auch gute Seiten dieses Wetters. Es klingelt in der Kasse!

So diese kleine Episode an der Straße des 17. Juni. Es war kalt, es schneite auf eine sehr eklige Art und Weise und ein scharfer Wind wehte. Ich fuhr von der Siegessäule Richtung Brandenburger Tor als am Straßenrand mehrere aufgeregte Arme fuchtelten. Eine Gruppe von sechs Personen, bestehend aus drei Jungs und drei Mädels begehrten Schutz vor dem Unbill des Wetters. Die drei sehr jungen Frauen stiegen ein. Zuerst verstand ich kein Wort, sie sprachen in einer Mischung aus Schweizer Taldialekt und erfrorenen Stimmbändern. Eines der Mädels erbarmte sich und übersetzte ihr Fahrziel in so etwas ähnliches wie Deutsch.

"Zum Brandenburger Tor. Wissen Sie zufällig, ob das heute geöffnet hat? Und können Sie die drei Jungs auch noch abholen?"

Klar holte ich die drei Jungs auch noch ab. Und welch ein Wunder, das Brandenburger Tor hatte ausnahmsweise an einem Sonntag geöffnet. Sie mussten sich nicht an der Schweizer Garde vorbeimogeln.

Montag, 11. März 2013

Hypnoseeffekt

Meine erste Tour am Sonntagmorgen im heftigen Schnee- und Eisregen. Die Straßen rutschig bis glatt. Nicht dass ich jetzt gleich einen Herzkasper kriegen würde, wenn mal das Heck etwas ausbricht oder die gelbe Warnlampe beim Anfahren im Display aufgeregt flackert, aber eine angemessene Fahrweise war schon angesagt.
Ich hatte ein nettes Pärchen an Bord, das sich auf sein warmes, kuschliges Bett im Hotel freute.
Es gab eine angenehme Unterhaltung über das Wetter, Gott, die Welt. Aber wirklich sehr angenehm. Ich fuhr hinter einem Schneeräumfahrzeug her und beobachtete fasziniert diesen rotierenden Streuautomat am Heck, der irgendwelche Taumittel ausspuckte. Überholen kam nicht in Frage und je länger wir diesem Fahrzeug folgten, desto größer wurde der Hypnoseeffekt dieser Körner. Ich ließ mich treiben, immer den Körnern hinterher, bis, ja bis ich feststellte, an der letzten Kreuzung hätte ich rechts abbiegen müssen, dann wären es noch 200 Meter zum Hotel gewesen.
Meine beiden Fahrgäste nahmen es mit großem Gelächter und Humor und gaben zum Fahrpreis auf der inzwischen abgeschalteten Uhr ein sattes Trinkgeld. Freut mich, wenn ich zu eurer Belustigung beitragen konnte.

Sonntag, 10. März 2013

Winter

Verdammte Hacke, Berlin ist doch kein Winterkurort.
Heute Morgen am Ostbahnhof

Freitag, 8. März 2013

Berliner Taxifahrer bekommen Sozialleistungen?

Ich kann diesen Artikel in der Berliner Zeitung so oft lesen wie will, ich verstehe ihn nicht.

Berliner Taxifahrer bekommen Sozialleistungen 

so die Headline des Artikels. Ich will jetzt gar nicht auf den traurigen Inhalt des Artikels hinaus, nämlich auf die Tatsache, dass 45% der kontrollierten Fahrer sich nicht durch die Einnahmen vom Taxifahren ernähren können, sondern noch über die Arbeitsagentur ihren Verdienst aufstocken müssen.

Sondern, was mir an diesem Artikel nicht in die Birne will, ist (wie die Autorin am Ende des Textes selbst erwähnt), dass am Flughafen Schönefeld (dort haben die Kontrollen stattgefunden) gar keine Berliner Taxen stehen dürfen. 

Lest den Artikel aufmerksam durch. Ich hatte in der Ursprungsversion hier im Blog wörtliche Zitate aus der Zeitung kopiert, mich aber dann entschlossen, diese wieder zu löschen. Ich will den Verlag gar nicht erst über eine Anwendung dieses Schwachsinngesetzes von letzter Woche nachdenken lassen. Man sieht, auch bei Bloggern ist die Verunsicherung groß.

Nun ist es unbestritten, dass ein großer Anteil der am Flughafen Schönefeld auf Kundschaft wartetenden Kollegen seinen Wohnsitz in Berlin hat, das sind aber trotzdem keine Berliner Taxifahrer, sondern deren Autos haben das Kfz-Kennzeichen LDS.
Oder wurden nur die Berliner Kollegen kontrolliert, die dort Fahrgäste abgesetzt haben? Wenn nicht, ist diese Überschrift so was von irreführend. Ich habe es immer noch nicht verstanden, wer genau jetzt die Kollegen sind, die auf Gelder vom Staat angewiesen sind. Oder hat diese "jetzt" Kontrolle schon vor Januar diesen Jahres stattgefunden?
Ich kapier den Artikel nicht.

Update:
Inzwischen haben sie die Überschrift geändert. Sie haben das "Berliner" rausgenommen.
Im Text steht aber immer noch: "Berliner Taxifahrer können von ihren..."

Donnerstag, 7. März 2013

Alvin Lee

R.I.P. Alvin Lee gest. 6.3.2013



Mittwoch, 6. März 2013

Neues von der Gallery

Das mediale Interesse ist ja immer riesengroß, wenn in Berlin mal wieder was schief läuft und das (inter)nationale Kopfschütteln heftig. Sobald es aber Einigungen in irgendwelchen Skandalen gibt, hört man bundesweit nichts mehr davon. Nur noch die lokale Presse berichtet dann.
Mein Statistik Programm sagt mir, ich habe sehr viele Leser ausserhalb Berlins. Da fühle ich mich verpflichtet zu Ende zu dokumentieren.

Also, die East-Side-Gallery bleibt komplett stehen. Auf letzten Montag war die Fortführung der Abrissarbeiten an der längsten Open-Air-Galerie der Welt geplant. Aber nach einer Demonstration mit über 6.000 Teilnehmern sowie einigen Politikern und Promimenten am Sonntag hörte man am Montag dann, die Bauarbeiten seien erstmal auf Eis gelegt.

Auf einmal braucht keiner mehr die 20 Meter breite Lücke in der Mauer. Weder der Investor mit seinem Luxuswohnungen auf dem ehemaligen Todesstreifen, noch der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg für die geplante Fußgängerbrücke über die Spree. Sogar Herr Wowereit will sich für den Erhalt dieses einmaliges Denkmals einsetzen. Ich meine, Freunde werden die alle nicht mehr werden. Und die Geschichte mit der Bebauung des ehemaligen Todesstreifens ist noch lange nicht ausgestanden.

Trotzdem, geht doch, warum immer erst dieser Ärger, immer diese negativen Schlagzeilen. Hört mehr auf die Menschen, die in dieser Stadt leben. Und das, liebe Regierenden, das nennt sich Demokratie. Dieses Wort kennt ihr immer nur kurz vor den Wahlen.

Hier noch ein paar Bilder vom Loch, das die Bauarbeiten letzte Woche in den Erinnerungsort geschlagen haben.






Freitag, 1. März 2013

East-Side-Gallery wird teilweise abgebaut

In Berlin wird gerade eben ein Teil der East-Side-Gallery abgerissen. Sie steht dem Neubau eines Hochhauses mit Luxuswohnungen im Weg. Auch eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Brücke (Brommybrücke) soll neu gebaut werden.

http://www.eastsidegallery-berlin.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/East_Side_Gallery

http://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/_/der_abriss_einzelner.html

http://www.berliner-zeitung.de


Wünsche viel Spaß beim Wohnen in den Luxuswohnungen.

Update:
Die Abrissarbeiten wurden gegen ca. 11 Uhr abgebrochen. Unklar weshalb.
Unklar auch, wann es weitergehen soll.

Okay, dieses Video noch:




Donnerstag, 28. Februar 2013

Museum im Wasserwerk

Was nicht so alles nötig ist/war, um ein Glas Wasser zu trinken.


Ein "paar" Bilder vom gestrigen Besuch des "Museums im Wasserwerk" in Friedrichshagen gibt es natürlich auch noch.

Und nicht weit weg davon, die Bölschestraße mit teilweise seltsamer Architektur.


Dienstag, 26. Februar 2013

Am Rande eines Arbeitstages (7)

Sehr oft sind es ja die Kleinigkeiten während einer Schicht, die das Taxifahren so interessant machen. Meistens sind diese Kleinigkeiten so klein, dass sie sich nicht für einen eigenen Blogbeitrag eignen. Deshalb hatte ich zu Anfang dieser Bloggerei den Tag "Am Rande" eingeführt. Ihn aber in in der letzten Zeit ziemlich vernachlässigt.
Heute wieder eine neue Folge.

"Was hab ich dir gesagt. In Düsseldorf geht man jetzt zur Kirche, in Berlin schläft man noch."
Eine Dame zu ihrem Begleiter sonntagsmorgens um halb zehn, während einer Fahrt durchs verkehrs- und menschenarme Berlin. Es ist schon so, sonntagsmorgens ist in bestimmten Ecken von Berlin um 6 Uhr mehr los auf den Straßen um 10 Uhr.
Es war eine sehr unterhaltsame Fahrt. Die Dame war eine gebürtige Berlinerin, die vor Jahren nach NRW verzogen war. Wir tauschten jede Menge Erfahrungen über Kneipen und andere Lokalitäten aus früheren Zeiten aus, während der Begleiter staunend zuhörte.


Einem Franzosen einen zusätzlichen Euro Trinkgeld aus dem Ärmel geleiert. Bei einem Fahrpreis von 13,80 € zuerst auf 14 € aufgerundet, gab er mir den einen Euro wieder zurück, nachdem ich ihm den Fahrpreis korrekt in französischer Sprache genannt hatte.


Ich versuche ja immer, wenn ein Doorman Gäste aus dem Hotel zu meiner Taxe führt, auf die Sprache, die sie miteinander reden zu achten. Ich vermeinte ausländische Wortfetzen vernommen zu haben, also:

"Hello, good morning. How are you?"

"Danke gut. Und selber?" 





Montag, 25. Februar 2013

Schmuddelwetter

I moag des nimmer.
Selten den Pariser Platz an einem Wochenendtag morgens um 11 Uhr so leer gesehen.

Nachtrag:

Gerade gefunden
Trübster Winter seit 42 Jahren.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Legoland und Deutsche Kinemathek

Endlich haben wir Freikarten für das Legoland am Potsdamer Platz eingelöst. Nie im Leben hätte ich aber 16€ dafür ausgegeben. Und den Lego VW Bus, den ich schon lange im Auge habe, haben sie nicht mehr. Schade, so einen ähnlichen (selbstumgebaut) habe ich 10 Jahre lang gefahren. Das wäre auch eine schöne Übung in Feinmotorik gewesen.
(Wen es interessiert, hier ein Video zu den Features dieser ausgeklügelten Legokonstruktion.)

Irgendwas mit Taxi gefällig?

Oder irgendwas mit Flughafen?
Genug der Werbung. Hat mich nicht überzeugt. Obwohl die Legonachbauten der Berliner Sehenswürdigkeiten gut gemacht sind. Ist ja aber auch nicht für Menschen im mittleren Alter gedacht. Die anwesenden Kiddies hatten aber wohl ihren Spaß.

Genial aber die am Potsdamer Platz direkt daneben liegende Ausstellung über den amerikanischen Regisseur Martin Scorsese in der Deutschen Kinemathek



Leider, leider ist dort aber ein absolutes Fotografierverbot.

Trotzdem irgendwas mit Taxi gefällig?



Samstag, 16. Februar 2013

Homophobie und Immobilienhaie

(Nach reiflicher Überlegung und entgegen meiner Ankündigung habe ich mich entschieden, meine Geschichten weiterhin in der Ich-Form zu veröffentlichen. Der Kompromiss, sie in der 3. Person zu schreiben und nachträglich den Taxifahrer K. durch ich zu ersetzen, ermöglicht mir, die Sache von außen zu betrachten und trotzdem etwas persönlicher zu präsentieren. Und danke für das Feedback!)


Ich hatte einen ganz schlechten Tag erwischt. Ich ärgerte mich immer noch über dieses unverhältnismäßige Polizeiaufgebot mit hunderten Polizisten und einem Hubschrauber, das am Donnerstagmorgen einer Gerichtsvollzieherin den Weg zur Zwangsräumung in eine Wohnung unweit meines Kiezes geebnet hatte. Eine Sitzblockade von solidarischen Demonstranten sollte diese Zwangsräumung einer türkischen Familie, die eine Mietnachzahlung ein paar Tage zu spät überwiesen hatte, verhindern.

Tja, die Immoblienhaie sind immer noch und wieder unterwegs und kriegen vor Gericht halt meistens recht.

So lieber Staat radikalisiert man seine Jugend. Immer schön druff mit dem Pfefferspray.

Und nun hatte ich auch noch diese auswärtigen Fahrgäste an Bord, die nur ständig über Berlin und seine Politik am Mosern waren. Über diesen „Partybürgermeister“ der ja ganz alleine an diesem Flughafendebakel schuld sein sollte. Mein Einwand, dass ein Aufsichtsratsvorsitzender nun mal nicht in Kabelschächte kriecht und überprüft, ob da alles in Ordnung ist, was seine Vorstände ihm erzählen, wurde mit einem:

„Den kann ich halt nicht leiden. Der ist doch sowieso schwul.“ abgetan.

Okay, hiermit hatte sich das Gespräch für mich erledigt. Ich wollte nun meine etwas differenzierteren Ansichten über diese angeblich rot-rote Regierung, die in ihrer damaligen Regierungszeit Berlin nach neoliberalem Muster verschleudert und dabei irgendwelchen (auch dubiosen) Investoren Baugrundstücke und andere Immoblien für ‘nen Appel und ‘n Ei in den Arsch geschoben und sich einen Dreck um steigende Mieten und deren Folgen gekümmert hatte, nicht mehr ausführen.

Wozu auch. Homophoben Menschen kann man nicht mit Argumenten kommen. Wenn das ginge, wären sie es ja nicht.

Mittwoch, 13. Februar 2013

An den Haaren herbeigezogen

Manchmal ist es einfacher besser, im Taxi die Türen verschlossen zu halten. :-D

Hier war ein Video eingebettet, das inzwischen wegen eines Urheberrechtanspruches nicht mehr verfügbar ist.

Schade eigentlich.

Dienstag, 12. Februar 2013

Ohne Fahrgast

Dieses Fahrzeug zur Personenbeförderung ist jetzt erstmal ohne Fahrgast.


Anlässlich einer erfolgreichen Schicht

(Kleines Vorwort:
Ich werde ab jetzt nicht mehr über MEINE Erlebnisse beim Taxifahren berichten, sondern über die des Taxifahrers K. Das hat den alleinigen Grund, dass es mir leichter fällt über andere zu schreiben, als über mich selbst. Vielleicht gefällt's ja.)

Eigentlich hatte sich K. ja schon ganz auf Feierabend eingestellt. Sogar die EINE NOCH war ihm geglückt. Eine ganz, ganz kurze zwar, aber das spielte keine Rolle mehr. Der Tag war mehr als zufriedenstellend gelaufen, was auch zu erwarten gewesen war. Der erste Sonntag der Berlinale ist immer ein Tag, an dem man sich keine Gedanken über den Umsatz machen muss. Immer schön in Mitte bleiben, der Rest ergibt sich von alleine. Ist zwar ob der Enge und der Verkehrsdichte etwas nervig, aber man setzt auf ein sicheres Pferd. Und wenn man mal etwas außerhalb gelandet war, auch kein Problem. Die meisten Kollegen fahren ja, wie er auch, rund um den Potsdamer Platz und somit sind Taxis im Rest der Stadt Mangelware. So seine Taktik.

Es hatte morgens schon ganz gut begonnen. Nach einer Rundtour mit Skiurlaubern vom Ostbahnhof aus über Neu-Hohenschönhausen nach Marzahn, ganz in die Nähe des Wohnortes seines Kollegen Sash, den er kurz zuvor an eben diesem Ostbahnhof auf seine Feierabendtour wartend getroffen hatte. Eigentlich wäre diese Tour wie für Sash gemalt gewesen, aber wie das Taxileben halt so spielt… Mit rund 30€ mehr in der Kasse hieß es jetzt für ihn wieder zurück in die Zivilisation. Gemütlich über die autofreie Landsberger Allee zurück zuckelnd. Da, ein Winker am Straßenrand. Ausrufezeichen. Die einzelne männliche Person machte einen vertrauenserweckenden Eindruck und so sammelte er ihn ein. Ein verirrter Berlin-Besucher aus Köln, der diesen Karnevalsrummel in seiner Heimatstadt nicht erträgt und jedes Jahr um diese Narrenzeit nach Berlin entflieht. Er käme vom Feiern und müsse in das Hostel Generator. K. wunderte sich etwas: „Feiern? Hier in der Ecke?“ Nein, nein. Er und seine Kumpels wären in Kreuzberg in einem Club gewesen. Und die Kumpels wären dann mit dem Taxi ins Hostel gefahren. Aber ER hätte sich für einen ganz schlauen gehalten. Er hatte als Anhaltspunkt für das Hostel die Landsberger Allee gehabt und wir seien ja inzwischen in der Welt der Smartphones angelangt. Also kein Problem für ihn.
Als der Busfahrer ihn dann an der Endhaltestelle aus dem Bus warf, musste er also notgedrungen, trotz Smartphone, ganz altmodisch nach einer Taxe winken.

K. ist ja auch im Besitz solch eines Wunderwerks der Technik und ist auch ab und zu in anderen Ländern und Städten unterwegs, aber nie im Leben würde er seinen Heimweg von einer App bestimmen lassen.

K. war zufrieden mit den Anfangstouren seiner Schicht und machte sich ab in die Mitte der Stadt. Zuerst verlief das Ganze etwas schleppend, dann aber gab es eine Tour nach der anderen. Alles keine großen Dinger, aber doch zügig hintereinander weg:

Von der Behrenstraße in die Gitschiner, dort sofort ein fliegender Fahrgastwechsel mit Fahrziel Brunnenstraße, ohne Geschwindigkeitsüberschreitung ein polizeiliches Fernglas passiert und genau dort auf dem Rückweg wieder einen Winker aufgegabelt. Ein völlig schwitzender, aufgelöster Mensch, der K. erzählte, dass er die Polizei gerade noch gesehen hätte und sein Fahrzeug rechts am Straßenrand abstellen konnte. 

„Ich habe nämlich keinen Führerschein mehr.“

Die Frage K.s, warum er sich denn dann hinter das Lenkrad setzen würde, blieb auf dem ganzen Weg in den tiefsten Wedding unbeantwortet.

K. war also am späten Nachmittag zufrieden mit sich und der Welt, freute sich auf den Feierabend, als er in der Köpenicker Straße in Mitte ganz automatisch auf die Bremse trat, da unvermittelt ein Arm in die Höhe gerissen wurde.
Im gleichen Moment bereute er sein Anhalten, aber so weit wird es hier in der Gegend auch nicht sein, dachte er noch.

„Puh, endlich ein Taxi. Nach Haselhorst bitte.“

Puuh, boah, was für eine Tour.

K. war aber eigentlich schon zu lange unterwegs und versuchte dem Fahrgast das mit dem Feierabend und dem Schichtwechsel zu erklären.
„Okay, ich will Ihnen ja den Feierabend nicht versauen. Aber wenigstens bis zum Bahnhof Zoo, oder?“
K. bedankte sich für das Verständnis, da ER ja vergessen hatte die Fackel auszumachen und somit in der Pflicht stand. Aber dann war wirklich Schluss. Er fragte sich nur, warum solche Hammertouren immer dann kommen, wenn man sie nicht brauchen kann. Was würde er nächste Woche für so eine Tour geben.

Montag, 11. Februar 2013

Zum Taxi...

Zum Taxi, Schätzchen.
Das ging damals ziemlich schnell, der Schritt von der Schwabinger 68er Bewegung zum bekennenden Franz-Josef Strauß Fan, gelle.
Aber ehrlich, gut gehalten. Mit einer bestimmten Creme?
Es ist halt Berlinale. Da tummelt sich so allerhand Promi-Volk. Aber warum kriege eigentlich ich immer die Münchner?
(Und wer jetzt immer noch nicht weiß, wen ich da zum Flughafen Tegel gebracht habe, bitte schön.)

Mittwoch, 6. Februar 2013

Wer hat an dem Schild gedreht?

Wer hat an dem Schild gedreht?
 Gesehen am Platz des 18. März.
Die Richtungsangaben müssten um etwa 90° im Uhrzeigersinn gedreht werden.
Sorgt verständlicherweise für jede Menge Verunsicherungen bei unseren Besuchern, wie ich erst gestern wieder erfahren habe.

Dort ist übrigens z. Zt. ein Teil der Ausstellung "Zerstörte Vielfalt" zu sehen.
Ein paar Bilder zu dieser Ausstellung gibt es in meinem gleichnamigen Picasa-Album.

Sonderangebot

Kanzlerkandidat im Sonderangebot?
(Ich weiß, Namensspielereien sind albern. Aber das hat doch was.)

Donnerstag, 31. Januar 2013

Zeuge (2)

Es war einer dieser trüben Tage, die ihm das Taxifahren manchmal so quälend machen. Der Taxifahrer K. drehte seine Runden durch Berlin-Mitte und alle seine üblichen Halten waren knüppeldicke voll. Am Hilton standen sie schon bis weit in die Mohrenstraße hinein in zweiter Spur, am Gendarmenmarkt war gar kein Platz und auch an Charlotten/Behren standen unverhältnismäßig viele Kollegen dumm in der Gegend rum.

Letzter Versuch: Rum um die Ecke und beim Grand-Hotel vorbeigeschaut. Dort stellt er sich nur ganz selten an, da diese Halte Freiwild für Menschen ohne Kenntnisse der Straßenverkehrsordnung zu sein scheint und die regelmäßig von Privat-PKWs zugeparkt ist.

Das ist immer wieder ärgerlich und sein Arzt hatte ihm geraten, auf seinen Blutdruck zu achten. Aber diesmal standen dort immerhin nur vier Kollegen und nur ein Falschparker, vor den er sich noch drücken konnte.
Gesagt, getan. Beim auf die Halte quetschen konnte er noch erkennen, dass in diesem PKW eine Gruppe von Menschen saß – und seelenruhig Pizza oder Döner aß. Er stieg aus und ging auf die Truppe zu und fragte den soeben aus dem Auto aussteigenden Beifahrer:

„Na, schmeckt es denn? Sie wissen aber wohl, dass das hier eine Taxihalte ist.?“
und zeigte auf das deutlich sichtbare Verkehrsschild, das für alle, ausser Taxis, ein absolutes Halteverbot bedeutet.


„Ja schmeckt. Und ich darf das. Ich bin Polizist.“

Äh, das hatte er doch schon mal erlebt. Unbeeindruckt von diesem Outing wollte K. noch etwas erwidern, aber da hatte sich der Kollege, der vor ihm stand schon aus seinem Fahrzeug begeben und mischte sich ein. Der Kollege, anscheinend ein Stammfahrer an dieser Halte, hatte einen etwas ruppigeren Tonfall am Leibe, als K., der ja auf seinen Blutdruck achten soll.
Sein Kollege diskutierte nun etwas erregt und zückte sein Mobiltelefon, um mit einem Anruf beim Ordnungsamt zu drohen.

Jetzt wiederholte der Beifahrer seine Aussage: „Ich bin Polizist.“ Und zückte dieses Mal aber seinen unter dem Sweat-Shirt verborgenen Dienstausweis.

Dann fiel der für den Kollegen verhängnisvolle Satz. In diesem Satz kam das Wort "blöde" vor. Im Zusammenhang mit dem sich soeben ausweisenden Beamten. Blöd dumm verhalten von seinem Kollegen, anders kann man das nicht sagen.


K. wunderte sich darüber, dass der Kollege den Ernst der Lage nicht verstand. K. drehte nun der Szenerie den Rücken und das Unheil nahm seinen Lauf.

Das Wörtchen "blöde" war zu viel für den Zivilbeamten. Er forderte den Kollegen auf, seinen Personalausweis zu zeigen, da dies eine Beleidigung sei und er nun gedenke ihm eine Anzeige zu verpassen. Nun drehte der Kollege sich um und ging zu seinem Wagen. Der Beamte ging ihm hinterher und hielt ihn am Arm fest. „Ihren Ausweis, bitte!“

Es entspann sich eine Diskussion, in dessen Verlauf von Seiten des Zivilbeamten immer wieder das Wort Personalausweis und auch das Wort Handschellen fiel.

Inzwischen hatte der Zivilbeamte wohl Unterstützung angefordert.

Wie samstags üblich, fand gerade in Mitte eine Demonstration statt und innerhalb von wenigen Minuten war die Taxihalte von drei Mannschaftswagen eingekeilt und der ohnehin durch die demonstrationsbedingten Umleitungen stark beeinträchtigte Verkehr brach an dieser Stelle komplett zusammen. Es entstand ein gewisses Durcheinander von Zivilbeamten, uniformierten Polizisten und Taxifahrern.
K. saß inzwischen wieder in seinem Auto und bestaunte kopfschüttelnd die Auswirkungen dieses kleinen bösen Wörtchens.

K. als Zeuge und sein Kollege mit der Beleidigung wurden nun zum Warten auf die reguläre Streife, die man anscheinend bestellt hatte, verdammt.

Die kam jedoch nicht so schnell und einer der Mannschaftswagen blieb bis zum Eintreffen der Streife vor Ort.

Als die Streife K.s Personalien aufnahm, fragte K. nach:

„Was macht denn ein Undercover Agent Pizza essend auf einer Taxihalte. Ihm muss doch bewusst sein, dass er damit den Arbeitsplatz von Taxifahrern blockiert. Was würden sie sagen, wenn sich jemand einfach in ihren Mannschaftswagen setzen würde, um seinen Döner zu essen?“

Der Streifenpolizist war ein durchaus umgänglicher Zeitgenosse und beantwortete K.s provokante Frage tatsächlich:

„Es kann durchaus sein, dass im Rahmen eines Dienstauftrages so eine Maßnahme gerechtfertigt ist. Ich selber habe ähnliches schon bei Undercover Einsätzen in Neukölln auch getan.“

Die ganze Aktion dauerte ca. 20 Minuten und da es so und so gerade keine andere sinnvolle Beschäftigung für K. zu geben schien, blieb er einfach an der Halte stehen.

Die Gedankenspielereien, welchen Auftrag der Zivilbeamte denn gehabt haben könnte, ließen ihm die weitere Viertelstunde wie im Flug vergehen. NEIN, einen Auftrag Taxifahrer zu Beleidigungen zu provozieren, den kann es nicht gegeben haben. So einen blöden Auftrag würde die Polizei nie geben. Nein, nein und nochmals nein. Solche Gedanken gehören in das Reich der Verschwörungstheorien. Sein Auftrag MUSS mit der Demonstration zusammenhängen. Und dann haben die einfach Hunger gekriegt.
Und was mit absoluter Sicherheit feststeht, er wird es nie erfahren.


K.s Ausharren aber wurde belohnt. Das Hotel gegenüber hatte ihm eine Fahrt nach TXL zu bieten, wonach er, immer noch mit einem "wtf, was war da denn los?", Feierabend machen konnte.

Und immerhin hatte sich heute sein Grundsatz, niemals irgendwelche Menschen zu bepöbeln bestätigt. Aber dass der Ausdruck „blöde“ schon zu den Beleidigungen gehört, das war ihm neu.

Dienstag, 29. Januar 2013

Zeuge

Wenn heute Abend in der Tagesschau von einer größeren Explosion in Berlin-Kreuzberg die Rede sein wird, dann... dann hat es mich zerrissen.

Ich bin seit Samstag Zeuge in einem laufenden Verfahren wegen Beamtenbeleidigung eines Kollegen gegen einen Zivilbeamten der Polizei. Wieviel ich über diese Begebenheit hier öffentlich machen darf, weiß ich nicht genau.
Vielleicht, wenn man es in einer fiktiven Form erzählt?
Zum Beispiel so:

Wäre es theoretisch denkbar, dass es einen Dienstauftrag für einen Undercover-Beamten gibt, der beeinhaltet, sich mit zwei jungen Frauen in einem Privatfahrzeug auf eine Taxihalte zu stellen und Pizza  oder Döner zu essen und dadurch den kompletten Verkehrsfluß zu behindern, da die Kollegen den Halteplatz nicht mehr anfahren können?

 Hat jemand einen Tipp für mich, was zulässig an Veröffentlichung ist und was nicht?

(Fotos, die das ganze dokumentieren gibt es natürlich auch.)


Dienstag, 22. Januar 2013

Waren Sie schon mal dort?

Ich fahre eine Dame im besten Alter zum Flughafen nach Tegel. Wir unterhalten uns ausgezeichnet und ich kann ihr eine Menge für sie Neues über Berlin erzählen. Beim Aussteigen direkt an ihrem Gate - sie steht schon neben dem Wagen:

"Eines müssen Sie mir aber noch erklären. Was hat Sie als Schwabe nach Berlin verschlagen?" (Ja, dieses Idiom kriege ich einfach nicht los.)


"Waren Sie schon mal dort?"

"ICH BIN GEBORENE SCHWÄBIN"

"Und warum fragen Sie dann?"

Ihr Unterkiefer klappte herunter, sie riss die Augen weit auf - sie rang nach einer schlagfertigen Antwort. Sie hob den Zeigefinger und nickte vor sich hin:

"So eine gute Antwort habe ich jetzt nicht erwartet." 

Drehte sich um und ging zum Gate.

Ihr Flieger ging übrigens nach München.


(Auf das Thierse-Weckle-Schwaben-Free-Schwabylon-Spätzle-Kollwitz-Attentat Drama und seine Folgen gehe ich bewusst nicht ein. Ist mir zu albern.)

Montag, 21. Januar 2013

Anstrengend, aber erfolgreich

Mal anders rum - Fahrgäste stehen Schlange für ein Taxi. 

Gesehen letzte Woche in der Luckenwalder Straße während der Modemesse "Premium".

Es war anstrengend, aber jetzt im Rückblick ist es ein gutes Gefühl und es hat sich gelohnt.
Vor allem die täglichen Touren zur in Schönefeld liegenden "Panorama Modemesse" hatten es mir angetan.
Ich habe mir jedesmal überlegt, dort auf eine Rücktour zu warten. Aber das Berlin ExpoCenter Airport, in dem die Messe stattfand, liegt nun mal auf dem Hoheitsgebiet des Landkreises Dahme-Spreewald. Und die dort sind nicht gut auf Berliner Taxifahrer zu sprechen. (Gerüchteweise hat auch das Ordnungsamt von LDS die Berliner Kollegen wieder verjagt.)

Die nächsten Highlights finden dann Anfang Februar statt. Zeitgleich die Fruit Logistica und der Beginn der Berlinale.


Sonntag, 13. Januar 2013

Gute Aussichten

Der Himmel über dem Tempelhofer Feld
 Okay, ich gebe es zu. Ich habe da an ein paar Reglern rumgespielt. In Wirklichkeit sah es eher so aus, auf dem Tempelhofer Feld. Nach wie vor einer meiner Lieblingsplätze in Berlin.
Im Hintergrund an den Hangars sieht man ungewohnte Aktivitäten. Das sind die Vorbereitungen zur besten Messe für Taxifahrer, die es in Berlin gibt. Die Bread and Butter startet am Dienstag.
Nachdem ich mir die ersten beiden Januarwochen frei genommen habe, arbeite ich ab Dienstag 6 Tage hintereinander. Und anscheinend hat man in Berlin dazugelernt. Früher fand die Bread and Butter (und natürlich auch die Premium) von Mittwoch bis Freitag statt. Am Freitag aber begann schon die Grüne Woche. Nicht ganz so taxiintensiv, aber doch auch schon was los. Am Freitag war dann in ganz Berlin so gut wie kein Taxi zu kriegen. Da die beiden Modemessen nun schon am Donnerstag enden, könnte es etwas entspannter zugehen. Gut so. Jetzt gibt es einen Tag mehr, an dem man problemlos gute Umsätze einfahren kann. 

Donnerstag, 3. Januar 2013

El Vocho

Die Älteren unter uns kennen ihn noch, den Buckel Porsche.
In Deutschland müssen Taxis aber vier Türen haben. 

Dieser Türschließer ist schon genial.
Ich habe mehrere dieser deutschen Wunderautos gefahren. Besonders im Winter ein Vergnügen (abgesehen von der miesen Heizung). Besonders bei Glätte an Steigungen, die dicken Daimler im Rückspiegel immer kleiner werden lassen. ;-) 
Hätte ich mal diesen Käfer mit Faltschiebedach behalten und restauriert - die eine oder andere Schicht könnte ich mir heute nach einem Verkauf wohl sparen.

Spiegel-Artikel noch von 2008
Und noch einmal Spiegel 
Schön die Fotogalerie bei volkswagen-classic.de