Montag, 30. April 2012

Urlaub 2012

Dem aufmerksamen Leser ist es natürlich nicht entgangen. Das Cab-log war mal wieder unterwegs und hat sich Taxis in einem anderen Land angeschaut.

Und ich bin am 14.04.2012 zum allerletzten Mal in meinem Leben vom Flughafen Tegel (TXL) gestartet. Das musste natürlich dokumentiert werden.


Wo dieser Flieger dann gelandet ist, demnächst mehr hier in diesem Blog.
Jetzt nur soviel: Dort stehen die Taxen auch mal blöd im Weg rum.

Donnerstag, 12. April 2012

Mitgehört (17)

Zwei muttersprachlich junge Deutsche im Gespräch. 

"Ich bin der personal assistant von (*Nameeines bekanntendeutschenShowmasters*). Früher habe ich in Charlottenburg gewohnt. Aber das war boring. Hier die corner ist nice."

"Yes, sehr nice."

Hey people, merkt  ihr eigentlich wirklich nicht, how stupid sich euer aufgeblasenes Getue anhört?

Mittwoch, 11. April 2012

Verspekuliert

Da hat er sich ganz schön angeschissen, der umsatzgierige Kollege.

Nach fast einstündiger Anstehzeit war ich nun Zweiter in der Schlange vor dem Hilton. Eine Vierergruppe kam aus dem Hotel und näherte sich der Taxihalte. Mit etwas Abstand dahinter folgte ein Pärchen mit den von uns so geliebten Rollkoffern.
Einer der Vierergruppe sprach den Kollegen vor mir an und wandte sich achselzuckend wieder ab. Und so landeten die vier bei mir.
Inzwischen waren die Rollkoffer auf Höhe des Kollegen - und liefen an ihm vorbei. Die vier dagegen stiegen bei mir ein und wir hatten eine nette 13€-Fahrt, während der Kollege dumm aus der Wäsche schaute. Er hatte sich mit der Ablehnung meiner Fahrgäste in Hoffnung auf eine Flughafenfahrt mit den Koffern mächtig verspekuliert.
Ich muss zugeben, ein bisschen Schadenfreude konnte ich mir nicht verkneifen.

Dienstag, 10. April 2012

Blaues Strohfeuer

(Gleich vorab, dieser Beitrag wurde mit einem ironischen Augenzwinkern erstellt und sollte auch so verstanden werden.)

Der wohl bekannteste Blogger Deutschlands gab sich am Sonntag die Ehre und besuchte das Hotel Adlon. Und natürlich fuhr er standesgemäß direkt vor den Hoteleingang und ließ sein farblich verschandeltes Auto vom Personal parken.
Lieber Sash, wenn du das Ding tatsächlich gewinnen solltest, von mir aus rasier dir einen Irokesen, von mir aus färb dir den auch rot, blau oder türkis. Aber niemals verschandle ein Auto mit  so einer  Farbe, nicht mal zu Marketingzwecken. Als das Ding am Adlon vorfuhr, war mein erster Gedanke: Kommen also auch die Zuhälter schon zum ersten Hotel am Platz?



Samstag, 7. April 2012

Happy Feather

Nein, in Berlin hat es heute nicht geschneit. Das sind die Reste von, na was wohl?
Schon mal dagewesen.

Ach so, frohe Ostern allerseits.

Donnerstag, 5. April 2012

Panke, Brecht und Trichinentempel

Spannend sind für einen Taxifahrer, der normalerweise seine Stadt nur über die offiziellen Straßen kennt, immer wieder die "anderen Wege" und die "hidden places".

Schon mal was vom "Trichinentempel" gehört?  Nein? Höchste Zeit.

Anatomisches Theater der Tierarzneischule.

Aber der Reihe nach:


Ausgangspunkt: Die Friedrichstraße
Eigentlich waren wir auf den Spuren der Panke. (ellenlanger Artikel)

Und hier haben wir ihre Mündung in die Spree gefunden.
Weiter Richtung Norden. Auf der anderen Uferseite ein neues Bauprojekt.

Was ganz was Neues: Exklusive Eigentumswohnungen.
Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke

Mittendrin: Bertolt Brecht am gleichnamigen Platz

Nächste Station - der Bunker. Nach der "Wende" ein Mekka der Hardcore Technofans. Heute ein Privatmuseum (Für weitere Informationen Bild anklicken und eins weiter. Und vielleicht gleich beim Picasa-Album bleiben? Dort steht auch so einiges) Upps, das geht ja gar nicht. Sorry.

Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke

Und jetzt kommt das für mich Unbekannte. Ein kleiner Fußweg rechts am Bunker entlang führt zum HU Campus Nord.
Hier ist die Panke zum ersten Mal sichtbar.
Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke

Und jetzt wird es spannend. Der "Trichinentempel" ist fast fertig, nach längerer Renovierungszeit. (Muss ich jetzt darauf hinweisen, dass es noch mehr Bilder in meinem Fotoalbum gibt?)
Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke
Diesen Anblick wiederum kennt man als Taxler ja genau.So sieht der Haupteingang zum Gelände Campus Nord von der Luisenstraße her aus.
Aus Kottbusser Friedrichstr HU Campus Nord Trichinentempel Panke


Aber was laber ich denn hier soviel, schaut euch doch das ganze Album direkt auf Picasa an.

Dienstag, 3. April 2012

Laufsaison ist eröffnet

Am Sonntag wurde mit dem Halbmarathon die Laufsaison in Berlin  eröffnet. Viele weitere Lauf- und Fahrradveranstaltungen werden folgen.

Ich betrachte diese Veranstaltungen, bei denen immer Großteile der Innenstadt für den Fahrzeugverkehr gesperrt sind, mit gemischten Gefühlen. Einerseits sind da nicht viele Kollegen auf der Straße, weil sie genervt sind ob der vielen Sperrungen und mich ärgert das ja auch. Andererseits: Der Umsatz stimmt immer.

Gefragt ist eine gute Ortskenntnis (diesmal nicht der kürzeste Weg, sondern wie kommt man überhaupt ans Ziel?) und vor allem die Informationen über die Schlupflöcher. So ein bisschen Kreativität ist nicht von Schaden und das Eine oder Andere geht halt einfach nicht.

So gibt es aus der City Ost heraus meistens das Schlupfloch Tiergartentunnel. Der auch diesmal wieder offen war. Also kein Problem z.B. vom Hilton am Gendarmenmarkt zum Flughafen nach Tegel zu kommen.

Ich würde mir wünschen, dass diese Information auch bei den Hotelbediensteten ankommt.
Ich habe mit diesem, für einen Taxifahrer eigentlich selbstverständlichen Wissen, vielen Fahrgästen zu einem pünktlichen Abflug verholfen, während die Infos von Hotelangestellten und eines Polizisten mehr als dämlich waren. In einem Hotel hatten Fahrgäste die Auskunft erhalten, sie würden NUR mit der U-Bahn und anschließendem Taxifahren dorthin kommen. Der Polizist war aber noch "klüger" mit seiner Ansicht, das ginge nur mit Öffentlichen. Ja iss klar. Die Busse fahren natürlich wie immer.
Warum überlasst ihr das denn nicht den Profis?

Der Umsatz war sogar für solch einen Tag ungewöhnlich. Genaue Angaben gibt es bei mir natürlich nicht, nur soviel - ab 250€ wird es anstrengend.

Diesen Lauf gewonnen haben übrigens ein Kenianer und bei den Frauen eine Kenianerin.

Montag, 2. April 2012

Bilderrätsel (24)

Die Flagge welchen Landes flatterte da am Samstag, den 31.3.2012 am Pariser Platz?
Und wie hieß der Staatsgast?
Kommentare bleiben diesmal offen.

1. April ist Besuchstag für Taxibusse aus München

1. April 2010.
Reinhold besucht Berlin.

Regelmäßige Taxiblog-Leser wissen es: Reinhold aus München fährt einen VW Bus.

1. April 2012, Pariser Platz:
Ähm, nichts gegen einen erneuten Besuch von Reinhold, aber kann er das denn nicht rechtzeitig ankündigen?

Kurz bei Facebook nachgeschaut. Sein aktuellster Beitrag zu dieser Zeit war

"Guten Morgen. Am Sonntag um 4 Uhr aufstehen. Und das ist kein Aprilscherz. LEIDER!"

Das würde zeitlich passen. Aber nein, Reinhold würde sich nie, NIE mit der Berliner Polizei anlegen.
Ob diese unbekannten Besucher aus München sich auch solche Mützen gekauft haben?

Und apropos 1. April:
Aro, ein Kollege aus Berlin, ist da einer großen Sache auf der Spur.

P.S.
Ende Juni bin ich dran, mit einem Besuch in der bayerischen Landeshauptstadt.


Donnerstag, 29. März 2012

Vorfahrt achten, mal anders rum

Immer wenn ich an dieser Ampel stehe, überlege ich: 
I r g e n d w a s stimmt hier doch nicht.
Nicht irgendwo, sondern am Rande des Regierungsviertels. Das hängt nicht einfach nur schief rum, das ist richtig in dieser Stellung vernietet.

Montag, 26. März 2012

Hallali

Ein Fahrgast von gestern
Was der Münchener Kollege Reinhold  wohl mit ihm gemacht hätte?

Des Rätsels Lösung:

Nein, das ist keine Werbung. Im Gegenteil, ich halte das Getränk für widerlich.
Und mit der Agentur, die dieses Gesöff in jüngerer Vergangenheit so gepuscht hat, habe ich so meine Erfahrungen - und die sind nicht positiv.

Mittwoch, 21. März 2012

Internationaler Tag gegen Rassismus

Heute ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Jemand was mitgekriegt in Funk, Fernsehen und Presse?
In Berlin haben an verschiedenen Orten Kundgebungen stattgefunden. Eine davon in Kreuzberg.


Warum am 21. März?

Eine Gegebenheit am Rande:
Eine ältere Dame drückte mir ein Flugblatt in die Hand. "Ich bin Iranerin, meinen Sie, von dieser handvoll Menschen lassen sich die Nazis beeindrucken?"

Ehrlich gesagt, ich weiß auch erst seit gestern, dass einen solchen Tag gibt.
Artikel in der Taz.

Und bei ihm hier habe ich mich beschwert, dass die heutigen Aktionen in der gestrigen Abendschau nicht mal am Rande erwähnt wurden.

Der nächste Winter kann kommen

Da musste ich mal wieder das Auto am Schichtende bei Mercedes abgeben. Das passt mir manchmal ganz gut in den Kram, man ist dann etwas flexibler mit seinem Feierabend.

Aber was soll es denn haben? Keine Serviceanzeige im Display und auch sonst sind mir keine Besonderheiten aufgefallen. Also keine, die einen Werkstattaufenthalt notwendig machen würden.

Der Nachtpförtner vor Ort ist ein gesprächiger Mensch und wahrscheinlich froh, jemanden zum quatschen gefunden zu haben. Ihn frage ich nach den Gründen der Einweisung.

"Da steht Motornebengeräusche überprüfen."

"Okay, habe ich nichts bemerkt, in der Schicht."

"Und weiter Sitzheizung links überprüfen. Sitzheizung rechts überprüfen."

Ja, das war mir im Januar aufgefallen Bei -20°C habe ich vergeblich versucht während einer längeren Wartezeit mir wenigstens den Hintern zu wärmen . Allerdings bei den jetzigen +20°C braucht man sowas ja garantiert nicht mehr.

Gutes timing, Cheffe. Vorausschauendes Denken. Hoffentlich hält die Reparatur bis zum nächsten Winter.

Dienstag, 20. März 2012

GPS on Board

"Do you have GPS on Board?"

Vier asiatisch aussehende junge Menschen, so um die Mitte zwanzig, fragten mich das noch vor dem Einsteigen.
Was gibt das denn jetzt - längere Tour nach ausserhalb?

"Sure"

Sie stiegen ein und drückten mir einen Berliner Stadtplan in die Hand, auf dem die Georgenstraße eingekreist war. Äh, wieso GPS? Kurze Tour an die Friedrichstraße Ecke Georgenstraße.

"We are looking for a very, very good restaurant with German cooking. Can you recommend these restaurants?

Eine andere mischte sich ein:

"You said,  you've got GPS on Board. Could you please look for the best one."

"The best German cooking is at my mother's home. But I think, you'll find something you will like in this street."

Was soll ich großartig über die verschiedenen regionalen Unterschiede des "German cookings" und vor allem über den Sinn und Zweck von GPS Sateliten diskutieren: Die Georgenstraße ist voll mit Lokalitäten "Berliner Küche" oder "Deutsche Küche". Die werden schon was gefunden haben, das ihnen exotisch genug vorkommt.

Ich bevorzuge ja nach wie vor die schwäbische Küche. Kochen können sie ja tatsächlich, die Schwaben.

Montag, 19. März 2012

Das Bundespräsidenten-Wahlmenschen-abholen-Dingens

Ich hatte ja so meine Bedenken gegen dieses Bundespräsidenten-Wahlmenschen-Abholen-Dingens in der Dorotheenstraße. Bestimmt wieder völlig chaotisch und unorganisiert, dachte ich.

So sah es aus, als ich dort aufschlug.
Lt. Zeitstempel der Fotos 26 sec später so (okay, ein bisschen gezoomt).

Weitere 30 sec später war ich wech.
Na geht doch.


Freitag, 16. März 2012

Wahl des BP

Wer von den Berliner Kollegen am nächsten Sonntag zu arbeiten gedenkt, hier ein Hinweis aus einer Newsletter Mail von Taxi Berlin:
"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

zur bevorstehenden Bundesversammlung am So 18.03. möchten wir Euch folgende
taxirelevante Eckdaten zur Kenntnis geben:

Anfahrt mit Teilnehmern der Bundesversammlung am Sonntag zum Reichstag ist NUR über die Wilhelmstr. in die Dorotheenstr. möglich (Dorotheenstr. und Scheidemannstr. sind am So Einbahnstr. Richtung Tiergarten/Westen).


Bitte die Fahrgäste dann Reichstag Süd in der Scheidemannstr. absetzen, ein Befahren des Ebertplatzes ist in keinem Falle möglich.


Abfahrt dann bitte weiter geradeaus über die Scheidemannstr. (wenden nicht möglich).


Beginn der Bundesversammlung ist 12:00h.


Ab 14:00 wird in der Dorotheenstr. ein Halteplatz für die Abfahrt der Teilnehmer der Versammlung mit Taxi nach Veranstaltungsende eingerichtet.


Zufahrt zum Halteplatz wiederum nur über Wilhelmstr. in die Dorotheenstr. möglich (Dorotheenstr. ist weiter Einbahnstr. ab Wilhelmstr. Richtung Tiergarten/Westen).


Eine Leitstelle von Taxi Berlin ist am Halteplatz vor Ort, bitte den Anweisungen der Leitstelle Folge leisten.


Möglicher Bedarf in der Dorotheenstr. am dortigen Halteplatz nach Ende der Bundesversammlung kann ab ca. 15:00h sein, dies hängt von der Anzahl der benötigten Wahlgänge ab.


Bedarf an Fahrzeugen am Halteplatz in der Dorotheenstr. wird dann über die Displays bekanntgegeben.


Freundliche Grüße,


Euer Taxi Berlin-Team."
Ob ich mich dort postieren werde? Hmm, kann schon sein. Immerhin werden dort ca. 1240 Menschen rauskommen. Und der ein oder andere wird wohl schon 'ne Taxe brauchen. 
Aber wahrscheinlich gibt das sowieso nur das übliche Chaos. Vielleicht ist man am Pariser Platz besser aufgehoben?
Oder man schaut, dass man sich in eine ganz andere Ecke Berlins verkrümelt. Die üblichen Fragen für einen Taxifahrer bei Veranstaltungen in dieser Größenordnung.

Dienstag, 13. März 2012

Desillusioniert

Eine kurze Fahrt vom Pariser Platz zum Hbf mit einem älteren Ehepaar.

Sie:
"Und, haben Sie den Herrn Wulff auch schon mal gefahren?"

Wie bitte?

Ich:
"Nein, der hatte doch seine Freunde, die das für ihn machten."

Sie:
"Sie als Berliner Taxifahrer haben aber doch bestimmt schon Politiker gefahren."

Keine Lust jetzt das Prinzip des Taxi-Bundestagsfahrers zu erläutern.

Ich:
"Nee, mit denen habe ich nichts zu tun."

Sie:
"Aber doch bestimmt schon ein paar Prominente."

Ist mir jetzt zu blöde diese Unterhaltung.

Ich:
"Wissen Sie in einem früheren Leben war ich mal Bühnentechniker bei Fernsehshows und so. Da hat man irgendwann genug von Prominenten."

Sie:
"Ja, da wird man bestimmt einiger Illusionen beraubt."

Um Gottes Willen, welcher Illusionen denn.

Herr, lass Bildung regnen, die über RTL und Bunte Niveau hinausgeht.

(Dieser Post klingt arrogant, wahrscheinlich ist er es auch.)

Montag, 12. März 2012

Taxis am Ostbahnhof (Daylight)

Der Sash hat seinen Unmut über die beknackte Übergangsregelung der Taxihalteposition am Ostbahnhof ja schon kundgetan.
Ausgangspunkt für deren Verlegung sind die Bauarbeiten für den Umbau des Bahnhofvorgeländes.

Bilder im Vorbeifahren am Samstagmorgen vom Stralauer Platz aus (gegenüber des Ostbahnhofs)

Am Samstag bin ich nur vorbeigefahren, um mich am Tage von Kollegen über die Situation dort aufklären zu lassen. Neugierig geworden, habe ich am Sonntagmorgen dann mal vorbeigeschaut. Und was sehe ich? Auf den ersten Blick alles beim Alten. Die Taxen stehen da, wo sie immer stehen - direkt vor dem Bahnhof.
Das war allerdings nur der erste Eindruck. Bei genauerem Betrachten stellt man fest: Die dürfen da gar nicht stehen. Die Straße "Am Ostbahnhof" ist für die Dauer der Baustellentätigkeiten zu einer zweispurigen Straße geworden und die Taxihalte-Verkehrszeichen sind durchgestrichen. Aber wohin haben sie die verlegt?
An das andere Ende des Bahnhofs, dort wo die Taxen von den Kunden garantiert nicht gefunden werden können. Und sich zumindest am frühem Morgen auch keiner positioniert. Warum auch? Welcher potentielle Fahrgast, der vielleicht seine Bahn verpasst hat und zum Flughafen will, latscht denn mit Gepäck dorthin?

Die Menschen, ob sie Taxibedarf haben oder nicht, kommen hier oben aus dem Bahnhof raus.
Dort herrschen jetzt anscheinend Zustände wie im Wilden Osten Westen. schreibt der Sash

Keine Ahnung wie es denn tagsüber weitergeht (stelle ich mir grauenhaft vor). Ich habe dann ganz schnell das Weite gesucht, um mich nicht in die Gefahr zu begeben, einen oben illegal ladenden Kollegen anpöbeln zu müssen.

Der Daniel hatte beim ersten Wutausbruch vom Sash eine, wie ich finde, gute Idee:

Bestreiken! Boykottieren!

Zumindest mal eine zeitlang. Presse informieren und ein bisschen Medienrummel organisieren. Das kann so nicht angehen. Das ist ein unzumutbarer Zustand. Warum sind denn eigentlich wir Taxifahrer immer die letzten in der NahrungsKette?

Ich für meinen Teil habe beschlossen, den Bahnhof nicht mehr anzufahren. Obwohl ich ihn am WE am frühen Morgen gerne benutzt habe. So ein Hauen und Stechen um Kunden ist nicht gut für meinem Blutdruck. Schade eigentlich, eine Möglichkeit weniger Geld zu verdienen.

Und bei der Gelegenheit: Es gab bisher übrigens keine legale Möglichkeit, an diesem Bahnhof seine Fahrgäste auszuladen. Vielleicht wurde das dieses Mal bei der Planung der Neugestaltung des Vorplatzes (eines in dieser Form erst seit ca. 10? Jahren existierenden Bahnhofs) berücksichtigt?

Ich denke, eher nicht.

Donnerstag, 8. März 2012

Over...

Hat noch jemand jetzt schon einen Ohrwurm?


via

Streicht den Zapfen.

Mittwoch, 7. März 2012

In der Falle

Und jetzt einen Funkauftrag. Halleluja.
In der Falle

Irgendwas mit Fußball

Sie sind allgemein bekannt unter uns Fußballfans, die Schwalbenkönige. (hier der Andy) Auch die Hertha war vor kurzem betroffen vom Schauspieltalent eines Gladbachers. Ein zartes Lüftchen haut das gestandene Mannsbild wie vom Blitz getroffen zu Boden. Krümmt sich vom Schmerz gepeinigt...

Ganz anders er hier:

Obwohl ich eine große innere Distanz zu Begriffen wie Superstars (in welcher Rubrik auch immer) habe: Das ist ganz großer Sport.

Ich glaube, ich werde ihn mir heute Abend anschauen:

Barcelona vs Leverkusen 20:45 SAT. 1.

Dienstag, 6. März 2012

Bodyguard

Wer kennt ihn nicht, den Film Bodyguard, mit der viel zu früh verstorbenen Whitney Houston und Kevin Costner? Hier noch mal die Abschiedsszene am Flughafen. (Hätten sie mal den Pfaffen weglassen sollen.)


Schüchtern klopfte sie am frühen Morgen an meine Seitenscheibe. Sie müsse in den Wedding. Na klar, habe gerade nichts anderes vor, meinte ich und sie stieg ein. Eine sehr schöne Frau um die 30. Schwarz, salopp gekleidet mit geheimnisvollem Lächeln. Allerdings müsse sie noch bei einer Bank vorbei. Kurz links rüber und bei einer Bank angehalten.

Der Vorraum war allerdings voll. Voll mit Jugendlichen, die sich anscheinend dort etwas aufwärmten (ausnüchterten?).

"Oh, können wir eine andere Bank aufsuchen? Da habe ich Angst."

"Soll ich kurz mit reinkommen?"

"Ja, das wäre nett."

So kam es, dass ich mich "schützend" hinter sie stellte, aufmerksam alle Anwesenden beobachtete, immer die rechte Hand in der geöffneten Jackentasche. Voll konzentriert.  :-D

War natürlich völlig harmlos das Ganze. Aber einen Blogeintrag ist diese Szenerie schon wert.

Leider sehe ich ja nicht ganz so gut aus wie Kevin Costner...

Montag, 5. März 2012

Geregeltes Einkommen?

Ich werde nun ausnahmsweise mit einem persönlichen Tabu brechen. Nämlich mit dem Tabu, die Einnahmen (zumindest Teilen davon) meiner Firma zu publizieren.

SAMSTAG:
Ganz schlecht lief das Morgengeschäft. Zäh und schleppend verlief der ganze Tag. Das Highlight dann um 15:30 Uhr nach halbstündiger Wartezeit. Eine Fahrt für 3,80 €. Resigniert und lustlos steuerte ich vor der Zeit den Heimathafen an. Ungefähr 200 m vor der Ablöse begann dann eine Serie, die mir innerhalb von eineinhalb Stunden knapp 50 Euro in die Kasse spülte. 

SONNTAG:
Super in den Tag gestartet. Nach zweieinhalb Stunden sagenhafte 75 Euro in der Kasse. Das ist rekordverdächtig. Mit diesem ruhigen Kissen ausgestattet, ließ ich den Rest des Tages an mir vorbeiziehen. Dass ich an diesem Tag für weitere 72 € ganze 8 Stunden brauchen würde, hätte ich mir nicht träumen lassen.

Ist schon eine verrückte Sache, dieses Taxifahren. Manchmal überlege ich mir schon, mir einen Job im geregelten Arbeitsleben und vor allem Einkommen zu suchen. So mit Festgehalt und so.

Nee, lieber doch nicht. Da bliebe so einiges an persönlicher Flexibilität auf der Strecke. Aber überlegen wird man ja noch dürfen.

(Mein Einkommen beruht rein auf Umsatzprovision.)


Donnerstag, 1. März 2012

Viele Wahrheiten in Israel

Nächsten Monat ist es dann ein Jahr her, dass wir versucht haben, uns ein eigenes Bild zu machen. Wir, das bin ich, ein naiver Taxifahrer mit gefährlichem Halbwissen und ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn. Und M., eine studierte Historikerin, die viel Zeit mit der Recherche zum deutschen Judentum vor dem Holocaust und zum Holocaust verbracht hat. Wir dachten doch tatsächlich, mit einem zweieinhalbwöchigen Urlaub in Israel die Konfllkte, die in dieser Region herrschen, besser verstehen zu können. Welche Naivität.

Die Fragezeichen haben sich seither vervielfacht. Ich habe im vergangenen Jahr immer wieder versucht, die Eindrücke dieser Reise irgendwie in Worte zu fassen, mir immer wieder eine Zusammenfassung durch den Kopf gehen lassen und bin nun an dem Punkt angelangt zu sagen: Das kann ich nicht.

Dass ich aber nicht der einzige bin, der Probleme damit hat, die "Wahrheit" in dieser Krisenregion darzustellen, schildert in dem Video "Viele Wahrheiten: ein Drahtseilakt" der ARD Korrespondent Richard C. Schneider sehr eindrücklich. Aber er als "Profi" findet wenigstens noch Worte dafür. Danke.

"Ich glaube, es gibt kaum ein Berichtsgebiet, wo es so viele Meinungen zu diesem Berichtsgebiet gibt wie hier in Israel, in Palästina, in den palästinensischen Autonomiegebieten, im Heiligen Land, im Judenstaat. Sie merken alleine an diesen vielen Termini wird es schon sehr schwierig zu sagen, wo sind wir eigentlich ganz genau."
Anschauen!


Das Blog des Bayerischen Rundfunks aus Israel mit verschiedenen ARD Korrespondenten.

Das Blog der ARD "Zwischen Mittelmeer und Jorden" nur von Richard C. Schneider.

Wer sich Israel mal völlig unpolitisch betrachten will, dem empfehle ich meine Fotoserie auf Picasa. Überall wo vorne Israel steht, sind Bilder von interessanten Städten und faszinierenden Landschaften aus Israel drin. (April 2011)




Doppelt gemoppelt

Zweimal ein Taxi bestellen. Für die gleichen Personen.

Wie geht das?

Hmm?

Vom gleichen Hotel?

Hmmm, Hotelpersonal? Trotz automatischen Bestellsystems oder deswegen?

Bei zwei verschiedenen Taxizentralen?

??? wtf

Wieder eine Stunde in den Sand gesetzt. Auf ein Neues.

Dienstag, 28. Februar 2012

Österreich sucht tanzende Blätter

Was ist denn da gerade in Österreich los?

Über 100 google.at Anfragen sind hier bei mir gelandet.
Wer weß was?

Soll ich weiter hinten einsteigen?

Die Dame mit dem kleinen Jungen an der Hand öffnete vorsichtig die Beifahrertür:

"Wir wollen nur eine ganz kurze Strecke fahren. Sollen wir lieber weiter hinten einsteigen?

"Kommen Sie rein, kurze Strecken gehören zum Alltag. Ich fahre, wie es kommt."

"Ich habe aber immer ein ganz schlechtes Gewissen, wenn ich so was mache. Sie stehen doch bestimmt schon ziemlich lange hier. Und dann nur diese kurze Strecke."

"Gute Frau, Ihr schlechtes Gewissen in Ehren, aber erstens stehe ich gerade erst 5 Minuten hier rum und zweitens spielt das sowieso keine Rolle. Das gehört zum Job. Und drittens, wenn Sie das schon fragen wollen, dürfen Sie nicht gleich beim ersten die Tür öffnen. Sonst glauben die hinteren nämlich, dass ich Sie abgelehnt hätte und das kann böse enden. Wir haben eine Beförderungspflicht. Rein theoretisch könnten die hinteren mich dann anzeigen."

"Aha. Das mit der Pflicht wusste ich noch nicht. Diese ganze Problematik hat mir in Berlin mal ein Kollege von Ihnen erklärt. Wenn man in einer Bäckerei nur ein Brötchen kaufe, würde man ja auch nicht abgewiesen, mit dem Hinweis, dass da doch so viele andere rumliegen würden. Ich habe aber trotzdem immer ein komisches Gefühl."

Mein Beispiel mit der Bäckerei scheine ich gut gewählt zu haben.

Montag, 27. Februar 2012

Es muss nicht immer nur Bares sein

Sie kamen mit Gepäck aus einem Hotel und wollten zum ICC. Mit 2 Koffern - und einer Tragetüte. Die Aufschrift ließ vermuten, dass sie sich einen Besuch beim Lecker-Schweinereien-Dealer um die Ecke gegönnt hatten. Natürlich habe ich ihnen auch von meinem Besuch dort vorgeschwärmt und sie waren meiner Meinung.

Nette, aufgeschlossene Fahrgäste, mit denen man sich angeregt unterhalten konnte. Was wir auch getan haben.
Nach dem Bezahlen (mit ordentlich Trinkgeld) kramte der Herr noch in einem der Koffer:

"Hier, noch für Sie"
Das nenn' ich mal eine nette Geste. Es muss nicht immer nur Bares sein.

(Das ist natürlich aus diesem Leckerladen.)

Sonntag, 26. Februar 2012

Reingeschauckelt

Ich hab' noch gedacht, den kriegt er da nie rein. Hat er aber doch. Ungelogen beim ersten Mal.
Er hat ja aber auch eine Kamera für hinten. So kann das doch jeder. 
Na ja, fast jeder. ;-)

Samstag, 25. Februar 2012

Neuer Countdown hat begonnen

Diesen Countdownzähler vor einer Botschaft in der Tiergartenstraße hatten wir schon. Der war Thema eines meiner gefürchteten Bilderrätsel. ;-)

Kurz habe ich überlegt, daraus jetzt noch einmal ein Rätsel zu machen. Das wäre aber viel zu leicht. Zumindest wenn man sich die Auflösung anschaut. Dann nur noch mit den Stichworten eine Suchmaschine fragen.

Was zählt er dieses Mal?
Das Foto wurde am 25.2.2012 aufgenommen.