Dienstag, 10. Juni 2014

Streitthema Kindersitze

Seit geraumer Zeit fahre ich das Ritz Carlton am Potsdamer Platz nicht mehr an, da mir die dortigen Doormen absolut unsympathisch sind und sich teilweise gebärden, als ob ihnen ganz Berlin gehöre und sich auch die STVO hinbiegen, wie es ihnen passt.
So musste ich vor mehreren Monaten einen von ihnen in die Schranken seines Hoheitsgebietes verweisen. Das endet nämlich genau da, wo öffentliches Straßenland beginnt. Er forderte mich auf, mitten in der Kurve vor dem Hotel, direkt neben einem Reisebus, der die Einsicht in die Kurve versperrte, anzuhalten, um Gäste aufzunehmen. Ich fuhr aber ein paar Meter weiter, um den Verkehr nicht zu behindern, was er mit bösen Kommentaren beantwortete.

"Du hast da anzuhalten, wo ich es möchte."

Einer von mehreren Fällen, bei denen mir das Personal zuwider war.
Jetzt lieferte ich am Sonntag zwei Fahrgäste dort ab und auf der Halte stand nur ein Kollege, der zudem gerade eben "bestiegen" wurde. Also man kann es ja mal wieder versuchen.
Ein Fehler, wie sich heraustellte.
Keine 2 Minuten später winkte eine junge Dame in Ritz Carlton Dress und ich fuhr rüber. Vor dem Hotel stand dann die besagte Dame und hatte 2 Personen und ein kleines Kind im Schlepptau, für das ein Kindersitz Klasse 1 erforderlich ist. Ich wies die Dame darauf hin und betonte, dass ich nicht über einen solchen Sitz verfügen würde. Sie antwortete ziemlich gereizt, dass sie sich bei der Taxizentrale erkundigt und die Antwort erhalten hätte, dass das in der Verantwortung der Eltern liege.
Nein, antwortete ich, im Zweifelsfalle liegt es in der Verantwortung des Fahrers. Sie müsse in diesem Fall sich schon die Mühe machen und ein Taxi mit K1 bestellen. Das habe sie doch schon getan, aber den Fahrgästen würde es zu lange dauern.

"Und wie wäre es gewesen, wenn Sie die paar Meter zur Halte rübergelaufen wären, um die Problematik noch am Stand mit den Kollegen zu besprechen? Ich habe jetzt meine Position dort verloren. Und Sie haben ja auch ein Taxi bestellt, das extra hierher fährt und unverrichteter Dinge wieder abziehen soll. Das war nun definitiv das letzte Mal, dass ich euch angefahren habe."

Ende und Aus.

Kommentare:

  1. is halt 1 scheissladen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genau. Nie würde ich da übernachten.

      Löschen
  2. Übernachten würde ich dort auch nicht. Allerdings aus anderen Gründen :-D
    Ansonsten habe ich da eigentlich andere Erfahrungen. Aber das ist sicher von den jeweiligen Türstehern abhängig. Glaube nicht, dass in der Jobbeschreibung stand "Doorman gesucht, der scheiße zu Taxlern ist" ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In der Jobbeschreibung steht das bestimmt nicht. Aber es gibt eklantante Unterschiede zu anderen Hotels.
      Dass ein Hotel seine Halte mehrere Meter vom Eingang des Hotels hat, das gibt es ja des öfteren.
      Und bei allen anderen erlebe ich es ständig, dass das Personal sich zu Fuß auf den Weg macht um die Kollegen z.B. nach Kreditkarten Akzeptanz, zwei Kindersitzerhöhungen oder ähnliches zu fragen.
      Das habe ich am Ritz erst einmal erlebt. Da kam der Doorman rüber, hatte einen Zettel in der Hand vom dem er ablas:
      "Kennen Sie einen Flughafen GE-A-TE in Schönefeld?"
      Vielleicht steht was von beschränkter Intelligenz in der Jobbeschreibung?

      Löschen
  3. in der jobbeschreibung steht garantiert, dass er herr über alle taxifahrer is und denen gegenüber, im gegensatz zum gästepack, nich katzbuckeln muss.

    AntwortenLöschen
  4. Hotel, was ist das ?
    FG zum FP befördern (u.a.Adlon), aber kein WC benutzen dürfen.
    Das LABO hatte 2004 dem Adlon angedroht (nach einer Beschwerde meinerseits beim LABO wegen Festpreisen), den Halteplatz aufzukündigen
    Ein Stadtrandfahrer...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kenne in Berlin kein einziges Hotel, das einem Taxifahrer die WC-Benutzung untersagt. Das ist Quatsch.
      Und ehrlich gesagt, das mit den Festpreisfahrten verstehe ich nicht.
      Festpreisfahrten auf Coupon, das gibt es zwar, aber es bleibt dem Fahrer überlassen, ob er so einen Auftrag annimmt oder nicht.

      Löschen