Montag, 1. August 2011

Hundetag (1)

Viele Kollegen haben ein sehr großes Problem mit Kunden, die einen Hund dabei haben. Das hat mehrere Gründe:
  • Oft klettern sie mit dreckigen Pfoten auf den Sitzen rum.
  • Sie verlieren meistens Haare, die dann im Taxi verteilt schwer wieder zu entfernen sind.
  • Einige haben auch ganz einfach Angst vor Hunden.
Wie ich während meiner Funkscheinausbildung gelernt habe, ist das auch einer der wenigen Gründe einen Auftrag abzulehnen und der Beförderungspflicht nicht nachzukommen.

Bei mir ist das anders. Ich mag Hunde und habe in einem früheren Leben auch schon eigene besessen.
Und gestern war HUNDETAG bei mir im Taxi.

Zuerst die junge Frau, die mich an der Ecke Danziger/Prenzlauer rangewinkt hat. Diese Fahrt hat sich als äusserst kompliziert entpuppt. Über mehrere Stopps (teiweise ohne genaue Anschrift) mit sehr, sehr viel Gepäck und sehr langen Wartezeiten zwischen den einzelnen Stationen hat sie es geschafft, die Fahrt zum Hauptbahnhof auf 20 Euro zu bringen. Einfach schlecht organisiert, dieser "Umzug" der US-amerikanisch stämmigen Dame mit perfektem Deutsch.

"Was das Organisieren anbelangt, bin ich sehr undeutsch."

Und was sagte der Hund zum ganzen Chaos um ihn rum?

Wenn einem Hund klar ist, dass es hier keine Action gibt, legt er einfach den Kopf irgendwo hin und träumt - von was auch immer.
Teil 2 des Hundetages folgt in Kürze.

Kommentare:

  1. Ich bin auch ein Vertreter der Meinung "Das Problem liegt immer am oberen Ende der Leine". Wenn ich z.B. zu Hundebesitzern vor dem Einsteigen sage: "Steigen sie bitte zuerst ein und holen sie dann das Tier nach, weil es sonst auf den Sitz springt!", dann kommt immer der Satz: "DER macht das nicht!". Zu wieviel Prozent wird es wohl doch passieren? Etwa 80! So viel zum Thema Erziehung und Hundeverstand!

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  2. @Bernd
    Du hast zweifellos recht, was das obere Ende der Leine betrifft. Und wenn ein Hund kein Benehmen hat, wer war denn für die Erziehung zuständig?
    Und mal nebenbei: Ich hatte seiner Zeit, als ich nach Berlin umzog, meinen Hund dort gelassen, wo er aufgewachsen ist. In guten Händen natürlich. Man sollte einen Hund nicht aus seinem jahrelang gewohnten Umfeld (auf dem Lande) herausreissen und in die Großstadt verfrachten. Meine Meinung!

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