Montag, 28. November 2011

Der Franz Josef und der Willy

"Wann werden Sie das nächste Mal nach Berlin kommen?" 

fragte ich die Fahrgäste aus München, die ich zum  Otto-Lilienthal-Flughafen brachte.

"Das kann noch ein bisschen dauern."

"Na, dann schauen Sie sich den Flughafen Tegel noch mal genau an und nehmen Abschied. Wenn Ihr nächster Besuch länger als ein halbes Jahr entfernt sein sollte, sehen Sie ihn nie wieder."

"Stimmt, Ihr kriegt ja in Schönefeld einen Neuen."

"Ja, der wird dann Willy-Brandt-Flughafen heißen."

"Hi, hi. Dann fliegen wir also vom  Franz-Josef-Strauß-Flughafen zum Willy-Brandt-Flughafen. Wenn das der Willy geahnt hätte."

Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Jeder hat halt seine Volkshelden. Es ginge auch noch schlimmer. Aber von dort kann man nicht direkt nach Berlin fliegen. Noch nicht.

(Für die jüngeren unter uns: Franz Josef Strauß, das war der, dem das Ananaszüchten in Alaska. erspart blieb.)

Kommentare:

  1. Bei den Beispiele fehlt noch ein typisches Strauß-Zitat:
    "Lieber ein kalter Krieger als ein warmer Bruder"

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  2. @Aro
    Ja, war schon ein übler Zeitgenosse.

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  3. Schade, ich wollte eben die Route Ronald Reagan > Franz-Josef-Strauß > Willy Brandt vorschlagen, aber die internationalen Flüge gehen alle über IAD. Wobei John Foster Dulles ja auch ganz "interessant" ist;)

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  4. @Anonym
    JFK würde ich noch gelten lassen... ;-)
    Aber schon der Houston Intercontinental Airport wäre mir unangenehm.

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